In diesem Haus „Im Hopfengarten“ hat sich die schreckliche Bluttat ereignet. / Fotos: Tim Bachmann

Tötungsdelikt in Salmünster: 38-Jährige stirbt an Messerstichen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Bad Soden-Salmünster - Ein 42-jähriger Mann hat offenbar am frühen Dienstagmorgen in Salmünster seine 38-jährige Ehefrau erstochen. Ein Polizeihubschrauber drehte über Bad Soden-Salmünster etliche Runden, um nach dem anfangs flüchtigen Tatverdächtigen zu suchen. Dieser stellte sich etwa anderthalb Stunden später bei der Bundespolizei in Aschaffenburg.

Die Hintergründe der tödlichen Auseinandersetzung waren zunächst noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Hanau gab gestern Nachmittag einen ersten Überblick über die bisherigen Erkenntnisse der Kriminalpolizei. Auf Anfrage sagte Oberstaatsanwalt Dominik Mies, dass der Tatverdächtige von Aschaffenburg in den Polizeigewahrsam nach Gelnhausen überstellt worden sei und voraussichtlich heute dem Haftrichter vorgeführt wird.

Mindestens zwei Stichverletzungen

Zum Tatgeschehen an sich habe sich der 42-jährige Beschuldigte am Dienstag nicht geäußert, ebenso nicht zum Anlass des Streits in der Wohnung. Laut Dominik Mies gibt es aufgrund der Ermittlungen vor Ort aber Anhaltspunkte dafür, dass sich die 38-Jährige von ihrem Ehemann womöglich habe trennen wollen, dieser aber nicht bereit gewesen sei, dies zu akzeptieren.

Als Tatwaffe ist laut dem Oberstaatsanwalt ein Küchenmesser mit einer etwa 20 Zentimeter langen Klinge benutzt worden. Die Frau habe bei dem tödlichen Angriff mindestens zwei Stichverletzungen erlitten.

Vor drei Jahren nach Salmünster gezogen

Die beiden Kinder des Ehepaars, ein Junge und ein Mädchen, waren bislang Schüler der Henry-Harnischfeger-Schule in Salmünster. Ihre Mutter arbeitete als Reinigungskraft bei einer Dienstleistungsfirma, die auch in der Spessart-Therme Bad Soden unter Vertrag ist. Die Familie war dem Vernehmen nach vor etwa drei Jahren aus dem Raum Offenbach nach Salmünster umgezogen.

Bad Soden-Salmünsters Bürgermeister Dominik Brasch (parteilos) erklärte zu dem Geschehen auf Anfrage: „Wir sind alle schockiert, sprachlos und in tiefer Trauer um die getötete Frau. Eine solche Tat ist nicht nachzuvollziehen. Der Täter hat nicht nur das Leben seiner Frau ausgelöscht, sondern den gemeinsamen Kindern die Mutter genommen und auch deren Leben ein Stück weit zerstört. Ich wünsche allen voran den Kindern viel Kraft in dieser schweren Stunde und hoffe, sie bekommen alle Hilfe, die sie benötigen.“ / hgs, tim

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