Symbolfoto: Angelika Warmuth/dpa

Weiterer Pflegestützpunkt in Schlüchtern fertig vorbereitet: Hoher Bedarf

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlüchtern - Die Räume sind einzugsbereit, das notwendige Personal benannt: Für die Realisierung eines neuen Pflegestützpunkts in Schlüchtern sind noch ein Gespräch mit den Pflegekassen sowie eine Sitzung des Steuerausschusses im April nötig.

Der Anfang 2011 in Gelnhausen eröffnete Pflegestützpunkt für den Main-Kinzig-Kreis hat in den vergangenen einen Jahren eine hohe Nachfrage erlebt. So liegt allein die Zahl der Hausbesuche bei rund 250 pro Jahr. Hinzu kommen weit über 600 telefonische Kontakte und etwa 400 persönliche Gespräche. Auch vor diesem Hintergrund hatte der Kreistag bereits im Dezember 2016 einstimmig die Erweiterung auf zwei zusätzliche Standorte in Hanau und Schlüchtern beschlossen.

Die Auswertung der Kundenkontakte habe laut der zuständigen Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler (SPD) gezeigt, dass in Hanau und Schlüchtern ein hoher Bedarf an einer wohnortnahen Beratung besteht.

Für den Standort Schlüchtern sind die Planungen zur Realisierung schon weit fortgeschritten – die Räume stehen einzugsbereit zur Verfügung, das Personal seitens des Kreises ist benannt. „Gemeinsam mit der Stadt Schlüchtern haben wir eine ehemalige Arztpraxis im Bereich der Innenstadt als idealen Anlaufpunkt vorbereitet, so dass wir im Prinzip morgen an den Start gehen könnten“, berichtet Simmler.

Auch Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) hofft auf einen baldigen Beginn der Beratungsstelle: „Wir brauchen im Bergwinkel mit Blick auf den demografischen Wandel eine kompetente Pflege-Beratung. Schlüchtern nimmt als ausgewiesener Dienstleistungsstandort für Gesundheit eine Schlüsselposition ein. Es ist daher nur folgerichtig, das Thema Pflege in Schlüchtern als Service für die Ratsuchenden im Bergwinkel zu erweitern“, so die Stellungnahme aus dem Rathaus.

Davor stehen jedoch noch ein weiteres Gespräch mit den Pflegekassen auf dem Programm sowie die entscheidende Sitzung des Steuerungsausschusses voraussichtlich im April. Dazu wurde der bereits 2016 eingereichte Antrag des Main-Kinzig-Kreises jetzt noch einmal aktualisiert und ergänzt. / mlo

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