Das Stadthallen-Restaurant Silentium
+
Das Stadthallen-Restaurant Silentium ist insolvent.

Folge der Corona-Pandemie

Das Stadthallen-Restaurant „Silentium“ in Schlüchtern ist insolvent

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben in Schlüchtern ein erstes prominentes Opfer gefunden: Das Stadthallen-Restaurant Silentium ist insolvent.

  • Das Stadthallen-Restaurant „Silentium“ in Schlüchtern ist insolvent.
  • Grund ist die Corona-Pandemie.
  • Das Restaurant war bereits seit acht Wochen wegen der Beschränkungen „vorübergehend geschlossen“.

Das teilte Pächter und Koch Stefan Rüffer aus Wallroth am späten Dienstagabend auf seiner Facebook-Seite mit. Dort heißt es, „aufgrund der Corona-Pandemie und deren weitreichenden Folgen für die Gastronomie müssen wir das Restaurant leider schließen“. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, aber „aufgrund Insolvenz“ führe kein Weg an der Betriebsaufgabe vorbei. Am heutigen Mittwochnachmittag will sich der Magistrat mit dem Thema befassen. Danach will sich Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) dazu öffentlich äußern. 

Das Restaurant war bereits seit acht Wochen wegen der Beschränkungen aufgrund der Pandemie „vorübergehend geschlossen“. Die angekündigten Lockerungen für die Gastronomie ab Freitag kamen jetzt offenbar zu spät, um das Ruder noch herumzureißen. Die Mitteilung damals schloss mit den Worten „Bleiben Sie uns bitte treu – wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch.“

„Eine neue Ära für das Restaurant und die Stadt“ war erhofft

Der damals 31-jährige Rüffer hatte das Restaurant im September 2017 eröffnet und sich nach zahlreichen Stationen als Koch in der gehobenen Gastronomie im Rhein-Main-Gebiet mit der Eröffnung eines eigenen Restaurants in seiner Heimatstadt einen Herzenswunsch erfüllt. Rüffer, der jetzt den schweren Gang in die Insolvenz antreten muss, war auf Betreiber gefolgt, die anderthalb Jahre zuvor ebenfalls Insolvenz hatten anmelden müssen. 

Beim Abschluss des Pachtvertrags im April 2017 hatte Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) sich vom Engagement Rüffers den Beginn „einer neuen Ära für das Restaurant und die Stadt“ erhofft. Er und der Magistrat, so Möller damals, hätten sich für „einen jungen, dynamischen und einheimischen Pächter entschieden“. Bestandteil des Pachtvertrags war damals die Vereinbarung, dass beide Parteien zu gleichen Teilen investieren. So sollten in sanierungsbedürftigen Bereichen des Restaurants beide Vertragspartner jeweils die Hälfte der Kosten übernehmen.

Nachricht wird bedauert

Die Nachricht von der Insolvenz wird in den sozialen Medien mit Bedauern zur Kenntnis genommen. So schreibt ein User:„Das ist sehr, sehr traurig, jeder, der hier in Schlüchtern als Anbieter fehlt, fehlt uns allen letztlich zur Abwechslung. Genau das benötigen wir hier in Schlüchtern, dass eine gewisse Dynamik entsteht und damit eine Anziehungskraft.“ Andere kommentieren: „Das ist sehr traurig“, „So schade und echt schlimm“ oder „Schade, das Essen war sehr gut und eben auch mal etwas anderes.“

ag

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema