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Aldi, Lidl, Rewe und Co. - Das ändert sich 2023 im Supermarkt

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Von: Kilian Bäuml

Beim Einkaufen ändert sich dieses Jahr so einiges bei Aldi, Lidl, Rewe und Co. Was Verbraucher jetzt wissen sollten, lesen Sie hier in der Übersicht.

Kassel – Für Kunden gibt es in diesem Jahr einige Umstellungen im Supermarkt. Zum Beispiel werden Lebensmittel erneut teurer. Nachdem die Preise für Nahrungsmittel im vergangenen Jahr bereits stark angestiegen sind, ist auch dieses Jahr keine Entspannung in Sicht – ganz im Gegenteil. Viele Hersteller erhöhen ihre Preise noch weiter, was auch zu höheren Preisen bei Anbietern wie Rewe, Aldi, Lidl oder Edeka führt.

Aldi, Lidl, Rewe und andere Supermärkte: Markenprodukte werden teurer

Vor allem Markenprodukte sollen dieses Jahr deutlich teurer werden, wie hna.de berichtet. „Wir haben allein in Deutschland als Rewe Group für das erste Quartal von Markenartikeln Preiserhöhungen im Volumen von mehr als einer Milliarde Euro auf dem Tisch liegen“, sagte der Rewe-Chef Lionel Souque dazu im Interview mit dem Spiegel. Die Supermarkt-Kette möchte bei den starken Erhöhungen allerdings nicht immer mitmachen. In den vergangenen Monaten wurde stattdessen für Eigenprodukte geworben und Markenprodukte bei Rewe aus dem Sortiment geworfen.

Preisanstieg
Eine Kundin steht mit einem Mehrweg-Einkaufsnetz in der Obst- und Gemüseabteilung in einem Supermarkt. Viele Produkte werden 2023 wohl nochmal teurer. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Im Interview erklärt der Rewe-Chef, dass die Lebensmittel voraussichtlich nochmal um etwa fünf Prozent teurer werden. Grund dafür sind die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise, die sich erst etwas verzögert im Supermarkt bemerkbar machen. Laut Souque möchten einige Hersteller ihre Preise allerdings unverhältnismäßig stark erhöhen. „Die Kunden haben eine Schmerzgrenze beim Preis, wenn die überschritten ist, lösen sie sich auch von liebgewonnenen Marken. Das werden viele Multis zu spüren bekommen“, sagt der Rewe-Chef.

Vor allem bei diesen Produkten müssen Verbraucher sich laut Focus auf höhere Preise in Supermärkten und Discountern wie Aldi, Lidl, Rewe und Edeka einstellen:

Auch andere Anbieter möchten so manche Preiserhöhungen nicht hinnehmen. Erst vor kurzem waren Edeka und Rossmann in einem Preisstreit mit einem Hersteller. Auch Aldi ließ bereits Verhandlungen platzen, sodass manche Produkte nicht mehr erhältlich sind. Das kann auch 2023 erneut zu leeren Regalen im Supermarkt oder Lücken im Sortiment führen.

Dieses Jahr soll es außerdem eine Änderung an der Fleischtheke im Supermarkt geben. Dadurch soll für Kunden von Rewe, Edeka und Co. einfacher erkennbar sein, in welcher Haltungsform ein Tier gehalten wurde. Ermöglicht werden soll das durch eine neue Fleischkennzeichnung, die in fünf Stufen eingeteilt wird.

Änderung an der Kühltheke: Die Fleischkennzeichnung ändert sich 2023

Die neue Fleischkennzeichnung soll für deutsche Anbieter ab Juli 2023 verpflichtend sein. Neu ist außerdem, dass auch Anbieter aus dem Ausland über die Haltungsform der Tiere informieren können, berichtet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Für ausländische Anbieter sind diese Angaben jedoch freiwillig.

In diese fünf Stufen soll Fleisch künftig eingeteilt werden:

Stufe 1Stallhaltung
Stufe 2Stallhaltung mit mehr Platz
Stufe 3Frischluftstall
Stufe 4Auslauf und Freilufthaltung
Stufe 5Bio

Ab Sommer 2023 wird Rewe als erster Einzelhändler aufhören, gedruckte Prospekte herauszugeben, dadurch bricht Rewe mit einer langen Tradition. Das Unternehmen will so nachhaltiger werden und Papier sparen. Kunden finden die Prospekte weiter digital, beispielsweise in der Rewe-App. (kiba)

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