Horst „Hotte“ Lichter hielt bei „Bares für Rares“ ein Olympia-Bronze fälschlicherweise für ein Spiel.
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Horst „Hotte“ Lichter hielt bei „Bares für Rares“ ein Olympia-Bronze fälschlicherweise für ein Spiel.

Bemerkung von Julian Schmitz-Avila

Bares für Rares (ZDF): Horst Lichter hält Olympia-Bronze für Spiel - Spitzname von Moderator verraten

  • Sebastian Reichert
    VonSebastian Reichert
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„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter hält in der ZDF-Trödelshow vom 24. Juni Olympia-Bronze für ein Geschicklichkeitsspiel. Dann deutet Lichter oder „Hotte“ - wie ihn Julian Schmitz-Avila mit Spitznamen nennt - an, den Hut nehmen zu wollen.

Köln/Fulda - Horst Lichter spielt bei „Bares für Rares“ (ZDF) im Walzwerk in Pulheim bei Köln mit der Bemerkung, den Hut nehmen zu wollen. In der Folge, die am Freitag (25. Juni 2021) ausgestrahlt wurde, fällt der Moderator aber auch mit einer kuriosen Beurteilung eines Objektes auf. In der Trödelshow, in der auch Schmuck-Expertin Elisabeth Nüdling aus Fulda seit Jahren regelmäßig mit dabei ist, hält „Hotte“ ein Olympia-Bronze für ein Geschicklichkeitsspiel.

In der „Bares für Rares“-Folge vom 25. Juni 2021 kommen ein handbemaltes Kartenspiel, drei Silberlöffel, eine Bischofsbüste, ein zusammen steckbarer Safaristuhl und ein Gold-Gürtelring mit zwei Diamanten sowie ein Olympia-Bronze in den Händlerraum. Das Olympia-Bronze - eine Kunst-Skulptur und keine Medaille der Olympischen Spiele - hat Stefan Pengel aus Essen mitgebracht. Der 52-Jährige will das Objekt für Wilhelm Spohn, einen über 90-Jährigen Bekannten von ihm, verkaufen - und zwar für den guten Zweck.

Bares für Rares (ZDF): Horst „Hotte“ Lichter hält Olympia-Bronze für Spiel

„Bares für Rares“-Experte Colmar Schulte-Goltz aus Essen hält die Olympia-Bronze für „ein sehr spannendes Stück“. „Ich finde es sensationell“, führt der Kunsthistoriker aus. „Es ist ein Zeitdokument.“ Die französische Bildhauerin Anita Tullio (1945-2014) schuf die Skulptur 1992 und ließ sich dabei von den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona inspirieren. Auf einer Grundplatte, einer Terrain Plinthe, ragen an Flaggen erinnernde Elemente hervor.

Lose aufgelegt sind fünf miteinander verbundene Ringe - wie die Fahnen-Elemente gemäß den Olympia-Ringen von Pierre de Coubertin unterschiedlich farbig lackiert. Besonders macht das Kunstwerk der HC-Stempel. H.C. bedeutet „Hors de Commerce“ („außerhalb des Handels“). Das Kunstwerke sollte also ursprünglich nicht verkauft werden. Es handelt sich zudem in diesem Fall um das erste Stück in einer Auflage von nur drei hergestellten Exemplaren.

„Das macht das Stück sehr singulär“, sagt „Bares für Rares“-Experte Colmar Schulte-Goltz. „Es stammt aus dem Besitz der Künstlerin.“ Moderator Horst Lichter war zu Beginn beim Anblick der Olympia-Bronze auf einer ganz anderen Schiene. „Wenn das nebenan gestanden hätte, hätte ich gesagt: Das ist ein Spiel“, meinte er. „So ein Geschicklichkeitsspiel“, bei dem man die Ringe „immer wieder neu hinlegen“ kann.

Die „Bares für Rares“-Händer erkennen den Wert der in der Fonderie Tivernon hergestellten Bronze schnell. Wolfgang Pauritsch bemerkt den H.C.-Stempel. „Das hat der Künstler für sich selbst hergestellt.“ Es entsteht ein Bieterwettstreit zwischen Elke Velten, David Suppes und Wolfgang Pauritsch, der aber am Ende mit 3100 Euro die Nase vorn hat. Experte Colmar Schulte-Goltz hatte den Wert vorher auf 3000 bis 3500 Euro geschätzt.

„Mit der Summe hatte ich nicht gerechnet“, freut sich Verkäufer Stefan Pengel und ergänzt: „Sehr schön - es ist ja für einen guten Zweck.“ Besitzer Wilhelm Spohn will den Bronze-Erlös nach Angaben von Pengel an einen Verein in Essen spenden, der sich um vernachlässigte Kinder kümmert.

Video: Horst Lichter spricht über seine Ehe-Probleme

Am Ende der „Bares für Rares“-Sendung machte Horst Lichter dann noch Quatsch mit Julian Schmitz-Avila. Dabei verriet der Händler auch den Spitznamen des Moderators. „Hotte, mach uns nicht bange“, sagte Julian Schmitz-Avila, nachdem der ZDF-Moderator mit einem Zylinder in der Hand gesagt hatte, dass „es Zeit (wird), dass ich meinen Hut nehme“.

Horst Lichter beruhigte seine Fans aber: „Natürlich nicht für immer.“ Den Zylinderhut fülle er zu nächsten „Bares für Rares“-Sendung wieder mit neuen Geschichten und Gegenständen. „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter, der zuletzt einen echten Pablo Picasso nicht erkannt hatte, hatte im „Express“-Interview zuletzt gesagt, dass ihm der Spitznamen „Hotte“ sehr gut gefällt.

„Ich war als Kind traurig, dass alle anderen einen Spitznamen hatten – ich war immer der Horst“, sagte Horst Lichter, für den die „Bares für Rares“-Show seine Ehe mit seiner Frau Nada zwischenzeitlich auf eine Zerreißprobe gestellt* habe. Den Spitznamen „Hotte“ habe ihm unterdessen erst seine Frau Nada gegeben, mit der er seit 2009 in dritter Ehe verheiratet ist. *extratipp.com ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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