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Corona in Bayern: Diese Regeln gelten aktuell - Großveranstaltungen wieder erlaubt

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Von: Lea Marie Kläsener

Im Freistaat Bayern wurde die 2G-Regel für den Einzelhandel gekippt - in der Gastronomie gilt sie aber weiterhin. Großveranstaltungen sind wieder erlaubt. Ein Überblick über die Corona-Regeln.

Bayern - Mit dem Verlauf der Corona-Pandemie ändern sich regelmäßig die Vorschriften im Freistaat Bayern. Die 15. Corona-Verordnung ist bis zum 9. Februar 2022 gültig, wobei bis dahin die Regelungen für Hotspot-Regionen ausgesetzt sind. Die aktuellen Regeln im Überblick:

Maskenpflicht (ab dem Alter von 6 Jahren): In Gebäuden und geschlossenen Räumen gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Am Arbeitsplatz ist die medizinische Maske der Mindeststandard. Die FFP2-Maskenpflicht gilt nicht in privaten Räumen, am festen Sitz- oder Stehplatz, soweit der Mindestabstand zu Personen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, zuverlässig eingehalten wird, in der Gastronomie am Tisch, bei Dienstleistungen, wenn die Art der Dienstleistung das Tragen der Maske nicht zulässt.

Gastronomie: Es gilt die 2G-Regel im Innen- und Außenbereich. Ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren sowie minderjährige Schülerinnen und Schüler, die regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen. In Bayern müssen die Restaurants von 22 bis 5 Uhr schließen, die Schankwirtschaften sind generell geschlossen, und Tanzen ist verboten. Im Innenbereich muss eine FFP2-Maske getragen werden, die am Platz abgenommen werden darf.

Einzelhandel: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die 2G-Regel im Einzelhandel des Freistaats vorläufig außer Vollzug gesetzt, wonach in den Läden grundsätzlich nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben. „Wir setzen in Bayern 2G im Handel komplett aus und sorgen damit für eine schnelle und praktikable Umsetzung der VGH-Entscheidung“, teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) mit. „Die FFP2-Maskenpflicht im Handel gilt weiterhin und bietet Schutz.“ In Ladengeschäften gibt es eine Obergrenze: ein Kunde je zehn Quadratmeter.

Corona in Bayern: Welche Regeln gelten aktuell?

Beherbergung: Es gilt die 2G-Regel. Ausgenommen sind laut Bayerischem Staatsministerium für Gesundheit „zwingend erforderliche und unaufschiebbare nichttouristische Beherbergungsaufenthalte“ bei negativem PCR-Test bei Anreise und alle 48 Stunden. Hier gilt eine Ausnahme für Kinder unter 14 Jahren sowie für minderjährige Schülerinnen und Schüler. Im Innenbereich muss eine FFP2-Maske getragen werden.

Veranstaltungen: In der Fußball-Bundesliga und in allen anderen Profiligen darf in Bayern künftig wieder vor bis zu 10.000 Zuschauern gespielt werden. Neben dieser absoluten Obergrenze gilt für überregionale Sportveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern grundsätzlich: Es dürfen maximal 25 Prozent der Kapazitäten genutzt werden.

Es gilt 2G-Plus: Die Fans müssen geimpft oder genesen und zusätzlich getestet (oder geboostert) sein und eine FFP2-Maske tragen. Dazu gilt ein Alkoholverbot. Zugleich wird - analog zum Sport - das Komplett-Verbot für große überregionale Kulturveranstaltungen aufgehoben: Werden mehr als 1000 Zuschauer erwartet, darf die Zuschauer-Kapazität zu maximal 25 Prozent ausgelastet werden.

Wie bei großen Sport-Events gilt, etwa für Konzerte, eine absolute Personenobergrenze von 10.000 Zuschauern. Es sollen generell nur Sitzplätze erlaubt werden. Bei allen anderen Kultur- und Sportveranstaltungen sind künftig wieder doppelt so viele Zuschauer erlaubt wie bisher: In Theatern, Kinos und bei anderen Kultur- und Sport-Events ist von Donnerstag (27. Januar 2022) an wieder eine Zuschauer-Auslastung von bis zu 50 Prozent erlaubt. Bisher waren es 25 Prozent.

Die bisher geltenden Zugangsregeln (2G-Plus beziehungsweise 2G) gelten bei alledem unverändert. Zudem gilt bei Veranstaltungen auch weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht. Personen, die bereits eine Boosterimpfung erhalten haben, benötigen bei 2G-Plus grundsätzlich keinen Testnachweis. Dies gilt auch für Personen, die nach vollständiger Immunisierung eine Infektion überstanden haben, sowie für Personen, die nach ihrer Genesung bereits zweifach geimpft wurden.

Wer nicht geimpft oder genesen ist, könnte es bald schwerer haben. (Symbolfoto)
Eine Übersicht über die Corona-Regeln im Freistaat Bayern. (Symbolfoto) © Sven Hoppe/dpa

Sport: In Sportstätten wie Fitnessstudios gilt innen 2G-Plus, im Freien „zur eigenen sportlichen Betätigung und praktischen Sportausbildung“ 2G. Ausgenommen sind minderjährige Schülerinnen und Schüler.

Körpernahe Dienstleistungen: Innen gilt die 2G-Regel. Bei medizinischen, therapeutischen oder pflegerischen Leistungen gibt es keine Beschränkungen.

Corona: Bayerische Verwaltungsgerichtshof kippt 2G-Regel im Einzelhandel

Freizeiteinrichtungen: Das Bayerische Gesundheitsministerium listet auf: Für „Ausstellungen, Schlösser (nur innen), Bäder, Thermen, Saunen, Solarien, Führungen in geschlossenen Räumen, Schauhöhlen und Besucherbergwerke, Indoorspielplätze und infektiologisch vergleichbare Bereiche“ gilt die 2G-Plus-Regel. In Zoos, botanischen Gärten, Gedenkstätten, Freizeitparks und ähnlichen Einrichtungen gilt für Besucherinnen und Besucher 2G-Plus, die Testpflicht entfällt aber hier.

Seilbahnen, Gondeln: „Für Seilbahnen, bei denen die Benutzer unter freiem Himmel verbleiben - zum Beispiel Schlepplifte - bestehen keine Kapazitätsbeschränkungen“, heißt es aus Bayern. Für Gondeln mit einer Kapazität von zehn oder weniger Plätzen bestehe eine Kapazitätsgrenze von 75 Prozent, bei allen übrigen Gondeln 25 Prozent, wobei mindestens sieben Personen zugelassen seien. „Personen aus einem Hausstand dürfen alle Seilbahnen ohne Beschränkung gemeinsam nutzen.“

Arbeitsplatz: Es gilt die 3G-Regel. Am Arbeitsplatz ist die medizinische Maske der Mindeststandard. Beschäftigte müssen während ihrer dienstlichen Tätigkeit im Rahmen arbeitsschutzrechtlicher Bestimmungen eine medizinische Maske tragen. Der Arbeitgeber entscheidet gemäß der arbeitsschutzrechtlichen Gefährdungsbeurteilung, ob eine FFP2-Maske zu tragen ist, oder ob eine medizinische Maske ausreicht.

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