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Streit bei Architektenwettbewerb für Kindergarten Steinau: Architektin meldet sich zu Wort

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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STEINAU - Streitigkeiten begleiten den Ausgang des Architektenwettbewerbs für den neuen Kindergarten in Steinau. Darüber berichteten die KN am Samstag, 7. Dezember, auf Seite 14 und am Sonntag, 8. Dezember, auf ihrer Internetseite. Architektin Elisabeth Schade meldet sich nun zu Wort.

Hintergrund ist ein möglicher Vergabefehler bei der Vergabe des Planungsauftrags nach Abschluss des Architektenwettbewerbs für den geplanten Neubau der Kindertagesstätte Märchenwald (die KN berichteten mehrfach). Die Stadtverordneten hatten sich auf der Grundlage einer Beschlussvorlage der Verwaltung für das Angebot des Zweitplatzierten entschieden.

In diesem Artikel hieß es, Bürgermeister Malte Jörg Uffeln (parteiunabhängig) „berichtete abermals, dass laut Aussage des Architekturbüros PlanES Gießen der Folgeauftrag auch an den Zweitplatzierten des Architektenwettbewerbs habe vergeben werden könne“.

Im selben Artikel wurden die Stadtverordneten Ewald Matheis (UBL), Frank Amend (BGM) und Sonja Senzel (SPD) mit der indirekten Aussage zitiert, „im Fall eines Fehlers der Architektin Elisabeth Schade müsse deren Haftpflichtversicherung für den der Stadt entstehenden Schaden aufkommen“.

Wie die Architektin Elisabeth Schade in einer Stellungnahme mitteilt, sind „diese Behauptungen unzutreffend“. Richtig sei vielmehr: Die Architektin Schade habe die Verantwortlichen der Stadt Steinau vor Bekanntgabe der Preisträger mehrfach darauf hingewiesen, „dass der Folgeauftrag auch an den Zweitplatzierten des Architektenwettbewerbs vergeben werden kann, wenn“ – so der entscheidende Zusatz – „im Anschluss an den Wettbewerb ein Vergabeverfahren erfolgt, zu dem die drei bestplatzierten Wettbewerbsteilnehmer, das heißt, die Preisträger, eingeladen werden“.

Architektin Elisabeth Schade betont, das Wettbewerbsverfahren sei vonseiten des Planungsbüros PlanES gemäß den Richtlinien für Architektenwettbewerbe (RPW 2013) korrekt betreut worden. „Der Auftrag an das Planungsbüro PlanES umfasste lediglich die Begleitung und Durchführung des Wettbewerbs und war dementsprechend mit Abschluss des Preisgerichts sowie dem Versand des Protokolls beendet”, so Elisabeth Schade. / ag

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