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Susanne Simmler will auch als Vizelandrätin Zeit für Familie

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Main-Kinzig - Für Susanne Simmler beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt, denn morgen ist ihr erster Arbeitstag als Vizelandrätin. Diesen Posten hatte bisher Dr. André Kavai inne (beide SPD).

Als Susanne Simmler letztmals in ihr bisheriges Büro kommt, sind sie alle da. Alle, die am Projekt Breitband mitarbeiten und mitgearbeitet haben. Simmler ist nicht nur überrascht, sondern auch gerührt. Für die 36-Jährige, die seit 2012 Geschäftsführerin der kreiseigenen Breitband GmbH gewesen ist, beginnt morgen die Amtszeit als Vizelandrätin. "In der Rolle angekommen", sagt die Hanauerin, "bin ich noch nicht wirklich. Das wird erst langsam kommen." Anfang Dezember haben die Mitglieder des Kreistags sie zur Nachfolgerin von André Kavai gewählt. Simmler wiederum hat in der Breitband GmbH "aufgeräumt", den Jahresabschluss fertiggestellt, den letzten Newsletter geschrieben und Platz für Sibylle Hergert gemacht, die bisher im Beteiligungsmanagement arbeitete. Neben all den organisatorischen Kleinigkeiten galt es auch, ein neues Team zu bilden. Lennart Meyer, sieben Jahre in der Pressestelle des Kreisausschusses, wechselt als Referent zur neuen Ersten Kreisbeigeordneten. Zwei Assistentinnen ergänzen das Team. Susanne Simmler freut sich auf ihren ersten Arbeitstag. Ihr Chef, Landrat Erich Pipa (SPD), wird morgen über die Verteilung der Dezernate informieren. Auch wenn die Hanauerin die genaue Struktur noch nicht verraten will, sollen Soziales und Wirtschaft ihre Kernthemen werden. Ein bisschen versteht sie sich als Bindeglied zwischen beidem. In den kommenden Wochen jagt ein Termin den nächsten. Natürlich gilt es auch, sich bekannt zu machen. Daneben gibt es reichlich Pflichtprogramm: Bürgermeisterkreisversammlung, Kreistag, Ausschüsse, Gremienarbeit, Fraktionssitzungen und Termine im Landtag. Auch einige Wochenenden werden dabei "draufgehen". Fest steht für Simmler allerdings, dass sie echt bleiben will: "Ich bin keine Terminmaschine. Ich werde nicht eine halbe Stunde hier und eine halbe Stunde da sein, nur um auf möglichst vielen Bildern zu erscheinen." Im Leben der gewählten Vizelandrätin gibt es mehr als nur Politik und Verwaltung, es gibt auch Familie. Simmlers Mann Steffen ist bis Oktober in Elternzeit, kümmert sich um den dreijährigen Leo und den acht Monate alten Johannes. Simmler will ihre Familie aus beruflichen Gründen nicht vernachlässigen. Zweimal pro Woche will sie zum Abendessen daheim sein, am Wochenende mindestens einen halben Tag mit der Familie verbringen – eine Aussage, die es unter früheren Landräten wohl so nicht gegeben hätte. Für ihren ersten Tag als "Vize" will sie mit ihrem Leo Muffins backen.

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