„Bares für Rares“ (ZDF): Mit Designerin Silvia Lessmann aus Hanau hat Elisabeth Nüdling die Rolle der Frauen in der Kunst diskutiert. Zum Verkauf stand ein Werk von Sonia Delaunay, einer Wegbereiterin der abstrakten Kunst.
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„Bares für Rares“ (ZDF): Mit Designerin Silvia Lessmann aus Hanau hat Elisabeth Nüdling die Rolle der Frauen in der Kunst diskutiert. Zum Verkauf stand ein Werk von Sonia Delaunay, einer Wegbereiterin der abstrakten Kunst.

Abstraktes Werk

Bares für Rares (ZDF): Elisabeth Nüdling aus Fulda diskutiert Frauen-Rolle in der Kunst

  • Sebastian Reichert
    VonSebastian Reichert
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Bei „Bares für Rares“ im ZDF kam es jetzt zu einer Diskussion über die Rolle der Frauen in der Kunst. Elisabeth Nüdling hatte bei dem Feminismus-Thema eine klare Meinung. Auslöser des Gespräch war ein Werk der Künstlerin Sonia Delaunay, einer Wegbereiterin der abstrakten Kunst.

Köln - In der „Bares für Rares“-Folge vom Donnerstag, 14. Oktober, wollte Silvia Lessmann aus Hanau im Main-Kinzig-Kreis in der ZDF-Trödelshow ein Werk der französischen Künstlerin Sonia Delaunay verkaufen - und zwar ein Schablonendruck (in der sogenannten Pochoir-Technik) mit dem Motiv-Namen „Hélice rouge“ (Roter Propeller) aus den 1950er bis 1960er Jahren.

Sonia Delaunay-Terk (1885-1979) war eine ukrainisch-französische Malerin und Designerin. Sie war verheiratet mit dem Maler Robert Delaunay (1885-1941) und gilt als bedeutende Wegbereiterin der abstrakten Malerei; insbesondere entwickelte Sonia Delaunay den sogenannten Orphismus, eine Kubismus-Variante. Nun war ein Werk von ihr bei „Bares für Rares“ im ZDF zu verkaufen.

Bares für Rares (ZDF): Elisabeth Nüdling aus Fulda diskutiert Frauen-Rolle in der Kunst

Silvia Lessmann hatte das Kunstwerk in den 1980er Jahren direkt von Sonia Delaunays Sohn Eric gekauft. „Eines der schönsten Stücke, die ich jemals gesehen habe“, zeigte sich „Bares für Rares“-Experte Colmar Schulte-Goltz in der ZDF-Show gegenüber Moderator Horst Lichter begeistert. Sonia Delaunay sei „eine Urheberin mit Weltgeltung“.

In Bezug auf die abstrakte Kunst habe sie unglaublich viel angestoßen, führte der „Bares für Rares“-Experte aus - Sonia Delaunay sei „ein Universalgenie“ gewesen. Die Pochoir-Drucktechnik mache das „Hélice rouge“-Motiv zudem zu einem „Unikat in Serie“. „Der Farbauftrag ist immer anders.“ Der ZDF-Experte schätzte den Wert des Werkes auf 1200 bis 1400 Euro.

Entsprechend fasziniert war im „Bares für Rares“-Händlerraum gleich auch Daniel Meyer. „Ne, geil! Entschuldigung - toll“, rief er aus, während Händlerin Elisabeth Nüdling aus Fulda stellvertretend für ihre Kollegen das Kunstwerk zu Beginn näher unter die Lupe nahm. (Lesen Sie auch hier: Fauxpas bei „Bares für Rares“ (ZDF): Kahl hält Box-Legende für Künstler - Nüdling schlägt bei Schmeling zu)

„Unheimlich farbfrisch - ganz farbintensiv“, war auch „Bares für Rares“-Händlerin Elisabeth Nüdling in der ZDF-Show begeistert von dem Kunstwerk. „Paris, Wahnsinn! Der Zustand ist exzellent“, beendete die Schmuckhändlerin ihre Begutachtung. Nachdem die Händler sich von 200 auf 400 Euro hochgesteigert hatten, griff Verkäuferin Silvia Lessmann ein.

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„Man darf nicht vergessen, dass Sonia Delaunay die Wegbereiterin der neuen Moderne ist“, argumentierte die Handtaschen-Designerin aus Hanau im Walzwerk in Pulheim bei Köln. „Sie hat den Orphismus in die Wege geleitet und viele andere Künstler beeinflusst. Sie ist in dieser Hinsicht wichtiger als ihr Mann Robert.“

Während der Ausführungen musste sich „Bares für Rares“-Händlerin Elisabeth Nüdling mehrfach zurückhalten, schließlich sagte die Diamanten-Gutachterin aus Fulda: „Das ist aber leider ganz häufig so. Die Bauhaus-Künstler - da gab es gerade im Textilbereich so viele Künstlerinnen, die viel spannender waren. Die kennt man aber überhaupt nicht.“ (Lesen Sie hier: „Bares für Rares“ (ZDF): Verkäufer bietet „Actionfigur“ von Horst Lichter an)

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Die „Bares für Rares“-Händlerin weiter: „Bauhaus - das ist meistens Gropius oder Kandinsky. Die Frauen kennt keiner.“ Die Diskussion unterlief bei Daniel Meyer Spuren. „Ich traue mich kaum noch ein männliches Gebot abzugeben“, sagte er.

Dann stieg auch „Bares für Rares“-Händlerin Elisabeth Nüdling wieder in den Bieterwettstreit ein. Sie bot 850 Euro und zwinkerte so unter Frauen Verkäuferin Silvia Lessmann zu. „Mir gefällt’s“, sagte sie in Bezug auf das Werk von Sonia Delaunay, für das letztlich Thorsden Schlößner für 1000 Euro den Zuschlag erhielt. „Ein spannendes Objekt“, bemerkte Elisabeth Nüdling abschließend.

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