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Weltgebetstag der Frauen mit Fokus auf Simbabwe

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Kressenbach - Seit über 100 Jahren ist der Weltgebetstag eine bedeutende Basisbewegung christlicher Frauen – und dies über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg. Wie in vielen Orten der Region wurde der Weltgebetstag auch in Kressenbach gefeiert.

Von Fritz Christ

Immer am ersten Freitag im März ist Weltgebetstag. Es handelt sich dabei um eine von der Kirche unabhängige ökumenische Bewegung, die in mehr als 170 Ländern weltweit gefeiert wird. Dieser besondere Tag beschäftigt sich mit der Lebenssituation von Frauen eines bestimmten Landes. In diesem Jahr kommt die weltumspannende Gebetsordnung aus dem südafrikanischen Simbabwe und steht unter dem Motto „Steh auf und geh“. Beim Weltgebetstag bekräftigen Frauen weltweit ihren Glauben an Jesus Christus und teilen miteinander ihr Hoffnungen und Ängste, ihre Freuden und Sorgen, ihre Möglichkeiten und Bedürfnisse. Der Weltgebetstag schärft den Blick für weltweite Herausforderungen wie Armut, Gewalt gegen Frauen und Klimawandel. Zahlreiche Veranstaltungen im Bergwinkel und dem Vogelsbergkreis beteiligten sich mit Veranstaltungen.

Aus Nachbarorten nach Kressenbach gepilgert

Vorwiegend Frauen hatten am Freitagabend den Weg zum Gottesdienst in der Kressenbacher Kirche gefunden. Diese kamen aber nicht nur aus Kressenbach selbst, sondern auch aus Breitenbach, Wallroth, Hintersteinau, Reinhards und vielen anderen Orten. „Der Weltgebetstag ist etwas Wunderbares“, sagte Pfarrer Stefan Eisenbach in seiner Begrüßung und sprach von einem Zeichen der Solidarität. Es gelte, einen Teppich aus Gebeten rund um die Welt zu legen. „Die Frauen des Weltgebetstagskomitees in Simbabwe laden uns heute ein zu dieser Feier“, verdeutlichte Kirchenvorstandsmitglied Marlies Wunderlich, die durch das Programm führte, gleich zu Beginn des Gottesdienstes. In mehreren Sprachen wurden Willkommensgrüße gesprochen. Neben Marlies Wunderlich wurde der Gottesdienst von Kerstin Gärtner-Kraushaar, Lena Geschwindner, Sina Leipold, Katja Schäfer, Elisa Schmitt und Evi Wenzel mit verschiedenen Wortbeiträgen gestaltet.

Bei der Technik wirkten Stefan Wunderlich und Justus Thierbach mit. Anhand eines Bildervortrags gab es Informationen zu Land und Menschen von Simbabwe. In dem südafrikanischen Land, eineinhalb mal so groß wie Deutschland, herrsche viel Armut. Die meisten Menschen leben in ländlichen Gebieten als Selbstversorger ohne öffentliche Wasserversorgung. Bedeutendes landwirtschaftliches Exportgut seien jedoch Tabak und Mais. Überwältigend seien die Viktoria-Wasserfälle. In Städten gebe es einen moderneren Lebensstil. In Simbabwe werden insgesamt 15 Sprachen und Dialekte gesprochen.

Gebetsordnung aus Simbabwe

In zahlreichen Lesungen und Gebeten ging es während des Gottesdienstes vor allem um Frauen, die unter Armut, Hunger und Gewalt leiden sowie um die Sehnsucht nach Frieden und den Wunsch nach Versöhnung. Es wurden Briefe von Frauen aus Simbabwe verlesen, die allesamt schwierige Lebenssituationen schilderten.

Maßgeblich mitgestaltet wurde der Gottesdienst von einem unter Leitung von Alexander Jacobi stehenden Chorprojektes, welches eigens für den Weltgebetstag ins Leben gerufen worden war. Der Kern der Sängerinnen und Sänger stammte aus dem Chor Calypso der Chorgemeinschaft Kressenbach/Uerzell. Zahlreiche weitere interessierte Sängerinnen und Sänger wirkten bei dem Projekt mit. Vorgetragen wurden rhythmische afrikanische Songs mit musikalischer Begleitung, so etwa das Stück „Sanna“. Gesungen wurde auch das zum Weltgebetstags-Motto passende Lied „Steh auf, beweg dich, tanze, springe und lauf. Steh auf, Gott und die Welt warten schon lange darauf“.

In der aus Simbabwe stammenden Gebetsordnung ging es um die Geschichte eines Gelähmten, der auf Heilung wartet. Weiterhin wurde unter anderem auch das südafrikanische Lied „Komm, nimm dein Bett und geh. Du schaffst das“ vorgetragen, teilweise mit deutschen Texten, ebenso wie „Steh auf, steh auf, die Liebe gibt dir Halt, wo immer du auch bist“. Die Gottesdienstbesucher kamen im Anschluss im Gemeinschaftshaus zusammen, um landestypisches Essen aus Simbabwe zu genießen und angeregte Gespräche zu führen.

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