Dichtes Gedränge, Bude an Bude, das macht den Markt auf dem Burgareal in Schwarzenfels eigentlich aus.
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Dichtes Gedränge, Bude an Bude, das macht den Markt auf dem Burgareal eigentlich aus.

Thomas Fuß äußert sich

Wird es einen Weihnachtsmarkt in Schwarzenfels geben? -Planen mit „angezogener Handbremse“

  • Lena Quandt
    vonLena Quandt
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Kann der Weihnachtsmarkt im Sinntaler Ortsteil Schwarzenfels trotz Corona-Pandemie stattfinden? Ja, nein oder doch vielleicht? Auf diese Frage gibt es noch keine eindeutige Antwort. Wir haben bei den Verantwortlichen nachgefragt, wie der aktuelle Stand der Dinge ist.

Schwarzenfels - Vor genau einem Jahr berichtete unsere Zeitung an dieser Stelle über die Planungen zum runden Geburtstag des Schwarzenfelser Weihnachtsmarktes. Drei Jahrzehnte machte die beliebte Veranstaltung 2019 voll. Aufgrund der Corona-Pandemie ist nun unklar, wie es mit der 31. Auflage steht.

Hessens Landesregierung will Weihnachtsmärkte jedenfalls auch während der Krise ermöglichen. „Ja, es soll Weihnachtsmärkte geben“, sagte etwa Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am vergangenen Donnerstag in Wiesbaden. Rechtlich sollten die Märkte wie andere Märkte auch behandelt werden, es müssten aber gewisse Regeln eingehalten werden, heißt es weiter. So sei zum Beispiel zwischen Essensständen und anderen Ständen zu trennen. Einzelne Kinderkarussells dürften fahren. Eine sogenannte Einbahnstraßenregelung für Besucher sei im Gespräch.

Standvergabe für den Weihnachtsmarkt in Schwarzenfels soll ausgeschrieben werden

„Wir hatten vor circa drei Wochen eine Sitzung in der wir beschlossen haben, die Standvergabe für den diesjährigen Weihnachtsmarkt auf jeden Fall auszuschreiben und die zwingend notwendigen Vorbereitungen auf jeden Fall zu treffen“, schreibt Thomas Fuß, Vorsitzender der Aktivgemeinschaft Schwarzenfels, Ende Juli in einer Pressemitteilung. Seine Aussage stimmt noch immer.

„Wir haben natürlich auf die aktuelle Situation hingewiesen und haben uns entsprechend vorbehalten, den Markt auch kurzfristig, gegebenenfalls Anfang November, noch abzusagen, sofern wir die zu diesem Zeitpunkt gültigen coronabedingten Regelungen und Verordnungen sowie ein hierfür notwendiges Abstands- und Hygienekonzept nicht sicher einhalten können“, gibt der Vorsitzende zu bedenken. „Wer will sich diesen Schuh anziehen, wenn er nicht zweifellos garantieren kann, für die Sicherheit aller Beteiligten und Gäste zu sorgen? Wir gehen kein Risiko ein“, sagt er am Montag im Telefongespräch mit unserer Zeitung.

Aktivgemeinschaft Schwarzenfels trage besondere Verantwortung gegenüber den Ausstellern

Fuß ist sich bewusst, was eine Entscheidung für die Ausrichtung des Marktes bedeutet. „Wir organisieren den Weihnachtsmarkt in Schwarzenfels komplett ehrenamtlich durch die Aktivgemeinschaft Schwarzenfels, die als Heimatverein aber gleichzeitig auch als Vereinsgemeinschaft zu verstehen ist. Als Vorsitzender dieses Vereins trage ich mit meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen eine besondere Verantwortung gegenüber unseren Ausstellern, unseren Vereinsmitgliedern, unseren Helferinnen und Helfern und natürlich ganz besonders gegenüber unseren Besuchern“, steht in der Pressenotiz. Insbesondere das Thema Haftung sei hierbei für die Weihnachtsmarkt-Organisatoren „ganz entscheidend“.

Findet der Weihnachtsmarkt auf der Burg in Schwarzenfels statt? Definitive Entscheidung Ende Oktober

Eine definitive Entscheidung falle erste Ende Oktober. Der Grund: Bund und Länder hätten festgelegt, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregelungen nicht möglich sind, mindestens bis Ende Oktober nicht stattfinden dürften. „Daher werden wir uns die Regularien nach dem 31.Oktober sehr genau ansehen und dann schnellstmöglich eine finale Entscheidung treffen, mit der wir auf jeden Fall unserer Verantwortung gerecht werden können. Bis dahin planen wir den Weihnachtsmarkt sozusagen mit angezogener Handbremse und harren der Dinge, die da kommen“, erläutert Fuß.

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