Fotos: Alexander Gies

VR-Bank eröffnet Beratungszentrum „Unter den Linden“ nach Renovierung

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlüchtern - Service-Insel statt Empfang, Netzwerk-Lounge statt Konferenzraum, Marktplatz statt Schalterhalle: Das neue Beratungszentrum der VR-Bank Fulda in Schlüchtern (Unter den Linden) will anders sein als andere Geldhäuser – und könnte damit Vorreiter in Deutschland werden.

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Gies

Im Beisein von mehr als 80 geladenen Gästen wurde die Bank gestern Abend nach elf Monaten Bauzeit und zuvor 18 Monaten Planungszeit eröffnet. Rund drei Millionen Euro investierte das 2018 zur VR-Bank Fulda fusionierte Geldhaus. Die Arbeiten verliefen unfallfrei, der Kostenrahmen wurde eingehalten, ebenso die Bauzeit. Für die Kunden öffnen sich die Türen am Montag, 9. März. Dann erwarten sie dort etwa 30 Mitarbeiter.

„Prototyp“ einer neuen genossenschaftlichen Bank

Martin Burkardt, Architekt vom Büro für Gestaltung Baden-Baden, sprach gar von einem „Prototyp“ einer neuen genossenschaftlichen Bank, in dem zwei Jahre Entwicklungszeit steckten. Unter dem Leitmotiv „Regionale Zukunft. Ein Netzwerk für neue Ideen“ will das Beratungszentrum regionale Akteure mit gleichen oder ähnlichen Interessen zusammenbringen – zu Workshops, um neue Ideen zu kreieren, oder auch zu eigenen Veranstaltungen.

„Kurz gesagt: Das Beratungszentrum soll auch Begegnungsort zwecks Austausch und Diskussion und Problemlösungserarbeitung sein“, verdeutlichte Vorstand Thomas Sälzer in seiner Begrüßung und fügte hinzu: „Damit wollen wir Nutzen stiften und eine Relevanz erzeugen. Und bestenfalls auch noch Geld damit verdienen.“

„Aufmerksamkeit, Emotionen und Strahlkraft“

Den neuen Eingangsbereich flankieren zwei große Bildschirme, über die Filmkreationen mit Themen aus der Region flimmern: Landschaften oder Sequenzen aus der regionalen Wirtschaft. „Die Wirkung soll Aufmerksamkeit, Emotionen und Strahlkraft erzeugen“, so Architekt Burkhardt. Dahinter eröffnet sich der SB-Bereich mit Automaten, bevor der Kunde zur Service-Insel kommt, wo ihn Mitarbeiter empfangen, Anfragen erledigen oder den Kontakt mit einem Kundenberater herstellen.

Platz für bis zu 120 Personen

Daran schließt sich der mit moderner Technik ausgestattete Multifunktionsraum an, der bis zu 120 Personen Platz bietet, aber auch in kleinere Einheiten aufgeteilt werden kann. Die sogenannte VR-Bar mit einer kleinen Küche rundet diesen Bereich ab. Die Kundenberater sitzen im zweiten Stock und finden sich je nach Kundenanforderung in unterschiedlich großen Büros zusammen.

Vorstand Sälzer sagte, die neue Bank solle die Strategie der Zukunft verkörpern: „Partner der Region – Attraktivster Arbeitgeber – Wirtschaftliche Stärke“. Die Bauausführung bezeichnete er als „nicht überzogen, sondern angemessen“. Er würdigte die vielen am Bau Beteiligten, besonders seinen Vorstandskollegen Frank Mackenroth, der „einen richtig guten Job gemacht hat“.

„Ich bin beeindruckt“

„Ich bin beeindruckt“, gestand Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) und sprach der Bank ein Riesenkompliment aus. Er sei „stolz und dankbar“, wie sich das Schlüchterner und Fuldaer Geldhaus auch angesichts der Konkurrenz von Fintech-Unternehmen oder dem grassierenden „Filialsterben“ in der deutschen Bankenlandschaft überzeugend auf den Weg in die Zukunft mache.

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