Die alten Hallen der Wächtersbacher Brauerei sind abgerissen.
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Die früheren Hallen der Wächtersbacher Brauerei sind nur noch ein großer Schutthaufen. Dahinter ist das Gebäude zu sehen, in dem sich derzeit die Gemeinschaftspraxis befindet.

Neugestaltung schreitet voran

Auf dem Brauerreigelände in Wächtersbach entsteht das Altstadtparkhaus

Nach der Sanierung des Schlosses in Wächtersbach und dem Umzug der Verwaltung ins neue Rathaus geht es auf dem ehemaligen Brauereigelände im direkten Umfeld des Schlosses in rasanten Schritten weiter. Die meisten Gebäude sind abgerissen. Dort sollen nun das Altstadtparkhaus und Wohnungen entstehen.

Wächtersbach - Wer von Wittgenborn nach Wächtersbach fährt, blickt derzeit links auf einen riesigen Schutthaufen. Der Bauschutt war einmal ein Teil der früheren Brauerei. Dort wurden in den vergangenen Wochen mehrere Hallen und der frühere Kuhstall abgerissen.

Wie Bürgermeister Andreas Weiher auf Anfrage erläuterte, sei das Gestaltungsverfahren bereits in vollem Gange. Um eine maximale Förderung zu erhalten, wird die Industriebrache, wie leer stehende und ungenutzte frühere Werkshallen bezeichnet werden, abgerissen, und die Flächen werden entsiegelt. Wobei der frühere Kuhstall, der das Bild der Stadt mitprägte, zumindest optisch erhalten werden soll.

Neues Parkhaus soll optisch an das frühere Gebäude angelehnt sein

Dieser Querriegel im Bereich der Brauerei soll erhalten bleiben, denn mit fast identischem Grundriss und zu erhaltenden Giebeln entsteht dort das Altstadtparkhaus. Dahinter sollen Wohngebäude entstehen.

Dieses Konzept wurde in den Wintermonaten im Arbeitskreis mit Bürgerbeteiligung beraten und auf den Weg gebracht. Es wird in den städtischen Gremien beraten, sobald dies die Coronakrise zulässt. Durch den Abriss entsteht zeitweise Parkraum vor der früheren Halle .

Als nächster Schritt wird das Parkhaus gebaut. Der Bauantrag sei in Arbeit und werde in Kürze gestellt. Das Grundkonzept des Querriegels durch den früheren Kuhstall soll erhalten bleiben. Ebenso sind optisch Anleihen an das frühere Gebäude angedacht. Daher wurden die Originalgiebel sorgfältig abgetragen und eingelagert. Sie sollen Bestandteil des neuen Gebäudes werden, damit die Wittgenborner Straße ihr historisch gewachsenes Aussehen behält.

32 Wohnungen sollen auf dem Areal entstehen

Glücklich ist Weiher über die Fördermöglichkeiten, denn damit sei bereits das halbe Parkhaus bezahlt. Etwa 20 der knapp über 100 Stellplätze sollen mit verschiebbaren Ladesäulen für Elektrofahrzeuge versehen werden. Auch an ein Solardach zur Stromerzeugung wurde gedacht.

Wenn das Parkhaus fertiggestellt ist, geht es mit der Erschließung der Wohnbebauung weiter. Das Areal biete Platz für etwa 32 Wohnungen, allerdings sei deren Ausgestaltung noch völlig offen. Es stehe ein Entwicklungsprozess bevor, der bis zum Herbst dauern werde. Die Häuser von einem Generalunternehmen erstellen und vermarkten zu lassen, habe den Vorteil einer einheitlichen Bebauung und besseren Ausnutzung des Geländes. Das ist aber noch nicht entschieden.

Letzter Schritt in der mittelfristigen Planung ist die Nutzung jenes früheren Brauereigebäudes, in dem sich derzeit die Arztpraxis am Schloss befindet. Weiher versprach, dass die gut frequentierte Gemeinschaftspraxis in jedem Fall erhalten bleibe, allerdings sei angedacht, bessere Räume zu schaffen, um das derzeitige Gebäude ebenfalls abzureißen.

erd

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