Erster Stadtrat Arnold Lifka und Theo M. Zwermann, Betreiber des Erlebnisparks Steinau, sitzen auf einer Bank.
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Erster Stadtrat Arnold Lifka (links) und Theo M. Zwermann, Betreiber des Erlebnisparks, setzen ein gemeinsames Zeichen für eine bessere Zusammenarbeit.

Annäherung in Steinau

„Wichtiges Zeichen für den Neuanfang“ - Stadt und Freizeitpark wollen kooperieren

  • Sabine Simon
    vonSabine Simon
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Es scheint fast so, als hätte sich Arnold Lifka, Erster Stadtrat und Interims-Bürgermeister von Steinau, vorgenommen, alte Gräben zuzuschütten und Scherben aufzukehren. Denn als einer der ersten Termine stand gestern ein Treffen mit Erlebnispark-Betreiber Theo M. Zwermann an.

Steinau an der Straße - Um das Verhältnis von Ex-Bürgermeister Malte Jörg Uffeln und Zwermann war es in den vergangenen sechs Jahren nicht gut bestellt gewesen. Lifka ist es deshalb eine Herzensangelegenheit, „dieses wichtige, gemeinsame Zeichen für den Neuanfang zu setzen“, erklärte er bereits am Tag vor dem Pressegespräch gegenüber unserer Zeitung.

Die Stadt wolle künftig wieder sehr eng mit dem Erlebnispark zusammenarbeiten – und einen Gleichklang aller touristischen Destinationen und Institutionen in der Grimm-Stadt vorantreiben, wenn möglich mit Hilfe der Tourismusverbände im Main-Kinzig-Kreis und gemeinsam mit den anderen Bergwinkel-Kommunen. „Wir brauchen ein gemeinsames Konzept und wollen den Bürgern deutlich zeigen, dass wir an einem Wir-Gefühl arbeiten“, erklärt Lifka, der betont, dass bald noch weitere Arbeitsgespräche folgen sollen, beispielsweise mit den Verantwortlichen der Museen, des Kletterparks, von Schloss und Tropfsteinhöhle, des Theatriums sowie des Verkehrsbüros.

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Steinau an der Straße: Gespräche zwischen Stadt und Freizeitpark

Auch Gewerbeverein und Gastronomie sollen, so fügt Theo Zwermann hinzu, Platz an diesem ‚Runden Tisch‘ finden. „Steinau hat Potenzial und hat es verdient, dass man den Tourismus voranbringt“, so Zwermann, der deutliche Kritik an Uffeln findet, vor allem, weil dieser Kultur und Tourismus während seiner Amtszeit nicht großartig gewürdigt habe. „Die Zusammenarbeit mit ihm war schwierig bis unmöglich. Aber auch ich habe Fehler gemacht“, räumt er ein. Zwermann betont, dass das nicht für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung gelte. „Dort wurden wir immer fair behandelt.“

Nun solle alles anders werden, sagt auch Lifka, denn der Erlebnispark sei mit rund 130 000 Besuchern im Jahr eines der Steinauer Aushängeschilder und ein Magnet für Touristen. Als kleines Trostpflaster haben Lifka und Zwermann, „ganz unbürokratisch“, eine Aktion für die erneut ausgefallenen Ferienspiele ausgetüftelt. Steinauer Kinder bekommen in der letzten Ferienwoche, ab 10. August, an einem Tag freien Eintritt in den Erlebnispark. „Sie sollen nicht darunter leiden, was der Ex-Bürgermeister versäumt hat“, so Zwermann.

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