Archivfoto: Tobias Koch

Tauber: Art des Umgangs schadet der CDU

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Main-Kinzig-Kreis - Der hiesige Bundestagsabgeordnete und ehemalige CDU-Kreisvorsitzende Dr. Peter Tauber (Gelnhausen) hat sich auf Anfrage unserer Zeitung am Wochenende zur aktuellen Situation in der CDU Main-Kinzig geäußert.

Wie berichtet, muss sich seine Parlamentskollegin und amtierende Kreisvorsitzende Dr. Katja Leikert (Bruchköbel) am 20. März einer Kampfkandidatur stellen, die Gelnhausens CDU-Stadtverbandschef Christian Litzinger angekündigt hat.

Peter Tauber führt dazu aus: „Da ich kein Amt in der CDU bekleide, werde ich über die Wahl des Kreisvorstands mit den Parteifreunden direkt reden und nicht über die Zeitung kommunizieren. Zwei Dinge sind mir aber wichtig: Die Art des Umgangs und die maßlose öffentliche Kritik schaden nicht nur Personen, sondern der ganzen Partei. Solange nicht wieder ein Mindestmaß an Disziplin und Geschlossenheit Einzug hält, wird die CDU vor Ort keine Wahlen gewinnen können.“

Falsche Behauptungen

Außerdem würden in der Debatte falsche Behauptungen aufgestellt. Die Verantwortung für die Niederlagen bei jüngsten Bürgermeisterwahlen „tragen doch vor allem Kandidaten und Stadtverbände“, nicht aber die Kreispartei, so Tauber. Und: „Ich kann mich nicht dran erinnern, dass einer der Stadtverbände beim Kreisvorstand angeklopft hätte, um bei der Kandidatenfindung unterstützt zu werden.“

Er habe vor Jahren selbst in Wächtersbach eine Direktwahl verloren, ihm wäre jedoch „nie in den Sinn gekommen, die Schuld für die Niederlage vor allem bei anderen zu suchen“. Das sei auch gar nicht nötig, denn „es ist keine Schande, eine Wahl zu verlieren“, unterstreicht Tauber. Die Partei müsse Zusammenhalt üben – und dies in Sieg und Niederlage. / hgs

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