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Weihnachts-Määährchen: DRK-Mitarbeiter retten neugeborenem Lamm das Leben

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Main-Kinzig - Für Frank Mohler und Christoph Krause ist es eine ganz normale Fahrt im Rettungswagen. Am frühen Sonntagmorgen sind Notfallsanitäter Mohler und Rettungsassistent Krause auf dem Rückweg von einem Einsatz in Maintal – und werden dabei zu echten Schutzengeln für ein frisch geborenes Lamm.

Von David Noll

Gegen 2 Uhr in der Früh sind die beiden Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienstes Main-Kinzig auf einer Landesstraße zwischen Niederdorfelden und Maintal unterwegs. Während der Fahrt entdecken sie plötzlich etwas auf einer Wiese: „Ich habe nur etwas Weißes an einem Zaun gesehen. Es sah so aus, als sei es mit dem Zaun verwachsen, aber es sah nicht natürlich aus.“

Mohler und Krause steigen aus ihrem Rettungswagen aus, um nachzusehen. In der Wiese finden sie ein kleines Lamm, völlig erschöpft hat das Tier seinen Kopf auf eine Strebe des Zauns gelegt: „Das Lamm war deutlich unterkühlt, fast so als sei es direkt aus einer Tiefkühltruhe gekommen“, sagt Krause.

Weil sich an dem Tier Blut befindet, gehen die beiden DRK-Mitarbeiter zunächst davon aus, dass das Lamm verletzt sei. Schnell wird aber klar: Das Tier ist erst vor wenigen Stunden geboren worden.

„Das Fell war noch total schleimig, offensichtlich war es gerade erst zur Welt gekommen“, erzählt Krause. Die DRK-Kollegen nehmen das Lamm sofort mit in den Rettungswagen, rubbeln es trocken, hüllen es in Decken und retten dem Jungtier damit das Leben: „Vermutlich hätte das Lamm die Nacht nicht überlebt. Als wir es hochgehoben haben, gab es keinerlei Lebenszeichen von sich, hat sich nicht gewehrt“, schildert Krause den schlimmen Zustand des Tieres.

Aber das Lamm überlebt – dank Krause und Mohler. Im Rettungswagen erholt es sich, die Rettungsdienstler können quasi minütlich dabei zusehen, wie es dem Tier immer besser geht: „Das war schon einzigartig zu erleben, wie das Leben zurückgekehrt ist. Wir hatten sogar noch überlegt, ob wir eine wärmende Infusion anlegen sollen. Aber dann waren wir uns nicht sicher, wo wir überhaupt hätten reinpieksen müssen. Zum Glück ging es dem Tier dann ja auch besser. Das war definitiv ein richtig gutes Gefühl“, erzählt Krause.

Und wie es sich für die Vorweihnachtszeit gehört, erfährt die Geschichte ein echtes „Happy End“. Das Lamm überlebt nicht nur die Nacht, mithilfe der Polizei wird auch der Besitzer der Schafherde ausfindig gemacht.

Offensichtlich hatte das Jungtier nach der Geburt Probleme, sich im Dunklen zu orientieren, verlor dadurch seine Mutter, zu der das Lamm dann aber nach all der Aufregung wieder zurückkehren konnte – dank seiner beiden Schutzengel vom DRK.

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