Antiviren-Programme müssen laut Stiftung Warentest nicht teuer sein.
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Antiviren-Programme müssen laut Stiftung Warentest nicht teuer sein.

Antiviren-Software im Test

Stiftung Warentest testet Virenschutz: Kostenloses Programm hat am besten abgeschnitten

Antivirus-Programme: Die Stiftung Warentest hat Virenschutz getestet. Zahlreiche kostenlose Programme sind gut, aber es gibt einen Haken.

  • Die Stiftung Warentest hat 28 Virenschutz-Programme unter die Lupe genommen.
  • Dabei konnte vor allem ein Anbieter überzeugen.
  • Die Unterschiede zwischen Antiviren-Software für Windows und Mac sind groß.

Dortmund - Wer im Internet sicher unterwegs sein will, braucht einen guten Antivirus. Der schütz vor Datenklau, Trojanern und anderer Schadsoftware. Doch viel Geld müssen Internet-Nutzer für einen guten Virenschutz laut Stiftung Warentest nicht ausgeben, berichtet RUHR24.de*. Sogar einigekostenlose Programme konnten im Kampf gegen Viren überzeugen.

Was ist der beste Virenschutz? So hat die Stiftung Warentest getestet

Um die beste Software zu finden, haben die Experten der Stiftung Warentest 28 Programme, davon 19 für Windows-Computer und neun für Apples Betriebssystem MacOS, unter die Lupe genommen. Im Test musste die Software einiges aushalten.

So wurde überprüft, ob die Programme aus über 80.000 Dateien alle 40.000 versteckten schädlichen herausfiltern konnten. Zudem hinterfragte die Stiftung, wie gut die verschiedenen Anbieter vor Datenklau Schützen. Einige Antiviren-Programme konnten dabei besonders überzeugen und erreichten eine Gesamtnote von 1,5.

Avira überzeugt Stiftung Warentest und sorgt für eine große Überraschung

Bei den beiden Windows-Testsiegern handelt es sich um Software der Firma Avira. Das Überraschende: Deren Gratis-Programm "Free Security Suite" schnitt bei Stiftung Warentest genauso gut ab, wie der kostenpflichtige Antivirus Pro, für den im Jahr 35 Euro fällig sind.

Allgemein konnten kostenlose Programme im Test überzeugen. Auch die Gratis-Angebote "AVG Antivirus Free" und "Avast Free Antivirus" schnitten mit 1,5 noch sehr gut ab. Der "Windows Defender", der von Microsoft standardmäßig vorinstalliert wird, landete mit der Note 2,6 auf dem vorletzten Platz. Die gesamten Ergebnisse findet ihr auf der Homepage der Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest: Kostenloser Antivirus mit kleineren Schwächen

Doch auch bei den kostenlosen Angeboten sehen die Experten Probleme: Laut Stiftung Warentest nervt vor allem bei der "Avira Free Security Suite" gelegentlich Werbung. Außerdem bremst die kostenlose Alternative das System ein bisschen stärker, aus als die Bezahlvariante.

Video: Virenschutz von "Avast" spioniert Vorlieben seiner Nutzer aus

Beim "Avast Free Antivirus" muss kritisch angemerkt werden, dass das Unternehmen kürzlich beim Verkauf von Nutzerdaten erwischt wurde. Das ist laut Stiftung Warentest allerdings nicht verboten - und das Unternehmen hat den Verkauf nach eigenen Angaben mittlerweile gestoppt.

Virenschutz bei Apple: Das empfiehlt die Stiftung Warentest

Nutzer von Apple-Computern sind auch ohne Antivirus besser vor Schadsoftware geschützt als Windows-Kunden. Dennoch empfehlen die Experten der Stiftung Warentest auch für das Betriebssystem Mac die Nutzung von Virenschutz-Programmen.

Zum einen können sie ohne entsprechenden Schutz leichter Windows-Rechner infizieren. Zum anderen Verbessern die Programme den Schutz vor Phishing, also ungewolltem Datenklau, und einigen besonders aggressiven Viren.

Kostenpflichtiger Virenschutz für Apple-Kunden besser

Testsieger sind laut Stiftung Warentest in diesem Fall zwei kostenpflichtige Angebote: der "Bitdefender Antivirus for Mac" (Note 2,8; 40 Euro pro Jahr) und die "Eset Cyber Security Pro" (Note 3,0; 35 Euro pro Jahr). Deutlich wird allerdings, dass die Antiviren-Software für Apple-Computer insgesamt schlechter abschneidet, als die Windows-Konkurrenz.

Ein Tipp der Stiftung Warentest gilt allerdings sowohl für Windows- als auch für Apple-Nutzer: Die meisten Virenscanner arbeiten am besten, wenn sie eine Internetverbindung haben. Dann können Gefahren besonders effektiv erkannt werden.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

mn

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