Wegen dieser sechs Stühle entbrennt ein Händler-Kampf bei „Bares für Rares“ (ZDF).
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Wegen dieser sechs Stühle entbrennt ein Händler-Kampf bei „Bares für Rares“ (ZDF).

50 Euro sind ausschlaggebend

„Bares für Rares“ (ZDF): Händler-Kampf um sechs Stühle vom Speicher - am Ende wird es emotional

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
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Bei „Bares für Rares“ (ZDF) kämpfen die Händler immer um den besten Preis für die Objekte der Verkäufer. In der Folge am Dienstag, 5. Januar, ist ein wahrer Bieter-Kampf entbrannt. Das Objekt der Begierde: Sechs Designerstühle mit grünem Sitzpolster. Am Ende wurde es emotional.

Köln - Sechs Designer-Stühle hat Sebastian Paul auf dem Dachboden von seiner Mutter gefunden. Wie er herausfand, handelt es sich dabei um schwarze DAX-Chairs (Dining Height Armchair X-Base) von Eames, also um Hartschalen-Stühle. Wegen des grünen Sitzbezugs findet seine Frau diese hässlich, sagt der 46-jährige Tischler aus Peine in der ZDF-Sendung Bares für Rares“ grinsend. Deshalb will er die Stühle verkaufen.

Name der TrödelshowBares für Rares
Erstausstrahlung4. August 2013
ProduktionsunternehmenWarner Bros. International Television Production, ZDF
Sender ZDF
AusstrahlungsturnusMontags bis freitags, ab 15.05 Uhr
ModerationHorst Lichter (seit Staffel 1)

Die Expertise der Stühle übernimmt der Fachmann für Design-Schätze, Sven Deutschmanek. Moderator Horst Lichter möchte bei „Bares für Rares“ aber zunächst von Sebastian Paul wissen, woher er die Stühle hat. Der Verkäufer erzählt, dass die Stühle aus einer Kanzlei stammen, und der Anwalt habe seine Kanzlei aufgeben müssen. Aus diesem Grund schenkte er die Stühle der Mutter von Sebastian Paul. Auch diese fand die sechs Stühle mit dem grünen Sitzbezug anscheinend nicht so schön, weshalb sie auf dem Dachboden gelandet sind, vermutet der Tischler.

„Bares für Rares“ (ZDF): Um diese sechs Stühle streiten sich die Händler

Für den „Bares für Rares“-Experten Sven Deutschmanek sind die Stühle „großes Kino“, gesteht er in der ZDF-Sendung. Denn es handelt sich um Eames-Chairs von Charles und Ray Eames, die in den 40er Jahren ein Design-Büro in den USA eröffnet haben. Sie arbeiteten an neuen Produktionsmethoden für Stühle und wollten weg vom Holz, führt der Experte aus. Es ging ihnen darum, wie man Möbelstücke in Masse produzieren kann ohne große Kosten zu haben. Dadurch entstanden die DAX-Chairs.

Der Entwurf für die Stühle von Sebastian Paul, die er bei „Bares für Rares“ (ZDF) verkaufen möchte, stammt aus den 50er Jahren. Entstanden seien die Stühle in den 60er/70er Jahren schätzt Experte Sven Deutschmanek. „Die sind natürlich etwas beliebter“, erklärt der Experte. Horst Lichter staunt nicht schlecht. Sebastian Paul möchte die Stühle für 400 Euro pro Stück verkaufen. Sven Deutschmanek schätzt den Preis auf 300 bis 350 Euro, da die Sitzpolster gereinigt werden müssten. Damit wäre der Verkäufer auch zufrieden, sagt er gegenüber Horst Lichter und dann geht es zu den Händlern. Unter den Händlern befindet sich auch häufiger Elisabeth Nüdling aus Fulda, doch in dieser Folge ist sie nicht zu sehen.

Video: „Bares für Rares“ (ZDF): Das wussten Sie noch nicht über die Händler der Trödelshow

Ester Ollick will Stühle mit grünem Bezug haben - Bieter-Gefecht bei „Bares für Rares“ (ZDF)

Als Ester Ollick, deren Lieblingsfarbe grün ist, die Stühle sieht, steht ihr die Begeisterung ins Gesicht geschrieben, was sie sich gegenüber den anderen Händlern von „Bares für Rares“ (ZDF) aber nicht anmerken lassen möchte. „Gefällt mir überhaupt nicht“, sagt sie mit einem breiten Grinsen und setzt sich auf einen der Stühle. Aber auch Händler Markus Wildhagen zeigt Interesse und bemerkt, dass es sich um Eames-Stühle handelt.

Ester Ollick geht im Kampf um die sechs Stühle bei „Bares für Rares“ leer aus und ist sichtlich enttäuscht.

„Sie haben der Ester sechs grüne Brillanten mitgebracht“, sagt Händlerin Susanne Steiger zur Begrüßung zu Sebastian Paul bei Bares für Rares (ZDF). „Sie stottert nur noch“, fügt Markus Wildhagen lachend hinzu. Der Händler startet mit dem ersten Gebot und nennt 1000 Euro. Ester Ollick bietet 1200 Euro. Auch das Gebot von Wolfgang Pauritsch (1300 Euro) überbietet die Händlerin mit 1400 Euro. Markus Wildhagen legt noch einmal 100 Euro darauf und bietet 1500 Euro.

„Bares für Rares“-Händler Markus Wildhagen gewinnt Biet-Kampf um Eames-Stühle

Sebastian Paul ist damit in der ZDF-Sendung aber noch nicht zufrieden. 1600 Euro ist deshalb das nächste Angebot von Ester Ollick. Markus Wildhagen erhöht auf 1650, die Händlerin legt noch einmal 50 Euro darauf und bietet 1700 Euro. Doch Markus Wildhagen lässt nicht locker und bietet 1750 Euro. Ester Ollick gibt ebenfalls nicht auf und bietet 1800 Euro. Doch damit nicht genug: Markus Wildhagen legt noch einmal 50 Euro auf den Preis und erhält die sechs Stühle letztendlich für 1850 Euro*. „Ich finde sie super ausgefallen, weil es alte Fieberglas-Stühle sind. Ich bin ganz happy“, freut sich der „Bares für Rares“-Händler.

Ester Ollick hingegen ist sichtlich traurig, dass sie diesen Biet-Kampf nicht für sich entscheiden konnte und vergräbt ihr Gesicht in ihren Händen. „Des einen Freud ist des anderen Leid“, fasst Wolfgang Pauritsch am Ende zusammen und fügt an: „Ester ist traurig“. Markus Wildhagen hingegen nicht: „Ich strahle innerlich.“ Auch Verkäufer Sebastian Paul ist sehr glücklich mit dem Ergebnis in der ZDF-Sendung Bares für Rares“ und freut sich, dass die Eames-Stühle ein „Bieter-Gefecht“ ausgelöst hatten.

Diese Objekte wurden in der „Bares für Rares“-Folge auf ZDF außerdem verkauft

Doch Händlerin Ester Ollick ging in dieser Folge am Dienstag, 5. Januar, nicht leer aus, denn sie kaufte einen Globus vom Columbus Verlag für 280 Euro. Außerdem erstand Susanne Steiger ein Goldarmband und eine Goldkette für 5555 Euro. Wolfgang Pauritsch kaufte ein Ölgemälde von P. von Kalkreuth für 600 Euro. Zudem interessierte sich der Händler für einen Tortenheber aus dem Jahr 1845 und zahlte dafür 260 Euro.

Student Fabio Kronfeld aus Berlin wollte eine Taschenuhr von Lange und Söhne an die Händler verkaufen, kam mit ihnen allerdings nicht ins Geschäft, und nahm die Uhr deshalb wieder mit. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

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