Personen bei der Baustellenbegehung im vierten Bauabschnitt des Industriegebiets West in Steinau.
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Baustellenbegehung zum Abschluss des vierten Bauabschnittes im Industriegebiet West II – natürlich mit Abstand (von links): Michael Schneider, Holger Seemann (beide Ingenieurbüro Müller), Polier Udo Haltmann (Giebel-Bau) sowie Andreas Heil (Stadtwerke Steinau).

Voll im Zeitplan

Erschließung des Industriegebiets West II in Steinau ist abgeschlossen 

  • Sabine Simon
    vonSabine Simon
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Die Erschließung des neuen Industriegebiets West II in Steinau liegt voll im Zeitplan. Der vierte und letzte Bauabschnitt wurde am Donnerstag mit dem Aufbringen der letzten Asphalt-Tragschicht abgeschlossen. Nun folgen noch Aufräum- und kleinere Restarbeiten.

Steinau - Es ist alles vorbereitet für die Unternehmen, die bereits ein Grundstück im neuen Gewerbegebiet West II erworben haben. Diese könnten nun theoretisch mit dem Bau ihrer Hallen und Gebäude beginnen, erklärt Andreas Heil, technischer Betriebsleiter der Stadtwerken Steinau, der das Projekt von Anbeginn betreut hat. Man habe vorerst nur eine Baustraße eingerichtet. Der Endausbau mit Bürgersteigen erfolge dann, wenn alle Firmen angesiedelt seien.

„Das macht vorher wenig Sinn“, pflichtet ihm Holger Seemann vom Ingenieurbüro Müller aus Grünberg bei. Er und sein Kollege Michael Schneider begleiten die Maßnahme. Polier Udo Haltmann vertritt bei der Baustellenbegehung die Firma Giebel-Bau, die das Projekt vor Ort umsetzt. Hier fanden alle nur lobende Worte. „Das muss man auch mal erwähnen, sagt Seemann. „Wir liegen noch deutlich vor der Bauzeit, die auf Ende November terminiert ist. Das läuft nicht immer so.“

Noch vor wenigen Wochen sah es im Industriegebiet so aus. Jetzt ist die Baustraße fertiggestellt.

Zeitweise waren von Giebel-Bau bis zu drei Kolonnen gleichzeitig vor Ort, um das Projekt zeitnah fertigstellen zu können. Das Unternehmen aus Eiterfeld werde deshalb auch den Endausbau übernehmen.

9500 Quadratmeter Bauland bereits verkauft

Die Gesamtkosten für den vierten Bauabschnitt liegen laut Andreas Gerhard, Projektleiter für Bodenbevorratung und Kommunalentwicklung bei der Hessischen Landgesellschaft (HLG), bei rund 3,8 Millionen Euro. Alle Bauabschnitte zusammen lägen bei etwa sieben Millionen Euro. Der nördliche Bereich des Gewerbegebiets umfasst zirka 17 Hektar Nettobauland.

„Davon sind mit drei Kaufverträgen etwa 12 Hektar verkauft“, erklärt Gerhard auf Anfrage unserer Zeitung. Im südlichen Bereich seien es gut 4,7 Hektar Nettobauland, wovon mit drei Kaufverträgen etwa 9500 Quadratmeter bereits verkauft sind. Die Grundstücke würden nun – je nach Flächenbedarf der Interessenten – neu vermessen und gebildet. Insgesamt ist das Areal mit Blick auf die Autobahn 66 gut 25 Hektar groß. Etwa 22 Hektar stehen für Industriebetriebe zur Verfügung.

Wachsende Nachfrage an Flächen zwischen Fulda und Frankfurt

Zu den Erschließungsarbeiten im Industriegebiet West II gehörte auch der Bau eines 3000 Kubikmeter fassenden Regenrückhaltebeckens. Die für den Kanal benötigten Teile für die Leitungen wurden eigens für das Großprojekt angefertigt.

Angesichts der wachsenden Nachfrage nach geeigneten Flächen zwischen Fulda und Frankfurt sah sich die Brüder-Grimm-Stadt in der glücklichen Lage, überhaupt noch eine Auswahl an Industrie- und Gewerbeflächen anbieten zu können. Darauf hatten Andreas Gerhard (HGL) und Bürgermeister Malte Jörg Uffeln (parteiunabhängig) beim Spatenstich im vergangenen Juni besonders hingewiesen.

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