Horst Lichter muss bei „Bares für Rares“ (ZDF) in die Verhandlung um eine Brosche aus dem russischen Zarenhaus einschreiten.
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Horst Lichter muss bei „Bares für Rares“ (ZDF) in die Verhandlung um eine Brosche aus dem russischen Zarenhaus einschreiten.

Preis-Schätzung haut Moderator um

Bares für Rares (ZDF): Händler zögern bei Brosche aus russischem Zarenhaus - dann greift Horst Lichter ein

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
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Wenn die Verhandlungen bei „Bares für Rares“ (ZDF) stocken, kommt Moderator Horst Lichter schnell zur Hilfe geeilt, um den Verkäufern zur Seite zu sehen. So auch beim Verkauf einer Brosche aus dem russischen Zarenhaus.

Köln/Fulda - Bei „Bares für Rares“ (ZDF) steht Horst Lichter den Verkäufern gerne zur Seite, wenn die Verhandlungen stocken. Vor einiger Zeit enthüllte der Moderator ein Detail auf einem Gemälde von Jan Fris. Die Gebote der Händler schossen daraufhin in die Höhe. Auch am Mittwoch, 26. Mai, eilt der 59-Jährige zur Hilfe und taucht in dem Raum auf, in dem die Händler sitzen.

Heidi Wiesejahn aus Ratting möchte eine Brosche bei „Bares für Rares“ (ZDF) verkaufen. Sie hat das Schmuckstück von einem befreundeten Ehepaar gekauft, die nach Costa Rica ausgewandert sind, erzählt die Verkäuferin Horst Lichter zunächst. Dann verrät Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel, dass es sich hierbei um eine Zweispitzbrosche handelt, die aus dem russischen Zarenhaus stammt. Sie ist mit Perlen umrandet, die hervorragend eingesetzt sind, findet die Expertin.

Bares für Rares (ZDF): Brosche aus dem russischen Zarenhaus viel wert - „Das haut mich ein bisschen um“

In ihren weiteren Ausführungen sagt die „Bares für Rares“-Expertin, dass auf der Nadel zwei Stempel zu erkennen seien. Einer der beiden weise auf den Goldschmied August Frederik Hollming hin, der bei der Schmuckfirma Fabergé in St. Petersburg gearbeitet habe. Gleichzeitig sei er Goldschmied bei Hofe gewesen.

Zwar sei kein Stempel von Fabergé auf der Brosche zu erkennen, aber der Stempel von Hollming würde ausreichen, um die Echtheit zu beweisen, ist sich Heide Rezepa-Zabel sicher. Auf dem Kunstmarkt gebe es nämlich viele Vergleichsstücke in dieser Art, fügt sie in der ZDF-Trödelshow an.

Daraufhin möchte Horst Lichter von Heidi Wiesejahn wissen, wie viel Geld sie für die Brosche von den „Bares für Rares“-Händlern haben möchte, und die Verkäuferin sagt, dass 2000 Euro ihr Wunschpreis sei. Die Expertin, der zufolge das Schmuckstück zwiscen 1900 bis 1908 angefertigt wurde, schätzt den Wert sogar auf 7000 bis 10.000 Euro, da Schmuck von Fabergé international gehandelt werde. „Das haut mich ein bisschen um“, gesteht Horst Lichter in der ZDF-Trödelshow.

„Bares für Rares“-Händler zweifeln an Echtheit der Brosche - Horst Lichter greift ein

„Die Schachtel sieht schon mal toll aus“, ist Elisabeth Nüdling aus Fulda begeistert. Erst vor kurzem hatte die Händlerin einen wertvollen Edelstein-Anhänger bei „Bares für Rares“ (ZDF) gekauft. Nun begutachtet sie die Brosche, ehe die Verkäuferin den Raum betritt. „Wir sind voller Ehrfurcht und sehr begeistert von diesem wunderbaren Schmuckstück. Da haben Sie wirklich etwas kostbares mitgebracht“, sagt die passionierte Schmuckhändlerin zur Begrüßung.

Diese Brosche aus dem russischen Zarenhaus soll bei „Bares für Rares“ (ZDF) verkauft werden.

Fabian Kahl beginnt mit 1000 Euro als Startgebot, Elisabeth Nüdling erhöht auf 3000 Euro. Dennoch sind die „Bares für Rares“-Händler zögerlich, da sie an der Echtheit der Brosche zweifeln. Daraufhin betritt Horst Lichter den Raum in der ZDF-Trödelshow: „Ich habe gemerkt, dass es so ein klein bisschen hakt.“ Der Moderator erklärt den Händlern, dass ähnliche Schmuckstücke bei Auktionen um einiges mehr als den Schätzpreis von 7000 bis 10.000 Euro erzielt haben.

Diese Objekte seien auch nicht von Fabergé gestempelt, sondern von Hollming selbst, fügt Horst Lichter an, um noch einmal die Hochwertigkeit des Schmuckstückes bei „Bares für Rares“ (ZDF) herauszustellen. „Ich bin dankbar, dass ich es sehen durfte“, sagt der Moderator, bevor er wieder den Raum verlässt. Erst vor ein paar Tagen hatte Horst Lichter ein Geheimnis um seinen Bart gelüftet*, berichtet tz.de.

Video: Horst Lichter ehrlich: Am Anfang hat niemand an „Bares für Rares“ (ZDF) geglaubt

Elisabeth Nüdling erhöht ihr Gebot auf 5000 Euro. Da die anderen „Bares für Rares“-Händler nicht mehr bieten, verkauft Heidi Wiesejahn die Brosche an die Händlerin aus Fulda. „Ich habe so eben meine allererste Brosche des Goldschmieds August Frederik Hollming gekauft, der für Fabergé gearbeitet hat. Ich habe noch nie so eine fantastische Goldschmiede-Arbeit gesehen“, sagt Elisabeth Nüdling im Anschluss an die Verhandlung in der Mittwochs-Folge der ZDF-Trödelshow.

Elisabeth Nüdling kaufte in dieser Folge nicht nur die Brosche, sondern auch eine Kette mit Münzen für 900 Euro. Zuletzt schrämte die Händlerin aus Fulda von gleich sechs Objekten bei „Bares für Rares“ (ZDF). Ein Schränkchen von Dr. Oetker ist Walter Lehnertz 180 Euro wert. Außerdem schenkt er zwei Verkäuferinnen, die er sehr sympathisch findet, 20 Euro, nachdem Friedrich Häusser von den beiden Frauen eine Bronze von Werner Franzen für 800 Euro gekauft hat. Zudem kauft Friedrich Häusser eine Miniaturbrauerei für 130 Euro. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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