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Tabbert AG mit Standort in Mottgers steigert Umsatz auf 863 Millionen Euro

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Seitenwand eines Caravan.
Auch im Tabbert-Werk in Mottgers gibt es viel zu tun. Das Foto zeigt die Seitenwand eines Caravan. © Alexander Gies

Die Knaus Tabbert AG hat auf Basis vorläufiger Zahlen im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 863 Millionen Euro erzielt – und damit 86 Millionen mehr als im Vorjahr. Das entspricht einer Steigerung um satte 8,6 Prozent.

Mottgers - Damit wurde die im November aktualisierte Umsatzprognose sogar nochmals um 13 Millionen Euro übertroffen. Bei den Absatzzahlen macht sich die zeitweilige Verschiebung der Produktionskapazitäten von Wohnmobilen hin zu den weniger umsatzstarken Wohnwagen bemerkbar. Ursache hierfür war vor allem der generelle Lieferengpass bei motorisierten Fahrgestellen, wie das Unternehmen mit einem Standort in Mottgers im Main-Kinzig-Kreis mitteilt.

„Das deutliche Wachstum von Umsatz und Absatz unterstreicht die Attraktivität unserer Marken für Händler und Kunden. Die hohe Nachfrage nach Freizeitfahrzeugen ist ungebrochen, was sich auch in unserem Auftragsbestand von 1,3 Milliarden Euro per Ende Dezember 2021 widerspiegelt“, kommentiert Geschäftsführer Wolfgang Speck.

Tabbert AG mit Standort im Main-Kinzig-Kreis steigert Umsatz auf 863 Millionen Euro

Herausforderungen entlang der Lieferkette hätten dem Unternehmen, den Zulieferern und auch den Kunden viel abverlangt. „Im Verlauf des vierten Quartals 2021 konnten wir die Lieferrückstände an unfertigen Fahrzeugen sukzessive abbauen“, freut sich Speck. Im Detail stieg der Umsatz im Luxus-Segment um 13,7 Prozent von 107 auf nunmehr 122 Millionen Euro. 501 Fahrzeuge wurden neu erstellt, nach 452 im Vorjahr. Ein Plus von 10,8 Prozent.

Im Premium-Segment nahm der Umsatz um 7,8 Prozent von 687 auf 741 Millionen Euro zu. Der Absatz erhöhte sich dabei sogar um 11,3 Prozent von 23.897 Wohnmobilen, Wohnwagen und Kastenwagen auf 26.588 Einheiten. In diesen Zahlen spiegelt sich die zeitweise Verschiebung der Produktion von Wohnmobilen zu Wohnwagen wider, die weniger von Lieferengpässen betroffen waren, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. (Lesen Sie auch: Camperziel mit Potenzial: Osthessen wird immer beliebter - aber gibt es genug Stellplätze?)

„In vielen Branchen war 2021 gekennzeichnet von angespannten Lieferketten. Unsere standortübergreifende flexible Produktionsplanung erlaubte es uns, auf die kurzfristige Nichtverfügbarkeit von diversen Materialien schnell zu reagieren und andere Aufträge vorzuziehen“, erläutert Speck. „Damit konnten wir die Auswirkung für unser Geschäft insgesamt deutlich verringern und eine Optimierung entlang der Wertschöpfungskette erreichen“, berichtet der Tabbert-Geschäftsführer. (tim)

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