Neues Kulturprogramm in der Landsynagoge Heubach

14. August 2014
Kalbach-Heubach

Musik, Literatur, Vorträge – das Programm, das der Förderverein Landsynagoge Heubach in den kommenden Monaten anbietet, spannt einen weiten Bogen. Morgen Abend gibt es dort den „Klang jüdischen Lebens“.

Das Duo “Mutti war Schuld” eröffnete die Reihe jetzt mit einem begeisternden Abend. Die Musiker Laura Feth und Stefan Weber sangen und spielten im voll besetzten Haus deutschsprachige Chansons rund um das Thema Liebe: „Bis dass der Ton uns scheidet“ sorgte für einen gelungener Auftakt.

Vom Kultursommer Main-Kinzig-Fulda gefördert wird die nächste Veranstaltung in der ehemaligen Synagoge: Am morgigen Samstag präsentiert Esther Lorenz ein Programm unter dem Titel „Der Klang jüdischen Lebens“. Sie wird von dem Gitarristen Thomas Schmidt begleitet. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr.

In einer Lesung geht der Autor Peter Ulrich Schedensack der Frage nach, was gewesen wäre, wenn sich ein Clown als der 13. Jünger in die Menschen um Jesus gemischt hätte (Dienstag, 19. August, 19.30 Uhr).

Die Kantorin und Lehrerin Deborah Tal-Rüttger ist im Zuge der jüdischen Bibelwoche zu Gast, die von der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck organisiert wird. Sie spricht über „Tikkun Olam“, eine auf Nachhaltigkeit setzende Lebensweise in jüdischer Tradition.

„Und das soll Kunst sein?“, fragt Schauspieler Martin Menner am 27. September. Der Autor Chaim Noll ist am 12. Oktober zu Gast. Der in Berlin geborene, in Israel lebende Jude liest aus seinem Roman „Die Synagoge“. Die Veranstaltung wird durch die Initiative „Leseland Hessen“ unterstützt.

Männergesang mit Werken von Bach bis zu den Beatles präsentiert das Ensemble Cantores Iuvenes Saalfeld am Sonntag, 19. Oktober. Ganz andere Klänge wird es geben, wenn Frank Tischer am 2. November unter dem Titel „An den Ufern meiner Seele“ musiziert.

Über seine Begegnungen mit Judentum und Juden berichtet Fuldas früherer Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Hamberger am 7. Dezember. Er geht bei einer Lesung aus seinem Buch „Faszination Amerika – Freundschaft von der NS-Zeit bis heute“ auf diesen Fragenkreis ein. Um ganz unmittelbare und frische Eindrücke aus Israel geht es bei einer Veranstaltung am 28. Dezember: Dann wird Hanna Lutat über ein Freiwilligenjahr in Israel berichten. Die junge Frau aus Uttrichshausen hat über die Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste in Jerusalem gelebt und gearbeitet.

Die Programm-Faltblätter mit weitergehenden Informationen liegen in den Gemeindeverwaltungen im Südkreis und an anderen Orten aus. Außerdem informiert der Verein ausführlich über seinen Internetauftritt.