Hat sich die „Bares für Rares“-Expertin bei ihrer Expertise zu einer Münze aus dem 18. Jahrhundert getäuscht? Die Händler sind sich unsicher.
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Hat sich die „Bares für Rares“-Expertin bei ihrer Expertise zu einer Münze aus dem 18. Jahrhundert getäuscht? Die Händler sind sich unsicher.

Hat sich die Expertin geirrt?

„Bares für Rares“ (ZDF): Trotz Fälschungs-Verdacht - Goldmünze erzielt hohen Preis

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
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Bei „Bares für Rares“ (ZDF) wird über die Echtheit einer Münze aus dem 18. Jahrhundert diskutiert. Während sich die Expertin sicher ist, sind die Händler anderer Meinung. Ein Händler ist aber gewillt, herauszufinden, ob die Münze eine Fälschung ist oder nicht.

Köln - Raphael Freyer (43) aus Grevenbroich bringt eine Münze mit in die ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“. Er möchte wissen, ob die Münze aus echtem Gold ist und was sie wert ist. „Je mehr sie wert ist, desto besser“, sagt der Verkäufer in der Folge am Montag, 25. Januar. Zu Beginn will Moderator Horst Lichter wissen, wo Raphael Freyer die Münze gefunden hat. Die Antwort: Im Keller seiner Großeltern.

Name der TrödelshowBares für Rares
Erstausstrahlung4. August 2013
ProduktionsunternehmenWarner Bros. International Television Production, ZDF
AusstrahlungsturnusMontags bis freitags, ab 15.05 Uhr im ZDF
ModerationHorst Lichter (seit Staffel 1)

Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel erklärt den beiden, dass es sich bei der Münze um einen Dukat von 1738 handelt. Das erkenne man daran, dass die Münze sehr flach ist. Außerdem gebe es keine Wertangaben auf Dukaten. „Aber man weiß, dass ein Dukat immer 3,49 Gramm wiegt“, führt die „Bares für Rares“-Expertin weiter aus. Sie hatte die Münze zuvor gewogen und sie habe exakt dieses Gewicht gehabt, bestätigt Dr. Heide Rezepa-Zabel in der Folge im ZDF. „Das ist ja wichtig. Es gibt nichts, was es nicht gibt, und es gibt viel, das nachgemacht wird“, sagt Horst Lichter. Und auch Raphael Freyer ist glücklich, dass es sich hierbei um richtiges Gold handelt.

„Bares für Rares“ (ZDF): Wie viel ist Goldmünze wert? Das sagt die Expertin

Horst Lichter möchte von Dr. Heide Rezepa-Zabel noch den Goldwert erfahren. Dieser liege bei 180 Euro, sagt die „Bares für Rares“-Expertin. Das sind schon fünf Euro mehr als der Wunschpreis des Verkäufers, der sich zwischen 175 Euro und 175 Euro über jeden Preis freuen würde. In diesem Erhaltungszustand liegt die Münze bei 700 bis 1100 Euro, ist sich die Expertin in der Folge im ZDF sicher. Für ein gefundenes Objekt aus dem Keller sei das „eine sensationelle Sache“, sagt Horst Lichter, bevor er Raphael Freyer zu den Händlern schickt.

Im „Bares für Rares“-Händlerraum betrachtet Händler Thorsden Schlößner die Münze sehr genau und ist sich sicher, dass es sich um eine Nachprägung handelt. „Die ist nicht aus dieser Zeit. Das wäre unmöglich“, fügt er hinzu. Und auch Julian Schmitz-Avila denkt in der ZDF-Sendung, dass es sich um eine Nachprägung handelt, weil sie nach 250 Jahren noch unbeschädigt sei und keinerlei Gebrauchsspuren habe, was sehr unwahrscheinlich sei.

Ist diese Münze aus dem 18. Jahrhundert? Die „Bares für Rares“-Händler sind skeptisch

Als Raphael Freyer den Raum betritt, möchten die Händler - unter ihnen ist auch Elisabeth Nüdling aus Fulda - wissen, ob die Münze echt ist. Diese Frage bejaht der Verkäufer bei „Bares für Rares“ (ZDF). Händler Thorsden Schlößner möchte wissen, wer das geprüft habe und erfährt, dass Dr. Heide Rezepa-Zabel die Echtheit bestätigt hat. Zuvor sei das Stück allerdings nie von einem Münzsachverständiger geprüft worden, gibt der Verkäufer zu.

Um die Echtheit dieser Münze geht es bei „Bares für Rares“ (ZDF).

Die Händler sind weiter skeptisch. „Ich handele mit Gegenständen aus dem 18. Jahrhundert, und so ein paar Gebrauchsspuren hat man immer“, sagt Julian Schmitz-Avila. Dennoch gibt er ein Gebot von 350 Euro ab. Auch Roman Runkel und David Suppes nennen Preise, die sie bereit wären, für die Münze zu zahlen. Händlerin Elisabeth Nüdling aus Fulda hingegen gibt kein Gebot ab. In der „Bares für Rares“-Folge erhöht Julian Schmitz-Avila auf 650 Euro. Das ist ihm die Münze wert, schließlich müsse er auch noch ein Gutachten erstellen lassen. „Ich bin nämlich nicht der Meinung, dass sie aus dieser Zeit ist“, gesteht der Händler, der es nun aber herausfinden möchte.

„Bares für Rares“-Händler glaubt nicht an die Echtheit der Münze

„Ich war von Anfang an der Meinung, dass die Münze nicht aus dieser Zeit ist“, schaltet sich Händler Thorsden Schlößner ein, der aus diesem Grund kein Gebot abgibt. Händlerin Elisabeth Nüdling aus Fulda möchte vom Verkäufer wissen, welche Preisspanne die „Bares für Rares“-Expertin genannt hatte. Als Raphael Freyer diese nennt, sagt die Händlerin aus Fulda, dass 650 Euro ein „fairer Preis“ sei, da für Julian Schmitz-Avila immerhin ein gewisses Risiko bestehe.

Video: Das sind die Rekord-Verkäufe bei „Bares für Rares“ (ZDF)

Zum Schluss können sich der Verkäufer und Händler Julian Schmitz-Avila auf 700 Euro einigen. „Da möchte ich wissen, wie das ausgeht“, ist nicht nur Elisabeth Nüdling neugierig, ob die Münze echt ist. Auch die anderen Händler sind gespannt. In der „Bares für Rares“-Folge im ZDF wird aber nicht mehr aufgelöst, ob die Münze nun echt ist oder nicht. Raphael Freyer freut sich unterdessen über die 700 Euro. Das Video zur „Verhandlung“ kann man sich bei YouTube ansehen.

Diese Objekte wurden außerdem in der „Bares für Rares“-Folge auf ZDF verkauft

Außerdem kauft Händler Julian Schmitz-Avila in der „Bares für Rares“-Folge im ZDF am Montag eine Mappe Kunstplakate von den Olympischen Spielen 1972 für 600 Euro. Thorsden Schlößner hat Interesse an einer Majolika-Vase aus dem 19. Jahrhundert und zahlt dafür 280 Euro. Ein Strom-Messgerät von 1910 kauft Händler Roman Runkel für 100 Euro. Elisabeth Nüdling aus Fulda und David Suppes liefern sich erneut einen Bieterkampf um einen Brosche mit Rosendiamant. Am Ende setzt sich David Suppes durch und zahlt dafür 1900 Euro. Erst vor Kurzem hatten sich die beiden „Bares für Rares“-Händler wegen einer anderen Brosche ein wahres Wettbieten geliefert.

In den vergangenen Folgen kaufte „Bares für Rares“-Händler David Suppes eine Vase, bei der die Verkäufer im Vorfeld beinahe abgezockt worden wären. Sechs Stühle vom Dachboden lösten bei „Bares für Rares“ ein wahres Bietergefecht aus, es wurde eine Primizkrone verkauft und lange vermisster Familien-Schmuck brachte eine enorme Summe ein.

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