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Wildschweine verwüsten einen Vorgarten

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Gelnhausen - Was derzeit wie ein frisch gepflügter Acker aussieht, war am Mittwochabend noch eine gepflegte grüne Wiese an Diethelm Köhlers Haus oberhalb des Kinderspielplatzes in Gelnhausen-Roth. Bis um 19.30 Uhr, als zahlreiche Wildschweine auf sein Grundstück „Im Neuen Berg“ kamen, um hier nach Futter zu suchen – und ein Bild der Verwüstung hinterließen.

„Das ist mittlerweile ein Dauerproblem geworden“, verdeutlicht Köhler. Richtig schlimm sei die „Wildschweinplage“ allerdings erst seit dem 7. August. Seitdem seien mehrfach ganze Rotten aufgetaucht, und am Mittwochabend dann eben eine Bache mit ihren neun Frischlingen. „Die ganze Nachbarschaft ist betroffen“, sagt Köhler. Die Röther hätten ihr Problem schon bei der Stadtverwaltung gemeldet, der Jagdpächter sei informiert worden, doch bislang sei ihnen nicht geholfen worden. Ein Teil der Anwohner hätte nun blaue Reflektoren installiert, wie sie an Straßenrändern angebracht werden. Blau wirkt auf Rehe und Wildschweine bedrohlich und soll die Wildtiere von den Fahrbahnen abhalten. Diesen Effekt erhoffen sich die Röther auch an ihren Gärten und Grundstücken. Dass die Problematik in Roth bekannt ist, bestätigte Andrea Sandow von der Kreispressestelle: „Der Jagdpächter kennt das Problem und versucht, es durch extremes Bejagen zu beseitigen.“ Doch das sei aufgrund der Hanglage und des angrenzenden Wohngebiets schwierig. Hinzu komme, dass extrem wenig Hunde hier unterwegs seien, da das Gelände von Weißdornhecken bewachsen sei. Denn werden die Wildschweine von Hunden aufgeschreckt, meiden sie üblicherweise diese Gebiete. „Grundsätzlich“, so Sandow, „handelt es sich aber um ein großes deutschlandweites Problem, was an der erhöhten Population der Sauen liegt“.

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