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Alzheimer-Risiko senken: Grüner Tee soll helfen

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Von: Clara Veiga Pinto

Eine Tasse mit grünem Tee.
Grüner Tee soll das Alzheimer-Risiko senken. Das fanden US-amerikanische Forschende heraus. (Symbolbild) © zidi/Imago

Forschende haben herausgefunden, wie man das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung reduzieren kann. Durch die Pflanzenstoffe eines Tees soll das möglich sein.

Frankfurt – US-Amerikanische Forscher haben kürzlich eine interessante Entdeckung gemacht: Pflanzenstoffe aus grünem Tee fördern die Gesundheit und reduzieren die Bildung von sogenannten Alzheimer-Plaques. Das zeigt eine neue Studie.

Neue Studie aus den USA: Grüner Tee soll Alzheimer-Risiko verringern

Die Alzheimer-Demenz ist laut Fachportal MSD Manual eine neurokognitive Störung und die häufigste Demenz-Ursache. Die Krankheit kommt bei Frauen doppelt so häufig vor wie bei Männern, zum Teil deshalb, weil Frauen eine längere Lebenserwartung haben. Das sind laut MSD Manual die häufigsten Symptome einer Alzheimer-Erkrankung:

Teeliebhaber aufgepasst: Grünen Tee zu trinken, könnte dazu beigetragen, dass das Risiko für Alzheimer maßgeblich sinkt, wie fr.de berichtet. Zu dieser Erkenntnis kamen Forschende der Tufts University in Massachusetts. Sie untersuchten 21 verschiedene Verbindungen auf ihre Fähigkeit, das Wachstum von sogenannten Beta-Amyloid-Plaques zu verhindern. Unter einer Plaque versteht man eine erhabene Veränderung. Diese Plaques entwickeln sich im Gehirn von Menschen mit Alzheimer.

Die Forscherinnen und Forscher fanden heraus, dass zwei gängige Verbindungen, Katechine aus grünem Tee und Resveratrol, das zum Beispiel in Rotwein enthalten ist, die Bildung des Plaques reduzierten. Sogar mit wenigen oder keinen Nebenwirkungen heißt es in der Studie. Grüner Tee soll bei der Vorbeugung einiger anderer Krankheiten helfen und kann außerdem das Leben verlängern.

Die anfänglichen Untersuchungen ergaben, dass fünf Verbindungen „eine wirklich robuste Wirkung gegen die Plaques“ hätten, heißt es in der Studie. Zusätzlich waren das Curcumin aus Kurkuma, das Diabetes-Medikament Metformin und eine Verbindung namens Citicolin.

„Wir hofften, Verbindungen zu finden, die harmlos sind und ein gewisses Maß an Wirksamkeit zeigen“, schreibt Studienleiterin Dr. Dana Cairns in einer Pressemitteilung der Universität. Grüntee-Verbindungen und Resveratrol erfüllten diesen Standard. 

Video: Zähneputzen schützt vor Alzheimer

Die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass die Verbindungen nicht nur vor Alzheimer, sondern womöglich auch vor Krebs schützen. Das ist allerdings noch nicht gänzlich erforscht. (Clara Pinto)

Hinweis: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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