Juku-Austellung wurde eröffnet

Eröffnung der Juku-Ausstellung / Erinnerung an Pfisterer

08. November 2013
Fulda

Weihnachten ist zwar noch ein bisschen hin, Fulda aber hat bereits jetzt ein "schönes Geschenk" bekommen. So nannte Oberbürgermeister Gerhard Möller (CDU) am Donnerstagabend die Sammlung mit Werken des Jungen Kunstkreises Fulda, die zugleich mit einer Ausstellungseröffnung dem Vonderau Museum übergeben wurde.

Wie die Jahre vergehen, zeigt sich unter anderem im Umgang mit Kunst. Als sich der Junge Kunstkreis Fulda (Juku) zusammenfand, da erregten ihre Arbeiten und Aktionen Aufsehen, und Skandale waren programmiert. Jetzt, 55 Jahre später, sind 150 Gemälde und Skulpturen fester Bestandteil des Vonderau Museums geworden. Dank einer Initiative von Franz Erhard Walther, der eine Lücke in der Präsentation regionaler Künstler in dem Haus schließen wollte und damit bei Museumsdirektor Gregor Stasch offene Türen einrannte. So war es für Walther ein Leichtes, seine ehemalien Juku-Kollegen dazu zu bewegen, Werke für eine Dauerausstellung zu stiften.

Der "Argwohn", wie Möller die damaligen öffentlichen Reaktionen auf die Gruppe nannte, ist im Nachhinein der Faszination gewichen. Klaus Becker, der 1969 zum Juku stieß, und auch Walther betonten in ihren Einführungsreden, auf welch erstaunlichem Niveau sich in der "Provinzstadt Fulda" (O-Ton Becker) in den 1950er und 1960er Jahren die junge Kunst bewegte. Ja mehr noch: "Bis heute haben diese Werke Strahlkraft, das ist ein Wunder", so Walther. Gerhard Möller brachte es zum Schluss noch einmal auf den Punkt: "Der Junge Kunstkreis hat Kunst-, Zeit- und fuldische Geschichte geschrieben." Es war demnach längst an der Zeit, ihn gebührend in das Vonderau Museum zu integrieren.

Konzept einer Gemeinschaft ist es oft, keine einzelnen Mitglieder gesondert hervorzuheben. Dass bei der Eröffnung eine Ausnahme gemacht wurde, hatte einen traurigen Hintergrund: Im Frühjahr diesen Jahres war Juku-Mitglied Verena Pfisterer gestorben. An sie erinnerte bei der Ausstellungseröffnung ihr künstlerischer Weggefährte Helmut Kopetzky, der gemeinsam mit Walther ihren Nachlass sichtet. Eine Werkschau ist für das kommende Jahr vorgesehen. Natürlich im Vonderau Museum.

Hier geht es zum Vorbericht der Ausstellung.