Timo Jacob-da Rosa (Mitte) mit Sonja Senzel (SPD Fraktionsvorsitzende) und SPD-Ortsvereinsvorsitzendem Markus Harzer / Foto: Sabine Simon

Steinauer Bürgermeisterwahl: SPD setzt auf Timo Jacob-da Rosa

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Steinau an der Straße - Der SPD-Ortsverein Steinau hat seinen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 26. April vorgestellt. Damit erhöht sich die Zahl der Bewerber auf vier.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabine Simon

Wenn es nach Timo Jacob-da Rosa geht, wird er der nächste Bürgermeister von Steinau sein. Zumindest geht er als Kandidat der SPD um den Posten des Rathauschefs ins Rennen und will sich dem Votum der Bürger in der Grimmstadt stellen.

Freitag soll er nominiert werden

Jacob-da Rosa ist seit 2012 Mitglied der SPD, das Amt des Bürgermeisters wäre sein erstes politisches Amt. Der Vorstand des SPD-Ortsvereins hat der Bewerbung bereits zugestimmt, am Freitag soll die Mitgliederversammlung ihn formal nominieren.

Kandidatensuche „längerer Prozess“

Schon jetzt genießt Jacob-da Rosa die Unterstützung von Steinaus SPD-Fraktionschefin Sonja Senzel und dem SPD-Ortsvorsitzenden Markus Harzer. Die Kandidatensuche sei insgesamt „ein längerer Prozess“ gewesen, erläutern die beiden.

Und: „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir niemanden aus den eigenen Reihen bestimmen wollen, sondern eine neutrale Person“, so Harzer während der Kandidatenvorstellung, zu der auch die beiden Bürgermeister a.D., Walter Strauch und Hans-Joachim Knobeloch (beide SPD), sowie der SPD-Landtagsmitglied Heinz Lotz gekommen waren.

In Hanau zu Hause, im Bergwinkel aufgewachsen

Den Steinauern dürfte Timo Jacob-da Rosa wenig bekannt sein. Der 30-Jährige, der gemeinsam mit seinem Ehemann in Hanau lebt, ist im Bergwinkel aufgewachsen, legte am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium Schlüchtern das Abitur ab und hat familiäre Wurzeln in der Grimmstadt.

Seit Abschluss seines Studiums im Jahr 2013 war er zuerst als Sachbearbeiter für Fahrerlaubnisrecht, dann als Teamleiter Gewerbewesen der Ordnungsbehörde beim Mainz-Kinzig-Kreis angestellt. Derzeit befindet sich Jacob-da Rosa in der Einarbeitung zur Sachgebietsleitung der Verkehrsbehörde.

„Steinau braucht jemanden, der Verwaltung kann“

Verwaltung habe er von der Pike auf gelernt, betont er. „Das war uns wichtig“, ergänzt Harzer. Steinau brauche keinen Seelsorger, „sondern jemanden, der Verwaltung kann“. Ehrenamtlich engagiert sich Jacob-da Rosa unter anderem als DRK-Rettungssanitäter und als Ausbilder in der Psychosozialen Notfallversorgung. Eine Weiterbildung in der Notfallseelsorge steht ebenfalls an.

Vorfreude auf Wahlkampf

Auf den anstehenden Wahlkampf freut sich der junge Mann: „Steinau liegt mir am Herzen.“ Den Bürgern will er sich in den kommenden Wochen genauer vorstellen und danach auch ein Wahlprogramm präsentieren.

Schon jetzt nennt er erste Eckpunkte: das Erzeugen eines Steinauer „Wir-Gefühls“, die stärkere Einbindung der Stadtteile über den Abbau des Investitionsstaus, die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und eine bessere interkommunale Zusammenarbeit.

Digitalisierung und Umweltschutz

Weitere Themen sind für ihn die Digitalisierung „und damit Vereinfachung von Verwaltungsprozessen“ sowie Umweltschutz, beispielsweise durch das Umrüsten des städtischen Fuhrparks auf E-Fahrzeuge.

„Ich halte nichts davon, jetzt große Versprechungen zu machen. Aber Steinau hat großes, ungenutztes Potenzial, gerade im Bereich Tourismus. Hier gilt es anzupacken“, so Jacob-da Rosa. Er wolle nur Dinge versprechen, die auch machbar seien.

Vier Kandidaten treten an – aber Frist läuft noch

Nach Ralph Braun (parteilos), Jens Knobeloch (parteilos) und Marcus Pauli (FDP) ist Timo Jacob-da Rosa der vierte Kandidat, der sich am 26. April zur Wahl stellen will. Die Frist zur Einreichung der Unterlagen läuft noch bis zum 17. Februar.

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