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Kommt Maskenpflicht im Supermarkt zurück? Das sagen Aldi, Lidl, Rewe und Edeka

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Von: Anika Zuschke

Kommt die Maskenpflicht in Innenräumen zurück – und damit auch Supermärkten und Discountern? Rewe, Lidl und Edeka verweisen auf die gesetzlichen Regelungen.

Hannover – Die Corona-Herbstwelle schwappt über Deutschland hinweg. Angaben des Robert-Koch-Instituts zufolge ist die 7-Tage-Inzidenz beispielsweise innerhalb von 24 Stunden am 7. Oktober um 25 Prozent gestiegen und auch ein Anstieg schwerer Corona-Fälle deutet sich demnach an. Eine zunehmende Verschärfung der Lage könnte sich auf die Corona-Regeln im Winter und damit auch auf eine mögliche Maskenpflicht im Supermarkt auswirken, wie kreiszeitung.de berichtet. Was sagen Aldi, Rewe, Edeka und Lidl dazu?

Corona: Maskenpflicht im Supermarkt? Das sagen Aldi, Lidl, Rewe und Edeka

Seit dem 1. Oktober 2022 gelten in Deutschland neue Corona-Regeln, die bundesweit eine FFP2-Maskenpflicht in Fernzügen, Fernbussen, Pflegeheimen sowie Kliniken und Arztpraxen vorschreiben. Darüber hinaus gehende Vorschriften dürfen die Bundesländer selbst erlassen – dazu zählt der Nahverkehr und auch die Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen, inklusive Gastronomie und Supermärkten.

In Niedersachsen etwa besteht diese Maskenpflicht im Einzelhandel nicht mehr, das Bundesland spricht lediglich die Empfehlung einer Mund-Nasen-Bedeckung in geschlossenen Räumen und an Orten mit hohem Personenaufkommen aus. Bei der Maskenpflicht können Supermärkte und Discounter wie Aldi, Lidl, Rewe oder Edeka zwar von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und im Zuge dessen das Tragen einer Maske in ihrem Geschäft vorgeben – von behördlicher Seite gibt es diese Vorschrift aber nicht.

Nach fast jedem Einkauf wird ein Kassenbon gedruckt. Ein digitaler Beleg könnte die umweltfreundlichere Alternative sein.
Muss beim Einkaufen wieder Maske getragen werden? (Symbolbild) © Marijan Murat/dpa

Was sagen die Supermarkt- und Discounterketten Rewe, Edeka, Aldi und Lidl? Auf Anfrage von Kreiszeitung.de äußerten sich drei der vier Lebensmittelriesen in ähnlicher Linie auf die Frage, unter welchen Umständen eine Maskenpflicht im Einzelhandel wieder geltend gemacht werden könnte. Rewe setze die von den Ländern gemachten Pandemie-Anordnungen entsprechend um, „dies ist bundesweit für unsere Mitarbeitenden in den Märkten bereits seit Beginn der Pandemie gelebte Praxis und wird auch bei neuen Beschlüssen so bleiben“, heißt es von der Supermarktkette zur Maskenpflicht bei Rewe.

Auch Edeka erklärt zum Thema einer Maskenpflicht im Supermarkt: „Wir werden selbstverständlich alle geltenden Verordnungen einhalten“ – zu möglichen zukünftigen Entwicklungen könne sich der Einzelhandelsverbund jetzt aber noch nicht äußern.

Lidl orientiere sich im Fall einer möglichen Maskenpflicht im Supermarkt ebenfalls grundsätzlich an den Verordnungen der Bundesländer, den jeweiligen regional gültigen Allgemeinverfügungen sowie der Corona-Arbeitsschutzverordnung und setze diese entsprechend um. Zur aktuellen Corona-Situation heißt es: „Da die Maskenpflicht derzeit aufgehoben ist, können unsere Kunden selbst entscheiden, ob sie beim Einkauf in unseren Filialen eine Maske tragen möchten.“ Auch den Mitarbeitern in ihren Filialen mache die Supermarktkette keine Vorgaben zum Tragen einer Maske.

Aldi Süd verweist im Hinblick auf eine Maskenpflicht im Supermarkt auf seine immer noch vorhandenen Desinfektionsstationen an den Einkaufswagenboxen sowie im Eingangsbereich, während Aldi Nord sich zur Maskenpflicht in Discountern und Supermärkten wie folgt äußert: Man könne „durch die Erfahrungen aus den vergangenen zwei Jahren (...) diverse Maßnahmen kurzfristig umsetzen“.

Corona-Herbst: Wie geht es mit Maskenpflicht in Innenräumen weiter?

Bei einer deutlichen Verschärfung der Corona-Lage könnte sich diese Situation schnell ändern. Ab einer 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz von mehr als 15 und einer gleichzeitigen Auslastung der Intensivkapazitäten mit Covid-Patienten von mehr als 10 Prozent würde beispielsweise in Niedersachsen Stufe 1 der möglichen Winter-Szenarien ausgerufen werden.

Das bedeutet: Zu den aktuell geltenden Basisschutzmaßnahmen würde eine allgemeine Maskenpflicht in Innenräumen hinzukommen, heißt es auf der offiziellen Website des Landes Niedersachsen. Nur bei Betrieben, die auf tagesaktuelle Tests als Zugangsbeschränkung setzen, sind Ausnahmen von der Maskenpflicht möglich.

Die niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens äußerte sich zur Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios folgendermaßen: „Nach heutigem Stand wird es dazu vornehmlich dann kommen, wenn neue Varianten des Virus auftauchen, die schwerere Verläufe nach sich ziehen als die bisher vorherrschende Omikron-Variante BA.5. Das Maskentragen wird dann in vielen Situationen die Antwort sein.“ Am 7. Oktober 2022 lag die Hospitalisierungsinzidenz in Niedersachsen bei 12,8 – Tendenz steigend.

Lauterbach drängt auf Maskenpflicht in Innenräumen – wegen Wiesn-Verlauf in Süddeutschland

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Länder bereits dazu aufgefordert, mit dem Erlass einer Maskenpflicht in Innenräumen nicht zu lange zu warten – und machte das vor allem am Beispiel des Oktoberfestes deutlich. Auf Twitter teilte er eine Grafik, die den starken Anstieg der Corona-Inzidenzen seit dem Oktoberfest aufzeigt und schrieb dazu:

„Das wäre nicht nötig gewesen, wenn vor dem Einlass Selbsttests gemacht worden wären. Auf 2-3 Euro wäre es bei den Preisen pro Maß nicht angekommen. Die Entwicklung zeigt aber, was passieren wird, wenn die Länder mit der Maskenpflicht im Innenraum zu lange warten.“

Die Maskenpflicht in Innenräumen und damit auch im Supermarkt wurde am 2. April 2022 zum ersten Mal nach knapp zwei Jahren in großen Teilen Deutschlands aufgehoben. Viele Menschen haben sich inzwischen an das Einkaufen ohne Mund-Nase-Bedeckung gewöhnt – doch könnte die maskenfreie Zeit mit Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen im Winter auch wieder ein rasches Ende nehmen. Zumindest in regionalen Corona-Brennpunkten könnte das im Zuge der steigenden Corona-Fallzahlen als Maßnahme passieren.

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