Foto: Kuki Open Air Kino

Stadt Schlüchtern will selber Kinofilme vorführen / Magistrat: Kuki wichtig für die Kulturarbeit

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlüchtern - „Der Magistrat der Stadt Schlüchtern ist sich der Verantwortung und der Einzigartigkeit der ansässigen Kultur- und Vereinslandschaft in vollem Maße bewusst“, beginnt eine Pressenotiz aus dem Rathaus. Darin wird Bezug auf den KN-Artikel „Stadthalle als Kulturknotenpunkt“ vom 29. Januar genommen.

Bereits im Dezember 2018 seien konkrete Gespräche mit den Verantwortlichen des Kuki-Vereins geführt worden und die Nutzung der Räume des multifunktionalen Veranstaltungsraums im neuen Kultur- und Begegnungszentrum als mögliche Spielstätte für Film und Kultur in Aussicht gestellt worden.

„Das Angebot besteht nach wie vor und wir sind gern für Gespräche bereit. Daher war ich über den Artikel in den Kinzigtal Nachrichten doch sehr verwundert. Es ist schade, dass man so vehement behauptet, es scheitere am Willen der Stadt. Dies ist nicht richtig“, unterstreicht Bürgermeister Matthias Möller (parteilos).

Stadthalle als Kinosaal ungeeignet

Im Dezember 2019 seien mit den Verantwortlichen des Kuki und einen von diesen bestellten Kinoausstatter die Räume in der Stadthalle begutachtet worden. Das Ergebnis: Die Stadthalle sei als Kinosaal derzeit ungeeignet. Die Forderungen der Verantwortlichen können laut dem Magistrat „weder im finanziellen noch im organisatorischen Umfang erfüllt werden“, zumal mit Rücksicht auf andere Vereine und Nutzer.

In Gesprächen seien diverse Lösungen angeboten worden, etwa auch im Dorfgemeinschaftshaus Elm. Eine Einigung habe aber wegen zu hoher Ansprüche nicht erzielt werden können, berichtet Möller. Weitere Möglichkeiten seien betrachtet, Konzepte diskutiert und Räume gesucht worden. „Immer wieder stand dabei im Vordergrund, das individuelle und besondere Potenzial des Kuki zu stärken“, betont der Rathauschef, denn „es ist unbestritten, dass das kulturelle Engagement von Kuki wichtig für die Kulturarbeit im Bergwinkel ist“.

Vier Kinofilme sind bereits geordert

Für den Kultursommer 2020 wolle die Stadt Schlüchtern „verschiedene hochkarätige Veranstaltungen“ anbieten. Das Programm werde in Kürze vorgestellt und etwa für ein Public-Viewing zur Fußball-EM eine Videowand angeschafft. Hierfür sei beim Verband deutscher Filmverleiher eine Lizenz erworben worden. In deren Rahmen seien bereits vier Kinofilme geordert worden, um sie im Zuge des Kultursommers dem Schlüchterner Publikum zu präsentieren.

Die Videowand biete die Möglichkeit, Kino künftig in verschiedenen Gebäuden oder Orten zu veranstalten, auch open-air.

Der Magistrat schreibt jedoch, er würde sich freuen, wenn sich die Kuki-Verantwortlichen „dazu entschließen, das diesjährige Kultur- und Kinoprogramm mitzugestalten“. / hgs

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