Bei „Bares für Rares“ (ZDF) am 21. Mai 2021 schwärmt Elisabeth Nüdling aus Fulda gleich von allen sechs Stücken, die angeboten werden.
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Bei „Bares für Rares“ (ZDF) am 21. Mai 2021 schwärmt Elisabeth Nüdling aus Fulda gleich von allen sechs Stücken, die angeboten werden.

Horst Lichter: „Ne Ecke weg von hässlich“

Bares für Rares (ZDF): Händlerin Elisabeth Nüdling aus Fulda schwärmt gleich von sechs Objekten

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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Schwärmereien von Händlerin Elisabeth Nüdling aus Fulda bei „Bares für Rares“: Die Schmuckhändlerin ist von allen sechs Stücken, die in der ZDF-Trödelshow am Freitag angeboten werden, vom Hocker - doch nicht immer kommt sie zum Zug.

Köln/Fulda - „Sehr schön!“ „Sehr dekorativ!“ „Sensationell!“ „Diese Farbe - wunderschön!“ „Zeitlos schön!“ In der Ausgabe der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ vom Freitag, 21. Mai, mit Moderator Horst Lichter gerät Händlerin Elisabeth Nüdling aus Fulda gleich für alle sechs Stücke, die angeboten werden, ins Schwärmen. Doch ausgerechnet bei dem wertvollsten Stück wird die Kunsthistorikerin überboten.

Den Anfang bei „Bares für Rares“ macht Bassem Houerbi. Er hat in der ZDF-Trödelshow eine Deckenleuchte aus Kristallglas und Messing dabei, hergestellt von der Ernst Palme GmbH in Marsberg Ende der 1970er Jahre. Experte Sven Deutschmanek beziffert den Wert der Kristallleuchte in „exzellentem Zustand“ auf 1500 bis 1800 Euro. „Swarovski lässt grüßen - das macht schon Wind“, eröffnet Elisabeth Nüdling die Runde, bietet aber nicht mit. Jan Cizek kauft die Lampe für 750 Euro.

„Bares für Rares“ (ZDF): Elisabeth Nüdling aus Fulda schwärmt für alle sechs Stücke

Auch von einem Pozellan-Papagei der Manufaktur Ens aus Rudolstadt-Volkstedt in Thüringen aus dem 1920er Jahren ist „Bares für Rares“-Händlerin Elisabeth Nüdling begeistert. „Schön! Der gefällt uns allen“, begrüßt sie Verkäufer Marvin Schön. „So dekorativ!, führt die Kunsthistorikerin aus Fulda aus. „Egal, wo man den hinstellt - der sieht immer toll aus. Man kriegt gleich gute Laune. Sensationell.“ Den Gelbrust-Ara sichert sich Friedrich Häusser in der ZDF-Trödelshow für 200 Euro.

Dann wird ein „Stück DDR-Designgeschichte“ (Experte Sven Deutschmanek) bei „Bares für Rares“ angeboten - ein Camping-Stapelservice vom Designer Hans Merz in mintgrün, hergestellt 1957/58 von der Firma VEB Presswerkwerk Tambach (Preta) aus Meladur (Melaminharz). „Wir haben schon alle ganz gute Laune wegen dieser wunderschönen Farbe - Pistazie“, empfängt Elisabeth Nüdling aus Fulda die Verkäuferin aus Augsburg, Claudia Bauer. Jan Cizek kauft das Set für 80 Euro.

„Gespenstig, geheimnisvoll, aber schön“, bemerkt die „Bares für Rares“-Händlerin aus Fulda zum nächsten Stuck, einer Mappe mit zehn Radierungen des Künstlers Caspar Walter Rau, ein Vertreter des Phantastischen Realismus. „Die haben schon was.“ Trotz ihrer Schwärmerei bietet Elisabeth Nüdling aber auch dieses Mal in der ZDF-Trödelshow nicht mit. Für 240 Euro bekommt erneut Friedrich Häusser den Zuschlag.

Anders sieht das bei einer vergoldeten Jugendstil-Brosche aus Silber aus, die zu einer Kette umgearbeitet worden ist. „Ein Collier für die Dame“, startet Elisabeth Nüdling ihre Begutachtung des „Bares für Rares“-Stückes. „Sehr floral - ein sehr, sehr schöner Jugendstil-Anhänger. Ganz typisch für die Zeit.“ Das mit Diamanten besetzte Schmuckstück wollte die 41-Jährige aus Fulda, die zuletzt einen wertvollen Edelstein-Anhänger in der ZDF-Trödelshow gekauft hatte, offenbar unbedingt haben.

„Bares für Rares“ (ZDF): Elisabeth Nüdling aus Fulda kauft Silber-Brosche

Den Wert der über 100 Jahre alte Brosche hatte „Bares für Rares“-Expertin Heide Rezepa-Zabel in der ZDF-Trödelshow auf 400 bis 450 Euro geschätzt. Das erste Angebot unterbreitet dann aber Fabian Kahl - 250 Euro. Gegenseitig steigern sich Elisabeth Nüdling und Kahl auf 450 Euro hoch. „Höre ich noch was hinter mir?“, fragt die passionierte Schmuckhändlerin aus Fulda dann in der Hoffnung den Zuschlag zu bekommen.

Fabian Kahl legt allerdings noch zweimal nach, bis auf 480 Euro. Für 500 Euro kann aber Elisabeth Nüdling aus Fulda das Schmuckstück in der ZDF-Trödelshow kaufen und strahlt. Ob sie die Einschätzung von „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter zuvor gehört hatte. Der hatte eingangs eine lockere Bemerkung zur der Brosche fallen gelassen: „Die ist ne Ecke weg von hässlich.“

Video: Horst Lichter ehrlich: Am Anfang hat niemand an „Bares für Rares“ geglaubt

Auch bei dem wertvollsten Stück, das in der „Bares für Rares“-Sendung am 21. Mai 2021 von Horst Eremit aus Essen angeboten wurde, zeigt Elisabeth Nüdling dann nochmals mehr als Interesse. Im Angebot war ein Kasten mit einem umfangreichen Menübesteck aus Silber für zwölf Personen. Allein das Feinsilbergehalt ermittelt Expertin Heide Rezepa-Zabel mit fünf Kilogramm. Entsprechend beziffert sie den Wert auf 3500 bis 4500 Euro.

„Einen sensationell schönen Besteckkasten haben sie uns mitgebracht - wunderschön“, begrüßt Elisabeth Nüdling den Verkäufer, der das Mansfelder Silber (Franz Bahner) von den Großeltern geerbt hatte. „Zeitlos schön“, schwärmt die Gutachterin für Diamanten aus Fulda weiter und bietet 3600 Euro. Fabian Kahl erhöht letztlich aber auf 4250 Euro und bekommt den Zuschlag. „Ich habe auch noch einen Besteckkasten“, gibt sich Elisabeth Nüdling geschlagen, aber deshalb nicht sehr traurig.

Bei „Bares für Rares“ (ZDF) hatte zuletzt ein Offizier-Set aus der Kaiserzeit die Händler begeistert. Außerdem berichtet extratipp.de, dass die Händler der Meinung sind, Expertin Heide Rezepa-Zabel habe sich bei ihrer Expertise eines Schmuckstückes um über 1000 Euro verschätzt*. *extratipp.com ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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