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Der neue Gebäudetrakt „Zeitsprung“ (links) ist annähernd fertiggestellt und wird derzeit bezogen. Nun geht es im „Ursprung“ mit den Arbeiten weiter.

Vision nimmt Gestalt an

„Zeitsprung“-Neubau von Jökel Bau bezogen - Einweihung verschoben

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Der „Zeitsprung“ genannte Neubau des Schlüchterner Unternehmens Jökel Bau ist weitgehend fertiggestellt: Ein Schmuckstück – von außen und innen. Die ersten Mitarbeiter haben ihre neuen Arbeitsplätze bereits bezogen.

Schlüchtern - Wie Stefan und Peter Jökel, die Geschäftsführer von Jökel Bau, erklären, ist der Neubau mit 1000 Quadratmetern Bürofläche komplett mit den Mitarbeitern durchgeplant worden. „Wir haben uns im Jahr 2015 zusammengesetzt und eine Firmen-Vision erdacht, wie wir uns bis zum Jahr 2027 aufstellen wollen“, erklärt Stefan Jökel. Der nun nahezu fertiggestellte „Zeitsprung“ ist ein Teil dieser Vision, deren Ziel auch eine „gesunde Expansion“ beinhaltet.

Damit ist ein großer Schritt gemacht. „Schneller als wir es eigentlich in unserem Zwölf-Jahres-Plan angedacht hatten“, so Stefan Jökel. „Das freut uns natürlich sehr.“ Denn durch den Neubau hat sich die Fläche für die „Jökelaner“, wie die Mitarbeiter der Firma genannt werden, verdoppelt. Doch, wie Stefan Jökel betont, gehe es nicht nur um die Expansion. Denn durch das Wachstum der vergangenen Jahre hätten einige schöne Orte im „Ursprung“, dem ursprünglichen Geschäftsgebäude, in Büroräume umgewandelt werden müssen.

Neueröffnung wegen Corona-Krise verschoben

Die für Ende Mai vorgesehene offizielle Neueröffnung musste aufgrund der Corona-Krise jedoch verschoben werden. „Das hat uns auch etwas Zeit gegeben“, sagt Stefan Jökel, ansonsten hätte noch der Außenbereich fertig gepflastert und restliche Installationsarbeiten wie die letzten fehlenden Fassadenplatten ausgeführt werden müssen. „Das hätten wir aber auch geschafft“, sagt Stefan Jökel stolz und lächelt. Die offizielle Einweihung soll nun zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Bei einem Rundgang durch den „Zeitsprung“ fällt sofort ins Auge, dass hier die Jökel-Farben Blau und Grün dominieren. „Es geht auch um die Marke“, erklärt Stefan Jökel. Elemente, die klassisch mit dem Baugewerbe in Verbindung gebracht werden, sind in verschiedenen Variationen ins Interieur eingearbeitet worden. So wird eine „Libelle“, wie man sie aus Wasserwaagen kennt, direkt hinter dem geräumigen Eingangsbereich die Besucher begrüßen.

Mitarbeiter durften bei Planungen mitbestimmen

Dazu sind Materialien wie das Blech eines Baucontainers oder Baustahl, der beispielsweise zu einem eigens entworfenen Treppengeländer „zweckentfremdet“ wurde, im „Zeitsprung“ verarbeitet worden. Wer die neue Empfangshalle betritt, schreitet zunächst durch einen gepflasterten Bereich. „Darüber werden sich am meisten unsere Tiefbauer erfreuen“, scherzt Markus Mittag.

Er ist bei Jökel Abteilungsleiter Bauträger und verantwortlich für das Projekt „Zeitsprung“. Doch, wie er sagt, ist das ganze Projekt in Teamarbeit realisiert worden. „Das fängt bei der Planung an und endet bei der Einrichtung der Küchen. Das haben alles unsere Mitarbeiter mitbestimmt“, sagt er und ist sichtlich stolz auf das Geleistete.

Ausstellung zur Firmengeschichte im Foyer

Zurück ins Foyer: Hier wird den Wartenden eine kleine Ausstellung über die Firmengeschichte geboten werden, verrät Stefan Jökel. Und zusätzlich soll hier ein Lorenzomat genannter „Greifer“ stehen, ein Spielzeugautomat mit Kralle, wie man ihn vom Kalten Markt kennt. Nur dass man hier anstelle von Spielzeug versuchen kann, sich einen „Lorenzo“ zu angeln, das Jökel-Maskottchen aus Plüsch. „Das Geld, das im Automat landet, spenden wir dann an Initiativen für Kinder in der Region“, sagt Stefan Jökel.

Weiter führt der Rundgang über die eben angesprochene Treppe, dann mit dem Fahrstuhl nach oben. Der ist übrigens ein echter Blickfang. Leider vergeht die Fahrt so schnell, sodass gar nicht genug Zeit bleibt, den 360-Grad-Blick zu genießen.

Regionale Materialien wurden verwendet

„Wir setzen mit dem Zeitsprung auch ein Zeichen. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, regionale Materialien zu verwenden und hiesige Firmen zu beschäftigen“, sagt Stefan Jökel. Der regionale Bezug findet sich auch in den Namen der Besprechungsräume: Elmbach, Fulda, Rhein, Main. Und natürlich Kinzig. „Das ist der größte Raum“, sagt der Chef und lächelt.

Zwar sollen die Mitarbeiter auch weiterhin ihren festen Arbeitsplatz haben, als „Heimathafen“ quasi, dennoch bietet der Neubau auch die räumliche Möglichkeit für projektbezogenes und abteilungsübergreifendes Arbeiten in sogenannten Projektteams. Alles im Zeichen der strategischen Ziele Mitarbeiterbegeisterung und Innovation, so Jökel.

Mittag: „Art des Arbeitens wird sich ändern“

„Die Art des Arbeitens wird sich ändern. Mit modernen Methoden und einer direkten Kommunikation werden wir die Effizienz verbessern“, ergänzt Mittag.

Im ersten Obergeschoss findet sich ein großes Büro – das Planungsloft. Im zweiten Stock arbeiten die Projektteams, in der dritten Etage befindet sich ein großer Besprechungsraum.

Stefan Jökel (rechts) und Markus Mittag auf dem Dach des „Zeitsprungs“.
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