Kurdirektor Stefan Ziegler, Bürgermeister Dominik Brasch, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Sabine Jennert (Verband Spessart regional) und Katrin Hess vom Kreisamt für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum.
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Übergabe der Förderbescheide auf dem Wohnmobil-Stellplatz in Bad Soden: (von links) Kurdirektor Stefan Ziegler, Bürgermeister Dominik Brasch, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Sabine Jennert (Verband Spessart regional) und Katrin Hess vom Kreisamt für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum.

Mehr Platz für Wohnmobile

Spessartfährte „Stolzenberger Ritterblick“: Wo man künftig mit Rittern wandern kann

Einfach nur zu wandern finden Kinder oft langweilig. Die Spessartfährte „Stolzenberger Ritterblick“ in Bad Soden-Salmünster wird nun mit einem kindgerechten „Storytelling“-Ansatz aufgewertet. Außerdem wird der Wohnmobilstellplatz erweitert und modernisiert.

Bad Soden-Salmünster - Das mittelalterliche Leben der Ritter soll durch einen dreistufigen Ausbau des Wanderwegs anschaulich und hautnah erlebbar werden – historisch genau und mit spielerischen Elementen zum Mitmachen. Erzählt wird die Geschichte von Hanns und Irmi. Irmi ist die Tochter des Burgherrn und hat sich bei ihren Brüdern die Regeln des Rittertums abgeschaut. Hanns ist der Sohn des Bauern Kunz und weiß, was man zum Überleben in der Natur benötigt. Die Kinder begleiten Hanns und Irmi zu Abenteuern und versuchen sich dabei selbst in ritterlichen Kampfspielen und mittelalterlichen Handwerken. Am Ende wartet zur Belohnung der Ritterschlag auf der Ruine Stolzenberg in Bad Soden.

Mit sieben Kilometern Länge ist dieser Premiumweg die kürzeste Spessartfährte. Spessartfährten sind Rundwanderwege im Main-Kinzig-Kreis, die meist mit dem Deutschen Wandersiegel zertifiziert und besonders reizvoll sind.

Möglich wird die Aufwertung der Spessartfährte durch das Leader-Programm, einem Förderprogramm der Europäischen Union (EU) zur Entwicklung ländlicher Regionen. Im Main-Kinzig-Kreis kümmert sich der Verband Spessart regional um die Förderung geeigneter Projekte aus dem EU-Topf, der 2,1 Millionen Euro für den Zeitraum von 2014 bis 2020 ausweist. Spessart regional wirkt in 14 Mitgliedskommunen im östlichen Kreisgebiet. Mitglieder sind neben diesen Städten und Gemeinden auch der Landkreis sowie Vertreter von Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Natur, Kultur und Tourismus sowie weiteren Verbänden.

Bei der Übergabe des Förderbescheids in Bad Soden besprachen jüngst Vizelandrätin Susanne Simmler (SPD), Bürgermeister Dominik Brasch (parteilos), Kurdirektor Stefan Ziegler, Sabine Jennert von Spessart regional und Katrin Hess als Leiterin des Amts für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum die nächsten Schritte. Der erste Ausbauabschnitt soll bis Ende 2021 fertig sein. Von den geplanten Kosten in Höhe von 98.000 Euro deckt der Leader-Zuschuss knapp 58.000 Euro. Den Rest trägt die Stadt Bad Soden-Salmünster.

Auch der Wohnmobilstellplatz der Kurstadt erhält eine Leader-Förderung. Damit kann der Platz am Kurpark ausgebaut und verbessert werden. „Gerade im aktuellen Corona-Sommer boomt diese Art des Reisens, und der Platz in der Parkstraße 12a wird stark genutzt“, so Simmler. Den Stellplatz gibt es seit 15 Jahren. 2019 wurden 4880 Übernachtungen bei 2248 Anreisen gezählt. Aktuell können dort maximal 34 Wohnmobile stehen. Die Anmeldung erfolgt über die Spessart-Therme. Durch den Ausbau entstehen vier weitere Stellplätze. Der geschotterte Platz wird mit Ökopflaster und Asphalt befestigt und eine Entwässerung gelegt, damit die Reisemobile wetterunabhängig abgestellt werden können. Auch Stromversorgung und Platz-Licht werden neu eingerichtet.

Für den Stellplatz-Ausbau sind 280.000 Euro vorgesehen. Der Zuschuss beträgt 165.000 Euro, den Rest trägt der städtische Kurbetrieb. Die Arbeiten sollen bis Ende 2021 fertig sein. (hgs)

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