Foto: Kreispressestelle

Verscharrte Rinder in Hutten: Die Polizei hat einen Tatverdächtigen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hutten - Ein Spaziergänger hatte im April 2019 auf der ehemaligen Mülldeponie in Hutten ein unter einem Erdhügel verscharrtes Rind entdeckt. Es sollte nicht bei einem bleiben. Auf dem Gelände lagen 27 tote Rinder. Seither wird ermittelt, wer dafür verantwortlich ist. „Es gibt einen Tatverdächtigen“, verkündet nun Polizei-Pressesprecher Michael Malkmus.

Fakt ist, dass gegen den Landwirt ein tierseuchenrechtliches Halteverbot durchgesetzt wurde. Der Halter habe sich seit Jahren rechtswidrig verhalten, hieß es hierzu vonseiten der Kreisverwaltung. Seine 101 Tiere wurden anderweitig untergebracht oder zum Teil „direkt der Verwertung zugeführt“ – also geschlachtet. Was wiederum eine Zuordnung aufgrund der DNA-Analysen schwierig machen dürfte.

Auch menschlicher Schädel entdeckt

Aufgrund massiver tierschutzrechtlicher Verstöße wurde gegen den ehemaligen Tierhalter zusätzlich zu dem bereits bestehenden seuchenrechtlichen Halteverbot ein tierschutzrechtliches Halte- und Betreuungsverbot verfügt.

Auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie wurde einige Wochen später ein menschlicher Schädel entdeckt. Diese Ermittlungen waren rasch abgeschlossen: Es handelte sich nicht um ein Verbrechen, vielmehr war der Schädel wohl mit Friedhofs-Aushub auf der Deponie entsorgt worden.

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