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Bares für Rares (ZDF): Steve Mandel erschüttert mit Spruch zur Bestattung der Oma

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Bei „Bares für Rares“ (ZDF) mit Horst Lichter sorgte Steve Mandel (rechts) mit einem Spruch für einen Schock-Moment. Er machte einen Vorschlag zur Verwendung einer Vase.
Bei „Bares für Rares“ (ZDF) mit Horst Lichter sorgte Steve Mandel (rechts) mit einem Spruch für einen Schock-Moment. Er machte einen Vorschlag zur Verwendung einer Vase. © Frank W. Hempel/ZDF

Bei „Bares für Rares“ (ZDF) mit Horst Lichter sorgte Steve Mandel jetzt für einen Schock-Moment. Der Händler ließ einen lockeren Spruch fallen. Denn er machte einen humoristischen Vorschlag zur Verwendung einer über 100 Jahre alten Deckelvase.

Köln - In der „Bares für Rares*“-Trödelshow im ZDF* vom 1. Februar 2022 wollte Josef Bihler aus Villenbach in Bayern eine Vase im wahrsten Sinne des Wortes loswerden. „Mir hat sie noch nie gefallen“, sagte der gelernte Bierbrauer im Walzwerk Pulheim bei Köln. „Sie ist so düster.“ Seine Augen gerieten dann aber nach der Expertise von Dr. Friederike Werner ins Leuchten.

Laut der Expertin wurde die Deckelvase ungefähr um 1910 hergestellt - und zwar von Josef Maximilian Laeuger (1864-1952) in den Tonwerken Kandern am Schwarzwald. Max Laeuger gilt als Wegbereiter der deutschen Kunstkeramik des 20. Jahrhunderts. Er lieferte mit seinen Töpfereien einen bedeutenden Beitrag zum deutschen Jugendstil.

Bares für Rares (ZDF): Schock-Spruch von Steve Mandel zur Bestattung der Oma

Laeuger hatte 1897 in Kandern die „Prof. Laeuger‘schen Kunsttöpfereien“ gegründet. Geschichtlich interessant war es kürzlich auch in einer anderen „Bares für Rares“-Folge zugegangen. In der ZDF-Trödelshow wurde die Schönheit eines Bildes von Curt Witte gelobt*. Der Ex-Direktor der Kunstakademie Kassel rettete in der NS-Zeit seiner Frau das Leben.

Zurück zu der Vase, die jetzt bei „Bares für Rares“ angeboten wurde: Sie zeigt ein berühmtes Zitronen-Dekor und ist auch als Zitronenvase bekannt. Durch die individuelle Bemalung ist jedes Stück ein Unikat. „Das Motiv erinnert an ein Stillleben von Georges Braque“, schwärmte Dr. Friederike Werner.

„Das ist eine schöne Schlickermalerei“, konkretisierte die Expertin. „Das ist sehr spannend gemacht.“ Während Verkäufer Josef Bihler den Wert der Vase auf etwa 1000 Euro schätzte, veranschlagte Friederike Werner sogar noch etwas mehr - 1000 bis 1400 Euro. Los werden wollte sie der Bierbrauer auf jeden Fall, verriet er.

Der Verkäufer sprach im Fall des Verkaufs der schönen Zitronenvase sogar von Schmerzensgeld. „Ich musste sie mir 50 Jahre lang auf dem Wohnzimmerschrank ansehen.“ Ähnlich war es auch zuletzt zwei Geschwistern aus Hessen mit einer Bronzefigur gegangen, die sie dann bei „Bares für Rares“ (ZDF) verkauften.*

Bei der Deckelvase gab es bei „Bares für Rares“ dann unterschiedliche Ideen für den Verwendungszweck. Expertin Dr. Friederike Werner war im Gespräch mit Moderator Horst Lichter* dafür, darin Zitronenbonbons aufzubewahren. Im Händlerraum, in dem dieses Mal Händlerin Elisabeth Nüdling* aus Fulda* nicht vertreten war, wurden dann noch kuriosere Ideen formuliert.

Während Jan Cizek zunächst meinte, dass man aus der Vase auch Bowle ausschenken könne, hatte er beim Bieten noch eine weiteren Vorschlag. „Ich würde da am liebsten Sauerkraut reintun - so ein Edeltopf für Sauerkraut“, sagte der „Bares für Rares“-Händler aus Köln. Peinliche Stille entstand nach einem Verwendungsvorschlag von Händler Steffen „Steve“ Mandel.

Video: „Bares für Rares“: Die größten Gänsehautmomente der ZDF-Trödelshow

Der Antiquitätenhändler und Rockmusiker scherzte: „Da könntest du auch die Oma rein tun.“ Mit dem Humor des 68-Jährigen aus der Eifel konnten die anderen Händler offenbar nicht viel anfangen. Zumindest stieg niemand von ihnen auf die Bemerkung von Steve Mandel ein, der wohl eine Verwendung der Zitronenvase als Urne im Sinn hatte.

Letztlich schnappte sich Elke Velten für 900 Euro die Keramik. Lob gab es für den Kauf von BVB-Fan Julian Schmitz-Avila. „Schwarz-gelb ist seine super Kombi“, bemerkte der Kunsthändler aus Bonn mit den Farben von Borussia Dortmund im Sinn. Auch der Verkäufer war zufrieden. „Dass die Vase jetzt nicht mehr in meinem Besitz ist, stört mich wirklich nicht“, sagte Josef Bihler. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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