3G und 2G-Optionsmodell

Corona in Deutschland: Das sind die Regeln in NRW, Bayern, Hessen und Co. - Alle Bundesländer im Überblick

  • Ann-Katrin Hahner
    VonAnn-Katrin Hahner
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Die Ministerien der einzelnen Bundesländer haben in den vergangenen Wochen viele neue Corona-Regeln beschlossen. Welche Regeln aktuell in Bayern, NRW, Hessen und Co. gelten, lesen Sie in unserer großen Deutschland-Übersicht.

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Baden-Württemberg: Das Bundesland hat zum 16. September eine neue Corona-Verordnung erlassen, mit der die Regeln für ungeimpfte Menschen weiter verschärft werden. „Dazu richten wir ein dreistufiges System ein. In der ersten Stufe (Basisstufe), bleiben die bisherigen Regeln mit 3G in den meisten Bereichen bestehen. In der Warnstufe gibt es dann eine PCR-Testpflicht in vielen Bereichen. In der Alarmstufe gilt für ungeimpfte Personen in einigen Bereichen ein Zutritts- und Teilnahmeverbot (2G) “, heißt es auf der Seite des Ministeriums.

Indikatoren für die drei Stufen seien künftig die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz – also wie viele Menschen pro 100.000 Einwohnern mit Corona ins Krankenhaus eingeliefert werden – und die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-Patienten.

Wie nun durch das Kultusministerium bekannt wurde, müssen Schüler ab dem 18. Oktober keinen Mund- und Nasenschutz mehr tragen, wenn sie an ihrem Platz sitzen. (Lesen Sie hier: „Ungeimpfte nehmen anderen die Betten weg“ - so ist die Lage auf Intensivstationen)

Corona in Deutschland: Neue Regeln in NRW, Bayern und Co. im Überblick

Bayern: In Bayern ist alles von der Sieben-Tage-Inzidenz in den Kreisen abhängig. Überschreitet diese den Wert 35, gilt in geschlossenen Räumen die 3G-Regelung (geimpft, getestet, genesen). Verschärfte Maßnahmen gelten dann, wenn im Bundesland eine erhöhte Belastung des Gesundheitssystems (Krankenhausampel) festgestellt wird. Diese liegt bei einer hohen Anzahl an Krankenhauseinweisungen oder bei einer erhöhten Intensivbettenbelegung vor. Anhand der Farbe der Krankenhausampel kann schnell erfasst werden, welche konkreten Regelungen derzeit im Freistaat gelten. Die Ampel ist auf „www.stmgp.bayern.de/coronavirus/“ zu finden.

Generell gilt in Bayern in geschlossenen Räumen und dem ÖPNV die Maskenpflicht, außer am Sitzplatz in der Gastronomie sowie innerhalb privater Räumlichkeiten und an festen Sitz- und Arbeitsplätzen. Kinder bis zum sechsten Geburtstag und Personen, die Masken aufgrund von Behinderung oder gesundheitlichen Gründen nicht tragen können, sind von der Maskenpflicht befreit.

Mit einem Beschluss im Umlaufverfahren (30. September) hat die bayerische Landesregierung verfügt, dass Diskotheken und Clubs seit dem 1. Oktober unter 3G-Regeln wieder öffnen dürfen. Zudem sind in Bayern derzeit wieder Feste und Weihnachtsmärkte erlaubt und seit dem 4. Oktober müssen Kinder im Unterricht keine Maske mehr tragen. (Lesen Sie auch: Nervosität und Kontrollverlust - Schulleiter durch Corona-Krise stark belastet)

Welche Corona-Regeln gelten aktuell in Bayern, NRW, Hessen und Co.? In unserer großen Übersicht der Bundesländer finden Sie die Antwort.

Berlin: Ab 18. September gilt in Berlin das 2G-Optionsmodell. Betreiber von Einrichtungen und Veranstalter können nun entscheiden, ob sie nur noch Geimpften und Genesenen Einlass gewähren. Ein negativer Schnelltest würde dann für einen Besuch, beispielsweise in der Gastronomie sowie im Kultur- und Sportbereich nicht mehr ausreichen. Bei 2G besteht dafür keine Pflicht zur Einhaltung von Mindestabständen oder zum Tragen einer Maske.

Kontaktbeschränkungen für den privaten Bereich in geschlossenen Räumen, sowie im Freien sind in Berlin aufgehoben worden. Eine Home-Office-Pflicht besteht ebenfalls nicht mehr. Allerdings muss eine FFP2-Maske weiter in den öffentlichen Verkehrsmitteln, in Fernbussen, auf Bahnhöfen und Flughäfen, in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen getragen werden. In anderen geschlossenen Räumen reicht eine medizinische Maske aus.

Seit dem 4. Oktober ist die Pflicht zum Masketragen im Unterricht bis zur sechsten Klasse aufgehoben.

Hamburg und Bremen - An welche Corona-Regeln müssen sich Bürgerinnen und Bürger halten?

Brandenburg: Seit dem 13. Oktober gelten in Brandenburg neue Corona-Regeln. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz ist weiterhin der hauptsächliche Parameter zur Beurteilung der pandemischen Lage. Ähnlich wie Baden-Württemberg führte Brandenburg einen Warnwert (Hospitalisierungsinzidenz zwischen 7 und 12) und einen Alarmwert (Hospitalisierungsinzidenz größer als 12) ein.

Neben der 3G-Regel in geschlossenen Räumen, die ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 in einem Kreis greift, gibt es in Brandenburg außerdem das 2G-Optionsmodell für die Bereiche Innengastronomie, Veranstaltungen und Beherbergung. In Schulen und Kitas orientiert sich Brandenburg an dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK). So soll bei einem Infektionsfall die Absonderung der Kontaktpersonen auf Kinder eingegrenzt werden, die engen Kontakt mit dem Erkrankten hatten. Bei asymptomatischen engen Kontaktpersonen endet die Absonderung frühestens nach fünf Tagen mit dem Vorliegen eines Testnachweises.

Welche Corona-Regeln gelten aktuell in Bayern, NRW, Hessen und Co? In der großen Übersicht der Bundesländer finden Sie die Antwort.

Eine Änderung gibt es im Musikunterricht: Beim Singen und beim Spielen von Blasinstrumenten besteht künftig die 2G-Option. Musikeinrichtungen können selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte oder Genesene, sowie Kinder unter 12 Jahren zulassen.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss in Brandenburg auch weiterhin im Einzel- und Großhandel, in öffentlichen Verkehrsmitteln und bei körpernahen Dienstleistungen getragen werden.

Bremen: Ab dem 1. Oktober greift in Bremen eine neue Corona-Verordnung. Neu ist, dass die Hospitalisierungsrate der Richtwert bei der Beurteilung der Pandemie-Lage ist. Die Verordnung sieht zudem vier Warnstufen vor. Eine neue Warnstufe tritt immer dann in Kraft, wenn ein Inzidenzgrenzwert an fünf aufeinander folgenden Tagen über- oder unterschritten wird. Liegt die Hospitalisierungsinzidenz zwischen null und drei gilt Warnstufe 0. Es folgen Stufe 1 (Inzidenz zwischen 3 und 6), Stufe 2 (Inzidenz zwischen 6 und 12) und Stufe 3 bei einem Wert von über 12. Derzeit gilt in Bremen die Warnstufe 1 (Stand 22. Oktober).

Ungeachtet der Corona-Warnstufe, bleibt die Pflicht zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes im öffentlichen Personenverkehr, im Einzelhandel, in geschlossenen Räumen, sowie bei Großveranstaltungen ab 5000 Personen bestehen. In der Gastronomie und Veranstaltungsbranche gibt es das 2G-Optionsmodell. Wird dieses von Betreibern in Anspruch genommen, müssen sie allerdings dafür sorgen, dass ein Test für nicht geimpftes oder genesenes Personal bereitsteht. (Das könnte Sie auch interessieren: Corona lässt Sorgen-Telefone klingeln - Diese zwei Themen bereiten besonders viel Kummer)

Hamburg: Die Stadt führte deutschlandweit als erste die 3G-Regelung ergänzt um das 2G-Optionsmodell ein und vertritt dieses System auch weiterhin. „Die 2G-Option ermöglicht es Gastronomen, Veranstaltern und Gästen unter weniger strengen Bedingungen zusammenzukommen. Abstandsregeln entfallen, Tische und Räumlichkeiten können voll ausgelastet werden und es gilt keine Sperrstunde mehr“, heißt es auf der Seite der Stadt. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der Nachweispflicht bei einem 2G-Angebot befreit. Seit dem 25. September entfallen die Maskenpflicht sowie die Kapazitätsgrenze für 2G-Angebote.

Durch 3G gilt: Private Treffen dürfen mit bis zu 10 Personen stattfinden, sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Privaten Veranstaltungen nach dem 2G-Modell müssen nicht angemeldet werden, zudem darf dort auf Abstände und Personenbegrenzungen verzichtet werden.

3G und das 2G-Optionsmodell gelten außerdem für Kultur-, Freizeit- und Sportveranstaltungen sowie in der Gastronomie.

Corona-Stufenmodell in einigen Bundesländern - Was gilt in Hessen und Mecklenburg-Vorpommern?

Hessen: Das Land Hessen hat zum 12. Oktober seine Corona-Regeln aktualisiert. Weiter setzt man in Hessen auf das 3G-Modell samt Ergänzung um die 2G-Option. Außerdem verkündete Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier Änderungen für den Einzelhandel, denn nun können beispielsweise auch Supermärkte nur noch Geimpfte und Genesene (2G) einlassen. Das 2G-Optionsmodell wird auf den gesamten Einzelhandel ausgeweitet.

Auch hinsichtlich Weihnachtsmärkten hat das Land Hessen eine Entscheidung getroffen. Diese können in diesem Jahr ohne Zugangskontrollen stattfinden. Bouffier verkündete aber auch in anderen Bereichen Lockerungen. Alle weiteren Entwicklungen können Sie zudem in unserem Hessen-Ticker verfolgen.

Mecklenburg-Vorpommern: In Mecklenburg-Vorpommern gilt seit dem Sommer eine Corona-Ampel (Grün, Gelb, Orange, Rot) . Sie regelt, welche Corona-Schutzmaßnahmen gelten. Die Ampel berücksichtigt die Kriterien Auslastung der Krankenhäuser (Hospitalisierung), Auslastung der Intensivstationen durch Corona-Patienten und den Inzidenzwert. Das System setzt auf Kreisebene an. Welche Stufe wo gilt, teilt das Landesamt für Gesundheit täglich mit.

Stufe 1 (Grün): Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierten liegt unter 8, die ITS-Auslastung liegt unter 5 Prozent und die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen liegt unter 35. Testpflichten gelten bei dieser Stufe nur bei der Anreise in Hotels und als Zugang für Clubs und Großveranstaltungen).

Stufe 2 (Gelb): Die Hospitalisierung-Inzidenz liegt zwischen 8 und 15. Die ITS-Auslastung liegt zwischen 5 und 9 Prozent. Die Inzidenz der Neuinfektionen bewegt sich zwischen 35 und 50. Für Besuche beim Friseur, in Theater und Museen, sowie der Teilnahme an Sport- und Freizeitaktivitäten und dem Gang in die Clubs besteht die Pflicht zum PCR-Test. Ausgenommen davon sind Genesene, Geimpfte und Kinder unter sieben Jahren.

Stufe 3 (Orange): Die Hospitalisierungsrate liegt zwischen 15 und 25. Die ITS-Auslastung liegt zwischen 9 und 15 Prozent. Die Inzidenz der Neuinfektionen liegt zwischen 50 und 200. Großveranstaltungen müssen durch das Gesundheitsministerium genehmigt werden. Bürgern wird empfohlen sich regelmäßig einem Schnelltest zu unterziehen und die Kontakte auf ein Minimum zu beschränken. In Innenräumen sollte generell ein Mund-Nase-Schutz getragen werden.

Stufe 4 (Rot): Die Hospitalisierungs-Inzidenz liegt über 25. Die ITS-Auslastung ist über 15 Prozent und die Neuinfektionen haben einen Inzidenzwert von 200 überschritten. In Innenräumen ist verpflichtend eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Im privaten Raum gelten Kontaktbeschränkungen (Treffen bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten). Außen dürfen sich 10 Personen unabhängig von der Haushaltsanzahl treffen. Großveranstaltungen mit mehr als 2500 Personen müssen von den Kreisen untersagt werden. Ausgenommen sind Veranstaltungen bei denen die Veranstalter auf die 2G-Regel setzen.

3G und 2G-Optionsmodell - So haben sich Niedersachsen und NRW entschieden

Niedersachsen: Die derzeitige Corona-Verordnung in Niedersachsen gilt bis zum 10. November. Demnach gilt in Niedersachsen die 2G-Pflicht für Veranstaltungen oder die Innengastronomie wenn entweder im Bundesland, oder in einem Landkreis oder einer Kreisfreien Stadt die Warnstufe 2 oder 3 erreicht ist. Ist die Warnstufe 3 erreicht müssen Clubs und Diskotheken schließen und ein Schnelltest reicht als Nachweis nicht mehr aus.

Warnstufe 1 (gelb) gilt, wenn die Hospitalisierung den Wert 6 überschreitet und höchstens bei 8 liegt. Zudem liegt die Inzidenz im entsprechenden Kreis über 35 und höchstens bei 100. Oder die Belegung der Intensivbetten liegt über 5 und höchstens bei 10 Prozent. Warnstufe 2 (orange) gilt, wenn die Hospitalisierung zwischen 8 und 11, die Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200 oder die Belegung der Intensivbetten zwischen 10 und 20 Prozent liegt. Warnstufe 3 (rot) ist erreicht, wenn die Hospitalisierung den Schwellenwert 11 überschreitet, die Inzidenz über 200 liegt oder die Intensivbetten zu über 20 Prozent belegt sind.

Nordrhein-Westfalen: Da sich die Pandemie-Lage auch in NRW weiter entspannt, hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) eine erneute Anpassung der Corona-Regeln bis zum 29. Oktober verkündet. Dazu gehört, dass es in NRW keine Maskenpflicht mehr im Freien gibt und in der Gastronomie keine bestimmten Abstände mehr eingehalten werden müssen. Überall dort, wo bislang ein PCR-Test verlangt wurde, kann ab dem 1. Oktober auch ein Schnelltest ausreichen, wenn dieser höchstens sechs Stunden alt ist.

Ein negativer Test wird für Veranstaltungen in Innenräumen, Sport in Innenräumen, körpernahen Dienstleistungen und der Innengastronomie benötigt, sollten die Personen nicht vollständig geimpft oder genesen (2G) sein.

Seitdem die drei neuen Leitindikatoren zur Bewertung der Pandemie-Lage, also die Sieben-Tage-Inzidenz, die Hospitalisierungsinzidenz und die Auslastung der Intensivbetten gelten, gibt es in NRW keine Corona-Regeln mehr, die an pauschale Grenzwerte gekoppelt wären.

„Saarland-Modell plus“ - So unterscheiden sich die Regeln in den einzelnen Bundesländern

Rheinland-Pfalz: Das Bundesland verlässt sich ebenfalls auf ein dreistufiges Warnsystem. Stufe 1 (gelb) gilt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Kreis unter 100, die Hospitalisierungsinzidenz kleiner aus 5 und der Anteil der Covid-Patienten an der Belegung der Intensivbetten weniger als 6 Prozent beträgt. Warnstufe 2 (orange) gilt bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200. Die Hospitalisierungsinzidenz läge dann zwischen 5 und 10 und der Anteil an Intensivbetten betrüge 6 bis 12 Prozent. Wird die Inzidenz von 200 überschritten, ist die Hospitalisierungsrate größer als 10 und ist der Anteil an Intensivbetten höher als 12 Prozent, gilt die höchste Warnstufe (rot).

Im öffentlichen Nahverkehr gilt weiterhin die Maskenpflicht, die sich auch auf den Einkauf im Einzelhandel (innen wie außen) erstreckt. In der Gastronomie gilt weiterhin die Pflicht zur Kontaktdatenerfassung und die Pflicht zum Tragen einer Maske bis zum Sitzplatz. Diese entfällt nur, wenn ein Impf- oder Genesenennachweis oder das negative Ergebnis eines Corona-Schnelltests vorliegt (3G).

3G-Regeln erstrecken sich in Rheinland-Pfalz zudem auf Hotels und auf Veranstaltungen in geschlossenen Räumen.

Saarland: Im Saarland gilt seit dem 1. Oktober das sogenannte „Saarland-Modell plus“. Die Verordnung gilt bis Mitte Oktober. Mit den neuen Lockerungen kann die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen an der Arbeit komplett entfallen, wenn alle Anwesenden einen 3G-Nachweis vorlegen können. Im öffentlichen Nahverkehr und in geschlossenen Räumen mit Kunden- und Besucherkontakt bleibt die Maskenpflicht allerdings bestehen.

Durch 3G entfallen fast alle Beschränkungen für Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen und auch ein Kinobesuch ist ohne größere Einschränkungen wieder möglich.

Sachsen: Das Bundesland hat seine Regelungen am 21. Oktober angepasst. Die neuen Regeln werden bis zum 17. November gelten und orientiert sich maßgeblich an der Sieben-Tage-Inzidenz, der Hospitalisierungs-Inzidenz und der Belegung der Intensivbetten. Nach diesen Werten kann die Vorwarn-Stufe (Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 7 oder 180 Covid-Patienten liegen auf Intensivstationen) oder die Überlastungs-Stufe (Hospitalisierungsrate liegt bei 12 und höher oder es liegen 420 Covid-Patienten auf Intensivstationen) erreicht sein.

Restaurants, Sportstätten, Hallenbäder, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Discos und Bars dürfen auf 2G umsteigen. Ansonsten gilt ab einer Inzidenz von 35 in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt stets die 3G-Regelung. Erst bei Erreichen der Überlastungsstufe wird in den meisten Bereichen 2G angewendet. (Lesen Sie auch: Die Chance normal Geld zu verdienen - Diese Gastronomen befürworten 2G)

Sieben-Tage-Inzidenz und Hospitalisierungs-Inzidenz fließen in Bewertung ein

Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt orientiert sich, wie die meisten anderen Bundesländer an der Sieben-Tage-Inzidenz, der Hospitalisierungs-Inzidenz und der Auslastung der Intensivbetten. Landkreise und kreisfreie Städte müssen diese Indikatoren in ihre Bewertung der Pandemie-Lage einfließen lassen. Außerdem gibt es in Sachsen-Anhalt ebenfalls ein 2G-Optionsmodell für Gastronomen und Veranstalter. Wird das Modell gewählt, erhalten nur Geimpfte und Genesene Einlass, dafür entfallen aber Personenobergrenzen, Maskenpflicht und Abstandsregeln.

In allen anderen Bereichen gelten die 3G-Regelungen. Die derzeitige Corona-Verordnung in Sachsen-Anhalt gilt bis zum 12. November. Bezüglich der Weihnachtsmärkte gibt es aus dem Bundesland auch erste Neuigkeiten: Die größten Städte in Sachsen-Anhalt, Magdeburg und Halle, haben klargestellt: Dieses Jahr wird es in jedem Fall Weihnachtsmärkte geben. In Halle öffnet der Markt am 23. November, Magdeburg eröffnet seinen Markt am 22. November mit einer Lichterwelt.

Schleswig-Holstein: Das zweitkleinste Flächenland Deutschlands hat in beinahe allen Bereichen die 3G-Regelungen eingeführt. Eine Ausnahme bildet lediglich der Einzelhandel, wo in Innenräumen die Maskenpflicht gilt. Generell besteht für Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete keine Kontaktbeschränkung und Kultur- und Freizeiteinrichtungen inklusive Diskotheken dürfen im Rahmen von 3G besucht werden.

Beschäftigte in Hotels und der Gastronomie müssen Masken tragen, sollten sie den 3G-Standard nicht erfüllen. In den Schulen Schleswig-Holsteins wird in allen Stufen Präsenzunterricht angeboten, in Innenräumen müssen die Kinder und Jugendlichen allerdings eine Maske tragen. Selbiges gilt für Hochschulen.

Thüringen: Lange hatte Thüringen sich mit dem 2G-Modell schwergetan. Seit dem 3. Oktober gibt es die Option jedoch auch hier für Diskotheken, Messen, Kinos, Museen und Theater. Eine Besonderheit weist Thüringen aber mit dem 3G-Plus-Modell auf. Neben geimpften und genesenen Personen erhalten nicht nur PCR-Getestete, sondern auch all diejenigen Zugang, die ein negatives Ergebnis eines anderen auf Nukleinsäure-basierten Tests vorweisen können.

Während bei 2G-Veranstaltungen keine Kapazitätsgrenze gilt, dürfen Räumlichkeiten beim 3G-Plus-Modell allerdings nur bis zu 75 Prozent ausgelastet werden. Für die Gastronomie war ebenfalls das 2G-Modell gefordert worden, dieses wurde aber bislang nicht eingeführt.

Seine Regelungen macht Thüringen hauptsächlich von seinen drei Warnstufen abhängig. Diese gliedern sich in gelb, orange und rot. Warnstufe 1 ist erreicht, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 35 und 100 und die Hospitalisierungsinzidenz bei zwischen 4 und 7 liegt. Warnstufe 2 gilt ab dem Moment, wenn die Inzidenz zwischen 100 und 200 und die Hospitalisierung bei 7 bis 12 liegt. Alle Werte darüber werden der Warnstufe 3 zugeordnet.

Die Auslastung der Intensivbetten durch Covid-Patienten spielt ebenfalls eine Rolle und gliedert sich in drei Stufen. Stufe 1 (3 bis 6 Prozent), Stufe 2 (6 bis 12 Prozent) und Stufe 3 (über 12 Prozent).

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe

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