Foto: Fritz Christ

Streckenabschnitt 2020 nicht vorgesehen: Hessen Mobil zu Schäden auf Landesstraße 3180

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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SANNERZ - Eine Buckelpiste – so nennen manche Bürger die Landesstraße 3180 zwischen Sannerz und Sterbfritz. Vor allem der Abschnitt von der Ortsausfahrt Sannerz in Richtung Sterbfritz weist erhebliche Schäden auf. Auf Nachfrage unserer Zeitung äußert sich nun Hessen Mobil.

In einer Pressemitteilung schreibt Daniela Czirjak von Hessen Mobil: „Hessen Mobil erfasst in regelmäßigen Abständen den Fahrbahnzustand aller Landesstraßen in Hessen. Dabei werden mittels modernster Technik Informationen über den Fahrbahnzustand, insbesondere über Risse, Spurrinnen, sowie über die Griffigkeit der Straßenoberfläche, gesammelt. Mit den gesammelten Daten kann dann der erforderliche Erhaltungsbedarf gezielt ermittelt werden. Insofern ist uns der Fahrbahnzustand an der L 3180 zwischen Sannerz und Sterbfritz natürlich bekannt.“

Kein Ausnahmefall

Der teilweise dringend sanierungsbedürftige Zustand vieler hessischer Landesstraßen und Brückenbauwerke sei leider kein Ausnahmefall, erläutert Czirjak. Um darauf zu reagieren, habe das Land Hessen daher eine Sanierungsoffensive für die Jahre 2016 bis 2022 gestartet. Grund dafür sei, dass sich über ein Fünftel des 7300 Kilometer langen Landesstraßennetzes in einem sehr schlechten Zustand befindet. Diesem Problem habe sich die Landesregierung gestellt und folge dem Grundsatz: Sanierung vor Neubau.

385 Millionen Euro für 540 Einzelbaumaßnahmen

Weiter heißt es in der Pressenotiz: „Die Landesregierung hat die zur Verfügung stehenden Mittel gebündelt und will bis zum Jahr 2022 rund 385 Millionen Euro in rund 540 Einzelbaumaßnahmen hessenweit investieren. Dabei wird versucht, die zur Verfügung stehenden Gelder dorthin zu leiten, wo sie am dringendsten benötigt werden. Dafür ist eine Prioritätensetzung nach fachlichen, objektiven und transparenten Kriterien unverzichtbar.“ Der Abschnitt zwischen Sannerz und Sterbfritz steht jedoch nicht ganz oben auf der Liste. Wie Czirjak erläutert, habe sich der Sanierungsstau auf Hessens Straßen über Jahrzehnte aufgebaut. Da nicht alle Strecken gleichzeitig saniert werden können, wurden alle Streckenabschnitte, bei denen „aus fachlicher Sicht ein Handlungsbedarf festgestellt wurde“, in einem Verfahren bewertet, um die dringlichsten Vorhaben objektiv zu ermitteln. Dazu sei das gesamte Netz hinsichtlich der Verkehrssicherheit, der Verkehrsbedeutung der Strecken, der Verkehrsqualität und Umfeldsituation sowie des Straßenzustandes bewertet worden, sagt sie. Ein schlechter Straßenzustand allein führe demnach nicht automatisch zu einer hohen Dringlichkeit.

„Leider nicht“ im Bauprogramm 2020

Für dieses Jahr sei der genannte Streckenabschnitt daher „leider nicht“ als Vorhaben in das Bauprogramm 2020 aufgenommen worden, erklärt die Hessen-Mobil-Mitarbeiterin. Ungeachtet dessen werde der Streckenabschnitt aber weiterhin von der zuständigen Straßenmeisterei regelmäßig kontrolliert. „Sollten dabei punktuelle Schäden festgestellt werden, von denen eine mögliche Verkehrsgefährdung ausgehen könnte, werden diese, soweit möglich, provisorisch repariert oder aber entsprechend beschildert“, berichtet die Hessen-Mobil-Mitarbeiterin. / lq

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