Verrückte Idee von Susanne Steiger bei „Bares für Rares“: Aus einer Silber-Antiquität könnte man ein Hunde-Halsband machen.
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Verrückte Idee von Susanne Steiger bei „Bares für Rares“: Aus einer Silber-Antiquität könnte man ein Hunde-Halsband machen.

Einwurf von Händlerin

Bares für Rares (ZDF): Verrückte Idee - aus Silber-Antiquität ein Hunde-Halsband machen

  • Sebastian Reichert
    VonSebastian Reichert
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Verrückt ist es bei „Bares für Rares“ im ZDF zugegangen. In der Trödelshow meinte Händlerin Susanne Steiger, dass man aus einer Silber-Antiquität ein Halsband für Hunde machen könne. Dann bot die Kölnerin „1000 Euro für die Orgie“.

Köln - Verrückte Verkäufer-Händler-Gespräche in der „Bares für Rares“-Sendung vom Donnerstag, 2. September, im ZDF mit Moderator Horst Lichter. So erhielt Severin Dusch aus Landshut am Ende das 23-Fache seines Wunschpreises. Der 29-Jährige hatte im Walzwerk in Pulheim bei Köln eine Bronze-Schlange dabei - um 1900 von Giovanni Nisini aus Rom gefertigt.

Für die Schlange wünschte sich Severin Dusch 100 Euro bei „Bares für Rares“, wo auch Händlerin Elisabeth Nüdling aus Fulda regelmäßig als Händlerin zu sehen ist. „Das ist eine absolute Rarität“, schätzte Experte Albert Maier den Wert um ein Vielfaches höher ein - nämlich auf 1500 bis 2000 Euro. Letztlich ersteigerte Elke Velten die Schlange - für 2300 Euro. „Ich habe mal eine Schlange gerettet. Die ist dann leider aber gestorben. Deshalb wollte ich die Bronze haben“, begründete die Händlerin den Kauf.

Bares für Rares (ZDF): Händlerin will aus Silber-Antiquität Hunde-Halsband machen

Die Expertise von „Bares für Rares“-Experte Albert Maier zu einem Ölgemälde von Hermann Steinfurth, das Michael Vetter aus Stuttgart mitbrachte, mündete letztlich sogar in einen fünfstelligen Schätzbetrag: 8000 bis 10.000 Euro. Hermann Steinfurth (1823/24-1880 in Hamburg) war ein deutscher Maler und Grafiker der Düsseldorfer Malerschule und der Hamburger Schule. Ihm schrieb Maier das Bild mit dem Titel „Bacchant“ zu.

„Das ist ein Meisterwerk der Porträtmalerei“, zeigte sich der „Bares für Rares“-Experte begeistert. Laut Albert Maier könnte der „Bacchant“-Porträtierte ein „Teilnehmer einer Orgie“ sein. Diese Information gefiel dann offenbar auch Susanne Steiger im Händlerraum. „1000 Euro für die Orgie“, bot sie schmunzelnd mit. Letztlich bekam die Kölnerin das um 1850 gemalte Bild, musste aber 6660 Euro zahlen. (Lesen Sie auch: Händler liefern sich bei „Bares für Rares“ (ZDF) Bietergefecht - wegen einer Pferde-Skulptur)

Mit einer verrückten Idee fiel „Bares für Rares“-Händlerin Susanne Steiger in der ZDF-Sendung auch auf, als es um einen russischen Hochzeitsgürtel aus Silber ging. Dieser wurde wahrscheinlich 1894 in Tiflis im heutigen Georgien hergestellt. „Das ist mal Handarbeit - unglaublich“, sagte Händler Wolfgang Pauritsch zu dem Stück, das Ariana Köves und Frank Schäfer aus Bad Nauheim mitgebracht hatten.

„Die Arabesken sind fein herausgearbeitet“, urteilte „Bares für Rares“-Expertin Heide Rezepa-Zabel und schätzte den Wert des antiquarischen und 500 Gramm schweren Hochzeitsgürtels aus dem Kaukasus auf 600 bis 800 Euro. „Es gibt tatsächlich Leute, die auf ausgefallene Hundehalsbänder stehen - gerade im Windhund-Bereich“, warf Susanne Steiger dann überraschend im Händlerraum bei den Verhandlungen ein.

Den Hochzeitsgürtel könne man ja wunderbar kürzen, ergänzte die „Bares für Rares“-Händlerin aus Köln. „Die Idee ist nicht schlecht“, staunte Wolfgang Pauritsch. „Jetzt passt es einem Geparden.“ „Einem Löwen“, warf Susanne Steiger ein. Händler Markus Wildhagen scherzte nicht bei dem Hundehalsband-Fall mit, bot aber trocken 680 Euro. Für diese Summe bekam der Düsseldorfer die Hochzeitskette schließlich.

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Ob er die „Bares für Rares“-Antiquität in einen Hunde-Halsband umbauen lassen will oder was er sonst mit der Kette vorhat, verriet der Düsseldorfer in der ZDF-Trödelshow aber nicht. Verkauft wurde in der Sendung auch ein Bauhaus-Sessel des Designers Erich Dieckmann (1896-1944), für den Fotograf Dennis Weber aus Düsseldorf 450 Euro bekam, und ein Diamantring mit Smaragd. Für diesen erhielten Ursula und Roland Müller aus Erlangen 1500 Euro.

Zuletzt war bei „Bares für Rares“ im ZDF Experte Albert Maier gar mit einer musealen Sensation konfrontiert worden. In der Trödelshow verkaufte Melchior Wolff aus Berlin ein Braukran-Stück von Kölner Dom. Die aus dem Baukrank-Holz von 1842 gefertigte Wandkonsole ging für 4250 Euro an Händlerin Susanne Steiger.

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