Im Sommer verbringt die 85-Jährige den ganzen Tag im Garten.
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Im Sommer verbringt die 85-Jährige den ganzen Tag im Garten.

Den Gedanken freien Lauf lassen

Der schönste Garten (5): Eine Oase für Insekten ist die Grünanlage von Ursula Weber

  • vonAlina Hoßfeld
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Heute stellen wir den fünften der insgesamt sechs Gärten vor, die in unsere engere Auswahl zum schönsten Garten der Region gekommen sind. Ursula Weber zeigt uns ihre Oase mit Hochbeet und Insektenhotel.

  • Unsere Leser haben uns ihre schönen Gärten und Balkone geschickt.
  • Diesmal stellen wir den Garten von Ursula Weber in Steinau an der Straße vor.
  • Die 85 Jahre alte Frau hat sich eine Oase mit Hochbeet und Insektenhotel errichtet.

Steinau an der Straße - „Herzlich Willkommen in meiner Oase“, sagt Ursula Weber zur Begrüßung. Bereits seit 1951 lebt sie in ihrem Haus in Steinau an der Straße – zuerst mit ihren Eltern und später mit ihrem Mann. Dass die Gartenarbeit schon immer ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben war, merkt man ihr an. „Nachdem ich das Haus von meinen Eltern übernommen hatte, habe ich viel verändert. Früher gab es viele Bäume auf dem Grundstück, die ich entfernt habe“, erklärt die 85-Jährige.

In Ursula Webers Oase tummeln sich Insekten im Insektenhotel

Mittlerweile findet man in dem Garten von Weber Hortensien, Funkien und ihre Aronia, aus der sie Marmelade herstellt – nur eine kleine Auswahl der Pflanzenvielfalt in ihrem Garten.

Das Insektenhotel bekam Ursula Weber von ihrem Sohn geschenkt.

Neben Blumen findet man in ihrem Garten ein Hochbeet, ein Insektenhotel und viele gemütliche Ecken zum Entspannen. „Im Sommer brauche ich mein Haus nicht. Da bin ich den ganzen Tag im Garten. Hier kann ich entspannen und meinen Gedanken freien Lauf lassen“, sagt die 85-Jährige und zeigt mir, wo sie nachmittags am Liebsten sitzt.

Ursula Weber

Aktion „Sommer in der Heimat“

Unter dem Motto „Sommer in der Heimat“ sucht unsere Zeitung mit der RhönEnergie Fulda, offizieller Partner der Aktion, den schönsten Garten und den schönsten Balkon der Region. Den Gewinnern des schönsten Balkons und des schönsten Gartens winken nach den Ferien attraktive Preise.

In anderen Teilen der schönsten Balkone hat Familie Frischkorn aus Fulda ihren Balkon mit Blumen, Kräutern und einem kleinen Tümpel vorgestellt. Außerdem hat Studentin Patricia Unger einen Einblick in den Balkon ihrer Ein-Zimmer-Wohnung gegeben. Auch Trudi Derstappen aus Hünfeld hat uns ihren Balkon gezeigt. Inspiriert von einem Urlaub in Mailand hat sie ihn mit Pflanzen und Figuren dekoriert - sogar ein Amselpärchen brütet dort. Hoch über den Dächern der Stadt Fulda haben die Wuttkes sich ein Paradies geschaffen. Auf dem Balkon Sonja Diethei treffen sich Sylter Nordseestrand und Katalonien. Tanja Klüber blickt in Löschenrod auf den Eiffelturm.

In anderen Teilen der schönsten Gärten hat Helmut Mai seinen Obst- und Gemüsegarten vorgestellt. Und einer der schönsten Gärten ist Christina Lattkas Paradies in Schlitz. Birgit Henkel hat in ihrem Garten in Arzell sowohl Gemüse- und Heilpflanzen als auch wunderschöne Blumen. Im Sommer wird sie zur Selbstversorgerin. Karin Baier aus Schmalnau stellt dank der Kräuter in ihrem Garten eigene Salben und Tinkturen her. Marco Most hat sich in Dammersbach ein Wasserparadies in seinem Garten geschaffen.

Nun stehen die Gewinner des schönsten Garten und des schönsten Balkon fest.

Im Hochbeet finden sich Rote Rüben und Salat

Und sie scheint nicht die einzige zu sein, die sich im Garten pudelwohl fühlt. Viele Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten begegnen mir bei meinem Besuch im Garten. „Das Insektenhotel hat mein Sohn gebaut. Ich habe es mir vor etwa sechs Jahren zu Weihnachten gewünscht“, erklärt die Rentnerin.

Neben dem Insektenhotel hat Weber auch ein Hochbeet, in dem sie unter anderem Rote Rüben und Salat züchtet. Zudem pflanzt sie Himbeeren, Erdbeeren und Tomaten an.

Auf ihre Hortensien ist Ursula Weber besonders stolz.

Auf die Frage, warum es bei ihr so gut wächst, antwortet sie nur: „Pflanzen brauchen Zeit und Liebe. Sie wissen, dass ich sie gern habe und das geben sie mir zurück“. Das Gießen sei natürlich auch wichtig und regelmäßig jätet sie die Erde, um ein austrocknen des Bodens zu verhindern, denn „steinharte Erde mögen Pflanzen nicht“, sagt die 85-Jährige.

Täglich steht sie im Garten und hofft, ihre geliebte Gartenarbeit noch so lange wie möglich machen zu können. Einzig das Rasenmähen und das Heckeschneiden kann die Rentnerin nicht mehr alleine: „Die Gartenarbeit macht mir einfach Spaß, und zudem hält sie mich fit. Die Natur ist so schön und die Pflanzenvielfalt so groß. Meinen Garten, meine Kinder und meine Enkelkinder – mehr brauche ich nicht, um glücklich zu sein“, sagt Ursula Weber abschließend.

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