Die Verkäufer aus Hessen ahnen nicht, wie viel ihr Ölgemälde, das sie bei „Bares für Rares“ (ZDF) verkaufen wollen, wert ist.
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Die Verkäufer aus Hessen ahnen nicht, wie viel ihr Ölgemälde, das sie bei „Bares für Rares“ (ZDF) verkaufen wollen, wert ist.

So viel Geld ist Bild wert

„Bares für Rares“ (ZDF): Ist dieses Ölgemälde „Hot oder Schrott“? Experte verrät entscheidendes Detail

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
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„Hot oder Schrott?“ Das fragen sich zwei Verkäufer aus Hessen, die ein Ölgemälde in die ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ bringen. Als sie von Experte Albert Maier den Wert des Bildes hören, staunen sie nicht schlecht. Auch die Händler sind begeistert - bis auf Elisabeth Nüdling aus Fulda.

Köln/Fulda - Ein Ölgemälde möchte Manfred Heise aus Hessen, der mit seinem Enkel Nick Köberich zu „Bares für Rares“ (ZDF) kommt, an die Händler verkaufen. Er hatte das Bild bei einer Insolvenz-Auktion vor 25 Jahren erstanden. Experte Albert Maier ist von dem Gemälde geradezu begeistert und erkennt russische Soldaten auf dem Olgemälde. „Das Bild ist sehr gut gemalt.“ Zwar kann der Experte die Kirche und das Schloss nicht zuordnen, es gebe dennoch ein Detail auf dem Gemälde, das verrät, um welche Stadt es sich handelt.

„Bares für Rares“ (ZDF): „Hot oder Schrott?“ - Verkäufer ahnen nicht, wie viel Ölgemälde wert ist

„Aufgrund der Mühle kann ich ganz genau sagen, wo das ist: Das ist die Quandtsche Mühle, die steht in der Nähe von Leipzig. Und dieses Bild ist eine Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig gegen Napoleon.“ Zwar seien auf dem Gemälde weder französische Truppen noch Napoleon selbst zu sehen; dieser hatte aber in der Mühle sein Hauptquartier, berichtet der „Bares für Rares“-Experte weiter. Es sei zwar nicht signiert, Albert Maier vermutet aber, dass es von einem russischen Maler um 1860/1870 gemalt wurde.

Nachdem sich Moderator Horst Lichter und die Verkäufer die Erläuterungen von Albert Maier angehört haben, möchte Horst Lichter wissen, wie viel Euro die Verkäufer aus Hessen für ihr Gemälde haben möchten. Da Manfred Heise nicht weiß, ob es sich bei dem Gemälde um „Hot oder Schrott“ handelt, wie er selbst sagt, wäre der Verkäufer mit 80 Euro zufrieden.

„Bares für Rares“-Experte Albert Maier ist begeistert von Ölgemälde und nennt hohen Preis

„Es ist eine fantastische Arbeit und es ist ein Bild, das Zeitgeschichte widerspiegelt und deswegen wäre mein Preis bei 1500 bis 2000 Euro für dieses Gemälde“, schätzt „Bares für Rares“-Experte Albert Maier. „Dann würde ich mal sagen: ,Hot‘ ist das“, sagt Horst Lichter schmunzelnd, ehe es zu den Händlern geht. Die Verkäufer sind begeistert: „Ich habe das nicht so hoch eingeschätzt, deshalb war ich happy, als ich diesen Preis gehört habe.“

Als die Verkäufer aus Hessen vor die „Bares für Rares“-Händler treten, will Julian Schmitz-Avila zunächst wissen, um welche Stadt es sich handelt und erhält prompt als Antwort, dass es sich um Leipzig handelt. Händler Fabian Kahl, der in Leipzig lebte, wird hellhörig. „Mir kam das irgendwie bekannt vor. Das sieht jetzt aber alles völlig anders aus“, fügt der Händler hinzu.

Elisabeth Nüdling aus Fulda möchte dann noch von den Verkäufern wissen, um welchen Maler es sich handelt, doch hierzu können die beiden bekanntlich nichts sagen. „Das gibt es ja nicht“, sagt die Händlerin, ehe die anderen Händler erste Gebote abgeben.

Fast alle „Bares für Rares“-Händler wollen das Ölgemälde - Nur Elisabeth Nüdling aus Fulda bietet nicht mit

Julian Schmitz-Avila beginnt mit 400 Euro. Händler Steve Mandel bietet 500 Euro. „Ich tue mich schwer, wenn ich ehrlich bin“, gesteht Elisabeth Nüdling aus Fulda, die kein Gebot abgibt. Fabian Kahl hingegen hat Interesse und bietet 700 Euro an, nachdem die beiden anderen Händler den Preis zuvor „hochgeschaukelt“ hatten.

David Suppes ist bereit, 750 Euro zu bezahlen. Steve Mandel bietet 800 Euro, und Fabian Kahl erhöht sogar auf 1000 Euro. Die drei „Bares für Rares“-Händler überbieten sich weiter - und der Preis steigt in die Höhe. Bei 1700 Euro will Steve Mandel schließlich wissen, ob die Händler sich schon in einem Preis-Bereich befinden, in dem die Verkäufer lächeln. „Langsam“, gibt Manfred Heise lächelnd zu. Und auch sein Enkel muss grinsen.

Video: „Bares für Rares“: Das sind die Rekord-Verkäufe

Steve Mandel und Fabian Kahl geben weitere Gebote ab, ehe der Händler aus Leipzig sagt: „Ich kann doch kein Bild aus Leipzig gehen lassen.“ David Suppes entgegnet daraufhin: „Du musst lernen, los zu lassen.“ Doch „Bares für Rares“-Händler Fabian Kahl bietet weiter mit. Julian Schmitz-Avila erhöht den Preis auf 2000 Euro, Fabian Kahl legt noch einmal 50 Euro darauf. Da keiner der Händler bereit ist, noch mehr für das Ölgemälde zu bezahlen, erhält es Fabian Kahl für 2050 Euro - ganz zur Freude der Verkäufer aus Hessen, die das 25-fache ihres Wunschpreises erhalten.

Diese Objekte wurden außerdem in der „Bares für Rares“-Folge im ZDF verkauft

Neben dem Ölgemälde wurde in der „Bares für Rares“-Folge am Montag, 1. März, eine Silberkette mit Anhänger verkauft. Sowohl Elisabeth Nüdling als auch David Suppes wollten das Schmuckstück haben, die Händlerin aus Fulda kaufte die Kette letztlich für 710 Euro. Steve Mandel hingegen bezahlte 120 Euro für eine Steingut-Schale und 210 Euro für ein Muschel-Kamee. Für ein universelles Autospiel interessierte sich Julian Schmitz-Avila, der 100 Euro ausgab. Für großes Interesse bei den Händlern sorgte eine Vase, die für 1000 Euro von Steve Mandel gekauft wurde.

In den vergangenen Folgen bei „Bares für Rares“ lies unter anderem eine Verkäuferin nicht mit sich verhandeln. Händlerin Elisabeth Nüdling bezahlte einen hohen Preis für eine Motten-Brosche. Außerdem ergatterte David Suppes eine Vase, bei der die Verkäufer im Vorfeld beinahe abgezockt worden wären und kaufte ein Gemälde für 15.500 Euro. Ein anderes Gemälde wiederum wollte ein Verkäufer zurück haben, nachdem er es an Händlerin Susanne Steiger verkauft hatte, doch er kam zu spät.

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