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Stadtverordnetenversammlung: Lösungen für fünf von acht gewerblichen Leerständen scheinen möglich

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Schlüchtern - Wie Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) während der Stadtverordnetensitzung bekannt gab, wird die Stadt Schlüchtern in das Förderprogramm "Aktive Kernbereiche" aufgenommen. Fritzsch verspricht sich dadurch eine Stärkung des Standorts.

Acht gewerbliche Leerstandsflächen sind in der Schlüchterner Kernstadt (Obertor-, Krämer-, Bahnhofstraße und Unter den Linden) momentan in einer Kataster-Liste geführt. Dies sind dauerhafte Leerstände. Geschäftsräume, die kurzzeitig oder übergangsweise nicht genutzt werden, seien hierbei nicht erfasst.

Wie Rathauschef Fritzsch auf eine Anfrage des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Jan Rüffer zum Erhalt des Wirtschaftsstandorts mitteilte, komme "Bewegung in die Lage". Für fünf dieser acht gewerblichen Leerstände sei in absehbarer Zeit eine Lösung in Sicht.

Konkreter wurde der Bürgermeister während der Sitzung in der Stadthalle allerdings nicht. Im Gespräch mit unserer Zeitung gab er anschließend zu verstehen, dass "noch nichts unterschrieben" sei, jedoch einige konkrete Angebote von Interessenten vorliegen würden. "Es kommt allerdings nichts, was wir nicht brauchen würden", erläuterte Fritzsch schmunzelnd. Dass Bewegung in die Leerstandssituation kommt, bestätigt auch Andrea Marburger, Geschäftsführerin vom Langer Einkaufsland, im Gespräch mit unserer Zeitung: "Auch für unsere freien Flächen in der Bahnhofstraße sind Interessenten vorhanden." Unterschrieben sei jedoch auch hier noch nichts.

Auf Rüffers Frage, was unternommen worden sei, um Unternehmen in Schlüchtern zu halten, erwiderte Fritzsch, dass diesbezüglich "stetig, kontinuierlich und fortwährend Gespräche mit einer Vielzahl heimischer, regionaler und überregionaler Investoren, Projektentwickler und Firmen" stattfänden. Zusätzlich werde der Standort Schlüchtern regelmäßig in unterschiedlichen Foren und Printmedien beworben. Darüber hinaus stehe die Bergwinkelstadt in regelmäßigem Kontakt und Austausch mit der hiesigen IHK und dem Verein für Wirtschaft und Tourismus (Wito). So fand im Februar vorigen Jahres eine gemeinsame Veranstaltung mit der IHK zum Thema "Entwicklung im Bereich der Gewerbesteuer" statt.

Fritzsch hob das Ziel hervor, wonach in Schlüchtern als einem Mittelzentrum die vorhandene Infrastruktur als Schul-, Dienstleistungs-, Handels- und Gewerbestandort sowie auch als familienfreundlicher Wohnstandort zumindest erhalten werden solle. Darüber hinaus seien weitergehende Entwicklungschancen durch innerstädtische Investitionen wie den Ausbau der Grabenstraße geplant.

In diesem Zusammenhang konnte Fritzsch von einer erfreulichen Nachricht aus dem hessischen Wirtschaftsministerium berichten. Von dort sei die Zusage eingetroffen, dass die Stadt in das Förderprogramm "Aktive Kernbereiche" aufgenommen werden könne. Im kommenden Monat habe Fritzsch daher einen Termin mit Vertreterinnen des Ministeriums. "Der letzte Auslöser für die Aufnahme war anscheinend die erfolgreiche Teilnahme am Landeswettbewerb 'Ab in die Mitte'", berichtet der Rathauschef.

Unterstützt wurden die Erläuterungen des Bürgermeisters auch von CDU-Fraktionsvorsitzendem Jürgen Heil. Er formulierte dies in einer persönlichen Bitte und forderte dazu auf, weiterhin miteinander zum Wohl der Stadt zu arbeiten und nicht "den Ist-Zustand ausschließlich negativ zu bewerten".

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