„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter durfte als Kind Eierlikör-Waffeln essen. Das erzählte er in der ZDF-Trödelshow.
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„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter durfte als Kind Eierlikör-Waffeln essen. Das erzählte er in der ZDF-Trödelshow.

„Ist das ein Spaghetti-Besteck?“

„Bares für Rares“ (ZDF): Horst Lichter erzählt von seiner Kindheit - Susanne Steiger blamiert sich

  • Sebastian Reichert
    VonSebastian Reichert
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„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter erzählte von seiner Kindheit, und Händlerin Susanne Steiger bekleckerte sich gleich bei drei Stücken nicht gerade mit Ruhm: zwei Dinge, die in der ZDF-Trödelshow vom 18. Juni 2021 besonders auffielen.

Köln/Fulda - Kuriositäten und Schätze werden traditionell gerne „Bares für Rares“ (ZDF) im Walzwerk in Pulheim bei Köln gehandelt. Das war auch wieder in der Folge der Trödelshow, in der auch Schmuck-Expertin Elisabeth Nüdling aus Fulda seit Jahren regelmäßig mit dabei ist, zu sehen, die am Freitag, 18. Juni 2021, ausgestrahlt worden ist. Allerdings berichtete Moderator Horst Lichter dabei auch von seiner Kindheit - einer „glorreichen Zeit“, wie er sagte.

Als Christiane Gottschalk und Uli Weilandt drei Cocktailsessel von Thonet aus den 1950er Jahren vorstellten, fühlte sich „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter um Jahrzehnte zurückversetzt. „In dieser Zeit gab es Eierlikör in der Waffel, und wir Kinder durften dann immer die Wäffelchen essen - mit Eierlikör. Das war schön“, berichtete Lichter angesichts der von Edelhardt (Eddie) Harlis entworfenen Sitzmöbel, die letztlich Händlerin Esther Ollick für 400 Euro kaufte.

„Bares für Rares“ (ZDF): Horst Lichter erzählt von seiner Kindheit - Susanne Steiger blamiert sich

Danach wurde es dreimal etwas peinlich für „Bares für Rares“-Händlerin Susanne Steiger. Bei einem signierten Küstenszenen-Gemälde von Elchanon Verveer (1826-1900) aus Den Haag meinte sie zu einer großen hellen Wolke auf dem Öl-Bild: „Da stimmt was mit dem Himmel nicht. Da sieht nach großflächiger Retusche ein.“ Zuvor hatte aber Expertin Bianca Berding erklärt, dass der Maler sehr bewusst verschiedene Maltechniken eingesetzt habe - die Farbe mal durchschimmernder, mal dicker aufgetragen habe. David Suppes kaufte das Bild von Christiane Zacharias für 1900 Euro ab.

Beim nächsten Händlerstück trat „Bares für Rares“-Handlerin Susanne Steiger ins nächste Fettnäpfchen. Ein insgesamt 976 Gramm schweres Suppenbesteck aus 800er Silber, das zu einem Firmenjubiläum 1898 verschenkt worden und offenbar noch nie benutzt worden war, hatte Heide Rezepa-Zabel auf einen Wert von 700 bis 800 Euro tariert. Susanne Steiger fragte aber: „Ist das ohne Messer?“ - und hielt es für ein „Spaghetti-Besteck“.

Auch Kollege Daniel Meyer wusste im „Bares für Rares“-Händlerraum nicht weiter: „Ich kenne kein Besteck, das vollständig ist, das ohne Messer ist.“ Nach der Aufklärung durch Nicole und Hildegard Kiefer, schlug er dann aber zu - für 650 Euro. Seine Begründung für den Kauf des Suppenbestecks ohne Messer lautete: „Silber kaufe ich immer gerne - das glänzt so schön.“

Dann folgte eigentlich das Metier von Schmuckexpertin Susanne Steiger. Petra van der Linde brachte ein Tigeraugen-Armband mit, Modeschmuck aus vergoldetem Messing aus dem Jahr 1964, hergestellt vom Schmuckunternehmen Henkel & Grossé aus Pforzheim, das auch mit der französischen Modemarke Christian Dior zusammenarbeitete. „Bares für Rares“-Expertin Heide Rezepa-Zabel schätzte den Wert des Modeschmucks auf 120 bis 150 Euro.

Doch „Bares für Rares“-Händler Susanne Steiger war sich zunächst zumindest unsicher angesichts des Armbands. „Ich bin mir nicht sicher, ob es sich um Modeschmuck handelt“, erklärte sie im Händlerraum, um dann später zu ergänzen, dass solcher Schmuck auch als „Reiseschmuck“ bezeichnet wird und beispielsweise gern auf Kreuzfahrten getragen wurde. Esther Ollick kaufte das Armband für 50 Euro.

Video: Horst Lichter ehrlich: Am Anfang hat niemand an „Bares für Rares“ geglaubt

In der Folge der ZDF-Trödelshow mit Moderator Horst Lichter, in der auch zwei Elfenbein-Federhalter mit Etui verkauft wurden, räumte aber am meisten ein Pferdekopf aus Bronze vom noch lebenden Künstler Max Sauk ab. Daniela Fuchs und Joe Manhard vom Birkenhof in Einbeck in Niedersachsen, einem „Zentrum für Mensch & Tier“, hatten den etwa 160 Kilogramm schweren Pferdekopf mitgebracht.

„Bares für Rares“-Händler Daniel Meyer stieg mit einem Gebot von 1000 Euro ein. Susanne Steiger ging bis 3000 Euro mit. Dann bot David Suppes noch 3150 Euro, ehe Daniel Meyer mit 3200 Euro den Zuschlag erhielt. „Wahnsinn! Wir hätten nicht damit gerechnet, dass die Händler mit einem so hohen Gebot einsteigen und sich dann noch gegenseitig so hoch bieten“, freute sich Daniela Fuchs.

Zuletzt hatten sich bei „Bares für Rares“ im ZDF Dagmar Kritzer und ihre Enkelin Lisa Fromm überrascht gezeigt, was ihr Diamanten-Schmuck so wert war. Händlerin Elisabeth Nüdling aus Fulda erhielt für 2000 Euro den Zuschlag. Damit bekamen die beiden Besitzer für ihr Collier-Schmuckstück viermal so viel Geld, wie sie erhofft hatten. Auch ein Paar aus Mannheim hatte kürzlich mit einem Erbstück bei „Rares für Rares“ so richtig abgesahnt*. *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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