Maik Basermann möchte seinen Weihnachtsbaumverkauf nachhaltiger gestalten. Dafür verzichtet er auf Styroporbecher und hat abbaubare Netze angeschafft. / Foto: Tim Bachmann

Weihnachtsbaumverkäufer Maik Basermann achtet auf Nachhaltigkeit

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlüchtern - „Auch Kleinstbetriebe wie meiner können etwas für den Klimaschutz tun“, weiß Maik Basermann. Er achtet beim Weihnachtsbaumverkauf auf Nachhaltigkeit. Während eines Besuchs an seinem Stand am Distelrasen verrät er, wie er der Umwelt Gutes tun will. Und er hofft auf Nachahmer, die nicht nur Gewinnmaximierung im Sinn haben.

Von unserem Redaktionsmitglied Tim Bachmann

Wer des Abends am Distelrasen in Richtung Wallroth fährt, der sieht die Verkaufsfläche von Maik Basermann mit den zahlreichen Christbäumen schon von Weitem. Grund ist die adventliche Beleuchtung. Und schon da fängt das Nachhaltigkeitsdenken des Kleinunternehmers an: „Alles LEDs“, erklärt Basermann.

Biologisch abbaubare Netze

Der Wallrother hat seinen Betrieb umgestellt. Das fängt bei den LEDs an und endet mit 1500 Metern biologisch abbaubarer Weihnachtsbaum-Netze. „Die sind zwar dreimal so teuer wie die herkömmlichen Netze, aber dafür können sie in die Biotonne geworfen werden und verrotten einfach“, bericht der Geschäftsmann.

Die Firma, die diese besonderen Netze vertreibt, wirbt damit, dass der Umweltschutz nur einen Euro mehr kostet. Den „Euro mehr“ will Basermann allerdings nicht auf seine Kunden abwälzen. Die Kosten trägt er selbst: „Ich habe fünf Säcke à 300 Meter gekauft. Damit kann ich auf Wunsch etwa 400 Bäume einpacken“, erklärt er. Das entspricht etwa der Hälfte der jährlich von ihm verkauften Weihnachtsbäume.

Bäume aus der Region

Und auch diesbezüglich hat er sich auf die Seite der Natur geschlagen: „Ich bekomme den größten Teil meiner Bäume aus der Region. Viele davon sind aus ökologischem Anbau.“ Allerdings lassen sich Betriebe dies aufgrund der Kosten für die Zertifizierung nicht immer bestätigen.

„Zeit der Müllberge ist vorbei“

Ein weiterer Punkt ärgerte Basermann schon seit Längerem: Müll an Weihnachtsmärkten. Statt wie so oft in der Vergangenheit auf Styroporbecher zu setzen, hat sich der Wallrother nun für den Weihnachtsmarkt in Steinau für Glühwein-Becher aus Glas entschieden. Und eine Spülmaschine übernahm die Reinigungsarbeit. „Die Zeit der riesigen Müllberge ist vorbei. So macht das Spaß“, freut sich Basermann und lächelt zufrieden.

„Wenn alle mitmachen, kann man was bewegen“

Der Wallrother hofft, dass sich andere Kleinunternehmer auch für den Klimaschutz einsetzen. „Wenn alle mitmachen, kann man was bewegen“, ist er sich sicher.

Seinen Verkaufsstand am Distelrasen hat Basermann in diesem Jahr übrigens bereits zum 22. Mal geöffnet.

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