Ein Isolierzimmer und coronagerecht ausgestattetes Pflegepersonal im Krankenhaus Schlüchtern. Dort gibt es regulär zwölf Isolierzimmer.
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Ein Isolierzimmer und coronagerecht ausgestattetes Pflegepersonal im Krankenhaus Schlüchtern. Dort gibt es regulär zwölf Isolierzimmer.

Mit Stufenkonzept

Im Falle der zweiten Coronavirus-Welle: Kreiskliniken in Schlüchtern und Gelnhausen bereiten sich vor

  • Hanns-Georg Szczepanek
    vonHanns-Georg Szczepanek
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Der bezugsfertige Erweiterungsbau der Main-Kinzig-Kliniken am Standort Gelnhausen passt dem Krankenhaus-Team zeitlich gut ins Konzept, weil dadurch die coronabedingten Abstandsregeln besser einzuhalten sind.

  • Die Patienten der „Normalstation“ werden primär in Schlüchtern versorgt, Coronavirus-Patienten in Gelnhausen.
  • Aufgrund eines Stufenkonzept kann eine Maximalzahl für Covid-19-Patienten in den Main-Kinzig-Kliniken nicht benannt werden.
  • Bei der Vorstellung des Erweiterungsbaus betont die Klinikleitung, dass sehr schnell und flexibel reagiert werden kann.

Region - Unabhängig davon ist natürlich schon seit Wochen ein umfangreiches Covid-19-Hygienekonzept an den Klinikstandorten Gelnhausen, wo der Erweiterungsbau bald den Betrieb aufnimmt, und Schlüchtern installiert worden.

Die Klinikleitung hat für die Versorgung von Covid-19-Patienten an den beiden Standorten Schwerpunkte gebildet. Die Patienten der „Normalstation“ werden primär in Schlüchtern versorgt, während intensivpflichtige Corona-Patienten in Gelnhausen behandelt werden.

„In Schlüchtern halten wir zunächst auf der Isolierstation 29 Betten sowie einen Beatmungsplatz vor, vier weitere Betten werden aktuell mit einer modernen Überwachungstechnik ausgestattet. In Gelnhausen verfügen wir über 31 Beatmungsplätze bei einer intensivmedizinischen Betreuung“, erläutert Kliniksprecherin Alexandra Pröhl auf Anfrage. 

Kreiskliniken versorgen mithilfe von Stufenkonzept Corona-Patienten

Auf der im März vorigen Jahres erweiterten Medizinischen Klinik II in Schlüchtern gibt es unabhängig von Corona-Bedingungen zwölf Zimmer auf der neuen Isolierstation. Bei Bedarf können acht weitere technisch dafür ausgelegte Zimmer hinzugenommen werden.

Zusätzlich gibt es nach Angaben der Krankenhaussprecherin für beide Standorte ein Stufenkonzept, sodass eine Maximalzahl für Covid-19-Patienten gar nicht benannt werden kann: „Je nach Stufe und Bedarf passen wir die übrigen Strukturen im Haus an und kooperieren natürlich auch eng mit anderen Kliniken wie beispielsweise dem Universitätsklinikum Frankfurt und dem Klinikum Fulda“, erklärt Pröhl.

Weitere Wohnungen für Beschäftigte geschaffen

Dank dieses Stufenkonzepts seien die Main-Kinzig-Kliniken auf eine weitere Welle von Covid-19-Infektionen – und in deren Folge stationär zu behandelnden Patienten – gut vorbereitet. Man könne sehr schnell und flexibel reagieren und bei Bedarf „jederzeit wieder hochfahren“, sagte Klinikgeschäftsführer Dieter Bartsch bei der Vorstellung des Erweiterungsbaus am Donnerstag. Zu Spitzenzeiten lagen seinen Angaben zufolge im Frühjahr 8 Corona-Patienten in Gelnhausen und 15 in Schlüchtern.

In der Bergwinkelstadt sind die im Zuge der Investitionsstrategie „Gesunde Kliniken 2020“ geplanten Vorhaben bereits abgeschlossen. Neben der bereits erwähnten Erweiterung der Medizinischen Klinik wurde bereits zu Beginn des Jahres 2019 in Schlüchtern die Palliativstation in dem Anbau in Betrieb genommen.

Außerdem wurden auf dem Gelände des Kreiskrankenhauses entlang der Kurfürstenstraße weitere Wohnmöglichkeiten für Beschäftigte der Klinik geschaffen. In Gelnhausen ist derweil mit der Erweiterung der Kinder-Intensivstation begonnen worden, in der auch Frühgeborene behandelt werden.

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