Auch wenn das WC am Untertor als Containeranlage geplant ist, soll die Außenfassade attraktiv sein.
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Auch wenn das WC am Untertor als Containeranlage geplant ist, soll die Außenfassade attraktiv sein.

50.000-Euro-Vorhaben

Toilettenanlage am Untertor in Schlüchtern bis zum Kalten-Markt-Termin fertig

  • Alexander Gies
    vonAlexander Gies
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Wenn, ja wenn es dieses Jahr einen Kalten Markt geben würde, dann würde bis dahin die geplante Toilettenanlage am Untertor in Schlüchtern stehen.

Aber selbst wenn der beliebte Markt diesmal ausfällt, so soll die Anlage trotzdem bis Anfang November fertig gestellt sein. Das kündigte Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses an .Dessen Mitglieder stimmten geschlossen der vorgesehen Finanzierung für das Vorhaben zu, dessen Volumen auf 50.000 Euro beziffert wird.

Diese Summe umfasst die Containeranlage, die Kanal- und Wasseranschlusskosten sowie den Aufbau. Ursprünglich sollte wieder ein massives Gebäude am Untertor neben der Bäckerei-Filiale errichtet werden. Die Stadtverwaltung entwickelte dann aber die Idee einer mobilen Containeranlage, die gegebenenfalls woanders platziert werden kann, falls die Planungen für den benachbarten Feuerwehrstützpunkt dies erforderlich machen sollten.

Schöner Nebeneffekt: Statt der eingeplanten 200.000 Euro sollen für die mobile Variante nun 50.000 Euro reichen. Der bislang fehlende Betrag – rund 30.000 Euro – wird aus der Haushaltsstelle für investive Maßnahmen in das Dorfgemeinschaftshaus Elm genommen, der wegen der coronabedingten Verzögerung des Ikek-Prozesses in diesem Jahr nicht benötigt werden.

Die Zukunft des Hortangebots für Grundschüler durch CJD Schloss Hausen in Schlüchtern ist wohl vorerst gesichert: Mehrheitlich empfahl der Ausschuss den ausgearbeiteten Vertrag abzuschließen. Damit ist eine Betreuung für Grundschulkinder zunächst für die nächsten zwei Jahre gesichert.

Der neu ausgearbeitete Vertrag, der sich an übliche Berechnungsmethoden orientiert, führt zu jährliche Kosten in Höhe von 205.000 Euro. Das sind rund 65.000 Euro mehr als bislang. Ziel der Neuordnung war es, nicht mehr pauschal für die Kinderbetreuung zu zahlen, sondern entsprechend der betreuten Kinder.

Rolf Moritz, der für die CDU in der Stadtverordnetenversammlung sitzt, begründete seine Ablehnung des Vertrags damit, dass es sich um eine freiwillige und keine Pflichtaufgabe der Stadt handele, die eigentlich vom Schulträger erbracht werden müsse. Norbert Wuthenow (BBB) wandte ein, der Hort stelle ein Angebot für Eltern dar, für die eine Betreuung an der Grundschule nicht ausreichend und flexibel genug sei.

Helmut Meister (SPD) stimmte zu, dass dies Aufgabe des Schulträger sei, aber so lange, bis dieser diese Aufgabe 2025 selbst übernehme, wolle man es den Eltern ermöglichen, „Familie und Beruf zu vereinbaren“. (ag)

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