Fußballer Imal Schersadeh auf Abwegen: „Ich geh’ dann mal zum Turnen“

04. September 2015
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Petersberg

Statt Fußball mal Kunstturnen! Kein Problem für Borussia Fuldas Stürmer Imal Schersadeh. Das dachte der 30-Jährige zumindest und erklärte sich spontan bereit, bei der FZ-Serie “Beim Fremdgehen erwischt” mitzuwirken und sich in einer anderen Sportart zu probieren.

Von unserem Redaktionsmitglied Angelika Kleemann

Nach zweistündigem Training bei der KTV Fulda ist „Scherse“ geläutert und desillusioniert, er revidiert sein Urteil, Turnen sei was für Mädchen. Dabei stellte sich der gebürtige Afghane gar nicht so schlecht an und fand durchaus Gefallen am – oh Wunder – Männer-Sport. „Das hatte ich mir leichter vorgestellt“, bekennt Schersadeh. Das Trikot ist verschwitzt, die Muskeln zittern, er spürt Muskeln und Bänder, die er noch nicht gekannt hat. „Er hat es überlebt“, lacht Bundesligaturner Dr. Yves Mattheß. Ebenso wie sein Schützling hatte er viel Spaß an dem Experiment.

„Hut ab“, lobt Mattheß voller Anerkennung über den Mut und den Willen. „Imal hat sich super angestrengt, braucht noch ein bisschen mehr Kraft, aber im Großen und Ganzen hat er die Sache gut gemeistert. Er ist ein super Typ“, lobt Mattheß, gibt ihm im Zeugnis fast nur Bestnoten. „Das Zeugnis werde ich zuhause neben die Einladung der afghanischen Nationalmannschaft hängen“, sagt er lachend und verspricht, auf jeden Fall zu einem Heimwettkampf zu kommen. „Es hat mir sehr, sehr gut gefallen. Es war super interessant. Jetzt ist es leider zu spät. Aber ohne Scheiß, wäre ich noch einmal 11 oder 12 Jahre, würde ich mit Turnen beginnen“, hat der Stürmer Blut geleckt.

Wie Imal Schersadeh als neuer Kunstturner das Aufwärmprogramm, das Dehnen sowie die Koordinationsübungen gemeistert und sich am Boden, am Barren und an den Ringen geschlagen hat, das lesen Sie in der Samstagausgabe unserer Zeitung und im E-Paper.