Nahmen dem neu gewählten Bürgermeister Christian Zimmermann (Mitte) den Amtseid ab und übergaben die Verpflichtungsurkunde: Stadtverordnetenvorsteher Ludwig Bathon (links) und Steinaus Erster Stadtrat Arnold Lifka.
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Nahmen dem neu gewählten Bürgermeister Christian Zimmermann (Mitte) den Amtseid ab und übergaben die Verpflichtungsurkunde: Stadtverordnetenvorsteher Ludwig Bathon (links) und Steinaus Erster Stadtrat Arnold Lifka.

Parteiunabhängigkeit im Fokus

Steinaus Bürgermeister legt Eid ab: Amtsantritt für Christian Zimmermann im Februar 2021

  • Sabine Simon
    vonSabine Simon
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Zwar tritt er erst in eineinhalb Monaten seinen Dienst an, am Dienstagabend wurde Bürgermeister Christian Zimmermann (parteilos) dennoch während der letzten Stadtverordnetensitzung in diesem Jahr offiziell verpflichtet – und legte im Beisein seiner Frau Zuzanna den Amtseid ab.

Steinau - Anwesend war auch Dominik Brasch, Bürgermeister von Bad Soden-Salmünster. Die Kollegen aus Schlüchtern und Sinntal, Matthias Möller und Carsten Ullrich, waren aus privaten Gründen verhindert und hatten sich entschuldigen lassen. „Zusammenarbeit und Fairness, respektvoller Umgang miteinander, die Bereitschaft zum offenen Diskurs mit allen Fraktionen“, das versprach Christian Zimmermann (parteilos) in einer kleinen Ansprache. Er dankte seiner Familie und allen, die ihm „das Vertrauen geschenkt und ihn in dieses wunderbare Amt gewählt haben“.

Der 50-Jährige betonte, neben der Orientierung auf Sachthemen größtes Augenmerk auf die Kommunikation legen zu wollen – sowohl mit den Kolleginnen und Kollegen der Verwaltung, mit Bürgerinnen und Bürgern, mit dem Magistrat und nicht zuletzt den Stadtverordneten. „Ein Wir-Gefühl entsteht dadurch, dass wir miteinander sprechen, Ideen entwickeln, eventuell streiten und einen erfolgsorientierten Plan ausarbeiten“, so Zimmermann. (Lesen Sie hier, wie sich Zimmermann gegen Timon Jacob-da Rosa durchsetzte)

Steinaus Bürgermeister legt Eid ab: Christian Zimmermann will unvoreingenommen auf Fraktionen zugehen

Transparenz mache gute Sachpolitik aus. „Nur wenn sie breit diskutiert werden kann, ist auch von Akzeptanz auszugehen.“ Zimmermann betonte nochmals seine Parteiunabhängigkeit und dass er aufgrund dieser ohne Druck und unvoreingenommen auf alle Fraktionen zugehen könne. Ziel sei am Ende, die anstehenden Vorhaben auch umsetzen zu können. Steinau habe großes Potenzial, das es zu nutzen gelte. Das Gemeinwohl bilde hier die Entscheidungsgrundlage.

Als wichtigste Themen nannte Zimmermann die Fertigstellung des Marstalls, Kita-Neubau und Freibad Ulmbach, die Neubaustrecke der Bahn, Straßensanierungen, die Entwicklung neuer Baugebiete, die interkommunale Zusammenarbeit (IKZ), die nicht nur Geld sondern auch Ressourcen einsparen könne, oder auch den Ausbau der Gewerbegebiete. „Erfolgreiche Unternehmen sind Schlüssel für einen soliden Finanzhaushalt der Stadt.“

Corona größte Herausforderung für Steinaus neuen Bürgermeister

Sein gesamter Einsatz gelte dem „Wir-Gefühl und der Schaffung einer gemeinsamen Identität“ für die Kernstadt und die Stadtteile. Es sei zudem nötig, sich breiter aufzustellen, um besser durch Krisen zu kommen. „Corona ist und bleibt die größte Herausforderung“, so Zimmermann. Ihn bewegten die vielen persönlichen Schicksale der Menschen in Steinau und dem gesamten Bergwinkel.

Stadtverordnetenvorsteher Ludwig Bathon (BGM) wünschte Glück, Erfolg und Ausdauer. „Bürgermeister von Steinau zu sein, ist keine Kurzstrecke, eher ein Marathon. Aber wenn man mit Freude dabei ist, gelingt alles gleich viel besser“, so Bathon.

Erster Stadtrat Arnold Lifka versprach Zimmermann, „mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“. Zwar ist in Coronazeiten alles anders, nicht fehlen durften aber sowohl Diensteid als auch Handschlag. Letzterer ging aber ein wenig anders von statten: Um sich trotz Corona die Hand reichen zu können, wurde vorher ordentlich desinfiziert.

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