Bild mit Hirschkopf

„Bares für Rares“: Verkäufer will Gemälde nach Sendung zurückhaben - doch es ist zu spät

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
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Bei „Bares für Rares“ (ZDF) bieten die Teilnehmer den Händlern Objekte an, die sie nicht mehr gebrauchen können. So war es auch bei einem Unternehmensberater aus Erkrath. Das Besondere: Er wollte sein Gemälde nach der Sendung wieder haben.

Köln - Die Sendung „Bares für Rares“, die im ZDF läuft, hat viele Fans. Neben der täglichen Trödelshow gibt es außerdem die Formate „Bares für Rares - Händlerstücke“ und „Bares für Rares - Lieblingsstücke“. In der letzten Folge „Bares für Rares - Händlerstücke“ war unter anderem Händlerin Elisabeth Nüdling aus Fulda zu sehen. Sie ließ eine Brosche umarbeiten und erhielt dafür von ihrer Kundin einen hohen Preis.

In der Sendung „Bares für Rares - Lieblingsstücke“ präsentieren und kommentieren Moderator Horst Lichter, die Experten und Händler ihre Lieblingsstücke. In der vergangenen Folge erinnerte sich Händlerin Susanne Steiger an ein Gemälde mit einem Hirsch zurück.

Bei dem Gemälde handelt es sich um ein Hochrelief, aus dem ein Hirschkopf herausragt. Werner Kanthak aus Erkrath wollte es bei „Bares für Rares“ (ZDF) verkaufen. „Es fällt mir nicht schwer, mich von diesem Bild zu trennen. Ich habe es 30 Jahre in meinem Besitz gehabt und ich denke, das war lange genug“, berichtete der Unternehmensberater noch im Vorfeld, ehe das Gemälde vom „Bares für Rares“-Experten Sven Deutschmanek begutachtet wurde.

„Bares für Rares“ (ZDF): Verkäufer will Gemälde zurück - Doch: Er kommt zu spät

Horst Lichter mutmaßte angesichts des Hirsch-Motivs, dass der Verkäufer Jäger sei. Der 77-Jährige verneinte das und erzählte, dass er sich ein Zimmer im Stil des 20. Jahrhunderts eingerichtet hatte. Dort hatte das Gemälde mit dem Hirschkopf seinen Platz. Weil das Zimmer ausgeräumt wurde, hatte er jedoch keine Verwendung mehr dafür, berichtete Kanthak Moderator Horst Lichter und dem „Bares für Rares“-Experten Sven Deutschmanek.

Händlerin Susanne Steiger kaufte das Hirsch-Relief bei „Bares für Rares“ (ZDF) und ließ es restaurieren.

Als Horst Lichter ihn fragte, wie viel er für den Hirsch haben wolle, sagte der Verkäufer, dass es für ein Abendessen mit seiner Frau reichen solle - und hoffte deshalb auf 150 Euro. Der „Bares für Rares“-Experte schätzte das Gemälde lediglich auf 50 bis 90 Euro.

„Solche Relief-Bilder gibt es schon sehr häufig, aber in dieser wunderschönen Ausführung habe ich es auch selten gesehen“, kommentierte Händlerin Susanne Steiger, die an dieser Stelle eingeblendet wurde, bei „Bares für Rares - Lieblingsstücke“ (ZDF). Zur Schätzung des Experten sagte sie: „Das sind ja Trödelmarkt-Preise, Sven.“

Händlerin Susanne Steiger kauft Gemälde bei „Bares für Rares“ - Verkäufer will es anschließend wieder haben

In der Trödelshow „Bares für Rares“ gab Händler Wolfgang Pauritsch nach der Begutachtung des Gemäldes das erste Gebot ab: „100 Euro.“ Mit dem Startgebot wurde die Schätzung des Experten bereits übertroffen, kommentierte Händlerin Susanne Steiger, die in dieser Szene bei „Bares für Rares -Lieblingsstücke“ (ZDF) erneut eingeblendet wurde.

Daraufhin ist zu sehen, wie Susanne Steiger den anderen Händlern und dem Verkäufer bei „Bares für Rares“ (ZDF) erzählte, was sie mit dem Gemälde machen würde: „Ich würde den Rahmen ein wenig farblich bearbeiten und ein paar Ketten daran hängen, als Kunstwerk. Das finde ich super.“ Auch der Verkäufer freute sich über diese Idee, als er davon hörte.

Susanne Steiger stieg bei „Bares für Rares“ (ZDF) deshalb in die Verhandlungen ein und bot 110 Euro. Mit Händler Wolfgang Pauritsch lieferte sie sich daraufhin ein Bieter-Gefecht und so schaukelte sich der Preis bis auf 250 Euro. „Das machen wir“, sagte der Verkäufer und fügte hinzu: „Weil mir Ihre Vorstellungen so gut gefallen haben, was Sie damit machen wollen.“

„Bares für Rares“ (ZDF): Verkäufer will Gemälde zurück - Händler hat es schon jemand anderem versprochen

Die Ideen von Händlerin Susanne Steiger ließen Werner Kanthak anscheinend nicht los. Denn im Anschluss an die Trödelshow „Bares für Rares“ meldete sich der Verkäufer bei der Händlerin, um zu fragen, was aus dem Gemälde wurde. Daraufhin schickte die Händlerin ein Foto des restaurierten Gemäldes. Der Verkäufer sei begeistert darüber gewesen und wollte er zurückkaufen, führt Susanne Steiger aus. „Aber es war schon reserviert, deswegen ging das leider nicht mehr.“ Das verrät Susanne Steiger bei „Bares für Rares - Lieblingsstücke“ (ZDF). So einen Fall habe es in der Geschichte von „Bares für Rares“ bislang nicht gegeben, berichtet merkur.de*.

Händlerin Elisabeth Nüdling aus Fulda war in der Folge „Bares für Rares - Lieblingsstücke“ (ZDF) nicht zu sehen. Sie ist seit der siebten Staffel als Händlerin bei „Bares für Rares“ (ZDF) dabei. Vor einiger Zeit hatte sie bei „Bares für Rares“ einen hohen Preis für einen Motten-Brosche bezahlt. Bei einem anderen Gemälde, das bei „Bares für Rares“ verkauft wurde, hatte Horst Lichter ein Detail verraten, wodurch der Preis in die Höhe schoss. Zudem wurde eine Goldmünze trotz Fälschungsverdacht verkauft. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © ZDF (Screenshot: Selina Eckstein)

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