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Corona in Österreich: Spektakulärer Militäreinsatz über den Dächern von Wien im Video - Über 10.000 Patienten genesen

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  • Maximilian Kettenbach
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Corona-Krise: Kanzler Sebastian Kurz setzt mit seiner Regierung in Österreich Lockerungen in Kraft. Verfolgen Sie alle Entwicklungen hier im News-Ticker.

+++ Dieser Nachrichten-Ticker ist beendet. Alle News und Entwicklungen zum Coronavirus in Österreich lesen Sie hier +++

Update vom 18. April, 13.45 Uhr: Gute Nachrichten kommen in Zeiten der Corona-Pandemie* oft zu kurz, diesmal vermeldet Österreich positive Neuigkeiten. Die Zahl der Patienten, die sich von einer registrierten Infektion mit dem Coronavirus* erholten, hat nun offiziell die 10.000 überschritten. Laut der Johns-Hopkins-Universität gelten bereits 10.214 der Corona-Patienten* als genesen. Momentan werden 208 Erkrankte auf Intensivstationen betreut, 19 Patienten weniger als noch 24 Stunden davor. Aktiv sind derzeit 4.014 Personen in Österreich erkrankt, das sind 417 oder 9,4 Prozent weniger sind, als noch am Freitag.

Corona in Österreich: Raten sinken stetig - Abschober lobt „stabile Situation“

Die Website der Johns-Hopkins-Universität bestätigte nun über 14.595 Infektionen mit SARS-CoV-2, der tägliche Anstieg liegt im Vergleich zum Vortag bei 0,7 Prozent. Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober teilte am Freitag mit, dass die Rate seit Tagen bei durchschnittlich einem Prozent liege. Er sprach von einer „sehr stabilen und erfreulichen Situation“.

Update vom 18. April, 9.15 Uhr: Eines der am wenigsten vom Coronavirus betroffenen Ländern in Mitteleuropa ist Österreich. Die Alpenrepublik zählt bisher gerade einmal 14.595 Infizierte*, 9.704 Patienten gelten wieder als gesund. Zu den niedrigen Zahlen reiht sich auch die Zahl der Todesfälle ein, die im Vergleich zu manchen Nachbarländern Österreichs als gering bezeichnet werden muss. Bisher starben hier 431 Personen an den Folgen des Coronavirus*. 

Corona in Österreich: Wahnsinns-Einsatz des Bundesheers für Intensiv-Patienten

Update vom 17. April, 20 Uhr: Spektakulärer Militär- und Rettungseinsatz zwischen Wien und dem 600 Kilometer entfernten Vorarlberg im Kampf gegen Corona.

„Unsere Hubschrauber haben gestern einen Intensivpatienten aus Vorarlberg geholt“, erklärte Bundesheersprecher Michael Bauer am Freitag auf Twitter.

Das war passiert: Ein S-70 Black-Hawk-Hubschrauber des Bundesheeres sammelte am AKH Wien (Allgemeines Krankenhaus Wien) Ärzte ein und flog mit diesen einmal quer über ganz Österreich nach Bludenz in Vorarlberg nahe der deutschen Grenze.

Zeitgleich habe ein Bell-212-Hubschrauber des Bundesheeres eine fliegende Intensivstation aus dem oberösterreichischen Linz ins westlichste Bundesland geflogen. Noch in der Nacht wurde demnach ein schwerkranker Corona-Patient mit dem Black-Hawk-Hubschrauber, der fliegenden Intensivstation und den Ärzten ins Klinikum nach Wien geflogen.

Wie Bauer betonte, handelte es sich dabei um einen kniffligen Einsatz der Bundesheer-Piloten - sie mussten „nach einem stundenlangen Flug mit Nachtsichtgeräten“ am Klinikum landen. 

Verteidigungsminister Klaudia Tanner bedankte sich am nächsten Tag persönlich bei den Piloten für die erfolgreiche Rettungsmission. Auf Twitter hatten Wiener verwundert auf die ungewöhnlichen Helikoptergeräusche mitten in der Nacht reagiert.

Corona in Österreich: Streit um die „Badewanne der Wiener“

Update vom 17. April, 19 Uhr: Debatten über Österreichs liebsten Badesee in der Corona-Krise.

Die Landesregierung im Burgenland hatte wegen der Coronavirus-Pandemie Zutrittsbeschränkungen für den riesigen Neusiedler See südöstlich von Wien ausgesprochen - mit Ausnahme von Anwohnern in einem Umkreis von 15 Kilometern.

Jetzt gab es deutliche Kritik von einem Verfassungsjuristen. Heinz Mayer hält laut krone.at die Zutrittsbeschränkungen zu den Seebädern für unzulässig, konkret soll es sich dabei um eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit handeln.

Der Neusiedler See gilt als „Badewanne der Wiener“.

Dass nur Menschen, die in einem Umkreis von 15 Kilometern wohnen, die Seebäder betreten dürfen und damit Gruppen aufgrund ihres Wohnsitzes ausgeschlossen werden, hält Mayer für nicht mit der Verfassung vereinbar. „Es könnte immerhin auch sein, dass Ortsansässige nicht in die Seebäder wollen und Menschen, die weiter weg wohnen, wollen, aber nicht dürfen“, sagte er.

Der größte österreichische See liegt im Burgenland unmittelbar an der Grenze zu Ungarn und ist gerade bei Wienern sehr beleibt.

Corona in Österreich: „Geheimplan“ zu Öffnungen der Schulen 

Update vom 17. April, 10 Uhr: Die Frage, wann der Schulbetrieb wieder beginnen kann, spielt auch in Österreich eine große Rolle. Ende April wollen Kanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober darüber entscheiden. Nun soll es, wie oe24.at berichtet, einen ersten „Geheimplan“ geben. 

Demnach könnten Schüler der Oberstufe und Lehrlinge im Alter zwischen 14 bis 18 Jahren ab Mitte Mai wieder den Unterricht besuchen. Sie sollen Masken tragen, den Mindestabstand von zwei Metern einhalten und ein geteilter Unterricht sei vorhergesehen. Des weiteren sollen nur Schlüsselfächer wie Deutsch, Mathe und Englisch unterrichtet werden. 

Volksschulen könnten dem Bericht zufolge gegen Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni den Unterricht wieder ausführen. Dies allerdings nur sehr reduziert. Fraglich ist jedoch, ob die jungen Schülerinnen und Schüler es schaffen einen Mindestabstand konsequent einzuhalten und Masken zu tragen. Kindergärten hingegen sollen erst wieder im Herbst geöffnet werden. 

Lehrergewerkschafter Paul Kimberger sagt jedoch gegenüber oe24.at, dass man gar nicht über einen Schulstart nachdenken brauche, solange die Schulen nicht mit ausreichend Desinfektionsmittel, Schutzmaterial und Masken ausgestattet sei. 

FPÖ-Chef Norbert Hofer hingegen ist jedoch für eine rasche Wiederöffnung der Schulen. In Volkshochschulen und der Unterstufe solle dies „so schnell wie möglich“ passieren. Er schlägt Blockunterricht dafür vor. In Bezug auf Schutzmaßnahmen sagt Hofer: „Wenn nur vier, fünf Kinder in der Klasse sind, muss das möglich sein.“

Indes werden die Labor-Vorwürfe gegen China lauter. Ein ZDF-Bericht äußert einen schweren Verdacht. Auch in Europa spitzt sich die Lage zu. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron teilte zuletzt gegen Deutschland aus. 

Corona in Österreich: Die aktuellen Fallzahlen

Update, 21.30 Uhr: Der John-Hopkins University zufolge waren in Österreich bis Donnerstagabend 14.451 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Fast 400 Menschen starben Angaben der Universität bislang an Covid-19

Update, 13.25 Uhr: Nach den Debatten über die Skiregionen in Tirol als mögliche Corona-Keimzelle für ganz Europa hat der Tiroler Landeschef Günther Platter Verständnis für Kritik am Krisenmanagement gezeigt. „Ich verstehe, dass es mit dem Wissen von heute Kritik an der einen oder anderen Entscheidung gibt“, sagte der ÖVP-Politiker im Landtag in Innsbruck. Die Entscheidungen in Tirol seien aber stets „gemeinsam mit Experten auf Landes- und Bundesebene nach bestem Wissen und Gewissen und auf Basis der vorliegenden Erkenntnisse“ getroffen worden.

Auch er sei betroffen, dass sich viele Gäste beim Urlaub in Tirol mit Sars-CoV-2 angesteckt hätten, so Platter. Er kündigte daher erneut eine „tiefgreifende Analyse“ an. Diese müsse aus seiner Sicht auch für Österreich, Europa und die ganze Welt erfolgen. 

Corona: Österreich plant neue Teststrategie - 130.000 Menschen betroffen

Update, 11.35 Uhr: Alle Mitarbeiter und Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen in Österreich sollen auf das Coronavirus getestet werden. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte bei einer Pressekonferenz in Wien, dass dies „der ganz große, zentrale Schwerpunkt“ der künftigen Teststrategie sei. Laut Anschober betrifft die Maßnahme 130.000 Menschen in mehr als 900 Einrichtungen. 

Die veränderte Teststrategie für Österreich beinhalte auch mehr Tests bei Mitarbeitern im Handel. Bis zuletzt wurden in Österreich vor allem Verdachtsfälle auf Sars-CoV-2 getestet. Von denen gebe es inzwischen immer weniger, sagte der Minister.

Mit der bisherigen Gesamtzahl der Tests zeigte sich der Gesundheitsminister durchaus zufrieden. Im Verhältnis zu der Einwohnerzahl hätten einige Länder, darunter Deutschland und die Schweiz, mehr getestet. Aber: „Wir haben deutlich mehr Tests durchgeführt als Spanien, ein Vielfaches im Vergleich zu Schweden, ein Vielfaches auch im Vergleich zu Großbritannien und Frankreich.“

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist in Österreich inzwischen sehr gering. Am heutigen Donnerstag (16. April) vermeldete das Gesundheitsministerium 14.370 bestätigte Fälle (Stand 8 Uhr). Mehr als 8000 Menschen seien inzwischen wieder genesen.

Corona in Österreich: Dunkelziffer-Studie gestartet - Arzt erzürnt über „unsinnige“ Maskenpflicht

Update, 9.50 Uhr: Kritisch äußerte sich nun ein Allgemeinmediziner aus Wien zu der in Österreich geltenden Maskenpflicht. Es sei „unsinnig“, eine Maske zu tragen, wenn man allein unterwegs sei, sagte der Arzt Dr. Marcus Franz gegenüber oe24.at.

Ihn mache es „richtig grantig“, wenn er dauernd sehe, wie Schutzmasken falsch verwendet werden. „Die Schutzmasken sollten zu den Anlässen getragen werden, bei denen sie nützlich sind“, erklärt der Wiener Mediziner. Dazu würde der Einkauf in einem Supermarkt oder in einem der schon geöffneten kleineren Geschäften zählen - ebenso wie die Fahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln und im Taxi. Allerdings müssten die Masken dann auch korrekt aufgesetzt werden.

Die österreichische Bundesregierung habe bislang noch keine große Aufklärungs-Kampagne zur richtigen Verwendung der Schutzmasken gestartet, heißt es auf oe24.at weiter.

Corona in Österreich: Erste Warnungen nach Lockerungen - Dunkelziffer-Studie gestartet

Update, 16. April, 9.33 Uhr: In Österreich startet am heutigen Donnerstag (16. April) eine neue Corona-Studie, um die Dunkelziffer der Infizierten zu ermitteln. Die „Statistik Austria“ hat hierfür 2.800 Personen ausgewählt, berichtet oe24.at.

Coronavirus in Österreich: Lockerungen auch im Sportbereich - Darf Bundesliga bald wieder spielen?

Update, 23 Uhr: Nach den Corona-Lockerungen in der Wirtschaft will Österreich nach und nach den professionellen Sport wieder in den Alltag integrieren und deshalb noch in diesem Monat seine Freiluft- und Hallenanlagen für die ungefähr 600 Profi-Athleten des Landes öffnen. 

Das gab Sportminister Werner Kogler (Die Grünen) an diesem Mittwoch bekannt. Fußballteams sind jedoch von der Regierung angehalten, in Gruppen von maximal sechs Spielern zu trainieren. 

Ziel sei es, erklärte der für Sport zuständige Bundesinnenminister Kogler, die österreichische Bundesliga in Kürze wieder ohne Zuschauer spielen zu lassen. Seit dem 8. März pausiert die höchste Fußball-Liga in der Alpenrepublik.

Corona in Österreich: SPÖ-Parteichefin fordert mehr Tests

Update, 21.50 Uhr: Anerkennung von der Opposition: SPÖ-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner hat nach Beginn der Corona-Lockerungen in Österreich die Maßnahmen der Regierung von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gelobt.

„Was ich sicherlich wie er getan hätte: Die Akutphase wurde richtig gehandhabt. Da waren Maßnahmen notwendig und die, die gesetzt wurden, waren richtig. Die großen Einschränkungen waren notwendig, um das Virus rechtzeitig einzudämmen“, sagte die ehemalige Gesundheitsministerin in einem TV-Talk mit ihrem Nachfolger Rudolf „Rudi“ Anschober (Die Grünen) bei Puls 24

„Es ist jetzt ein heikler Punkt im Seuchen-Management. Es kommt vor allem darauf an, wachsam zu sein, damit es zu keiner zweiten Welle kommt“, meinte die Medizinerin weiter - und fand doch noch kritische Worte: „Es geht darum, das Virus unter Kontrolle zu halten, und das geht nur mit intensiven Testungen. Ich hätte in der gleichen Geschwindigkeit die Anzahl der Tests hochgefahren, wie jetzt die Maßnahmen heruntergefahren werden.“

Kanzler Kurz hatte wiederholt angekündigt, das Netzwerk an Corona-Tests zügig ausbauen zu wollen.

Corona-Lockerungen in Österreich: Schon stehen die Massen wieder Schlange

Update vom 15. April: Die Zahl der Corona-Infizierten in Österreich liegt aktuell (Stand 10.39 Uhr) bei 14.265 gemeldeten Fällen. 384 Menschen starben mit dem neuartigen Coronavirus in dem Land bereits. 

7633 Menschen sind von der Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 wieder genesen.

Update, 21.50 Uhr: Testlauf für die Autoindustrie in der Coronavirus-Pandemie.

In Graz in der Steiermark hat der Automobilzulieferer Magna Steyr unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen mit 2.500 Mitarbeitern seine Produktion wieder hochgefahren.

Das berichtet die Kleine Zeitung. Bei Magna Steyr wird die G-Klasse von Mercedes-Benz in Serie gefertigt. 

Ab dem 20. April sollen auch wieder Fahrzeuge für die BMW Group und Jaguar Land Rover produziert werden. Im restlichen Europa ist die Autobranche wegen der Corona-Krise dagegen bislang zum Stillstand gekommen.

Corona in Österreich: Salzburg hebt Quarantänen für acht Gemeinden auf

Update, 21.30 Uhr: Im Pinzgau und Pongau, zwei von fünf Gauen im Bundesland Salzburg nahe der bayerischen Grenze, ging um Mitternacht die Quarantäne in insgesamt acht von neun Gemeinden zu Ende - unter anderem im Touristen- und Naherholungsort Zell am See.

Einzig in der Gemeinde Altenmarkt wurde die Quarantäne um zwei Tage verlängert, da es im örtlichen Seniorenwohnheim mehrere Coronavirus-Infektionen gab.

Zell Am See: Zwei Personen genießen die frische Luft in einem Park am Zeller See. Das Land Salzburg hat die Aufhebung der Quarantäne in acht Gemeinden, darunter Zell am See, verkündet.

Am Osterwochenende hatte dagegen das Bundesland Tirol die Quarantänen für das Paznauntal mit den Orten Ischgl und Galtür sowie für St. Anton am Arlberg und den ebenfalls bekannten Wintersport-Ort Sölden im Ötztal um zwei Wochen verlängert.

Corona in Österreich: Strikte Regeln beim Einkaufen nach Lockerungen

Update, 21.15 Uhr: Trotz der Lockerungen in der Corona-Krise gelten klare Regeln beim Einkaufen: Mundschutz tragen, Mindestabstand halten, Zutritt nur für gesunde Kunden.

So verweisen zum Beispiel Einzelhändler in Wien mit Plakaten an den Eingängen ihrer Läden darauf, dass Personen mit folgenden Symptomen die Geschäfte nicht betreten dürfen: Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und/oder Atembeschwerden. Zudem darf auf eine Fläche von 20 Quadratmetern nur ein Kunde Einlass bekommen.

Wien: Parksheriffs, die zur Parküberwachung eingesetzt werden, stehen mit Mundschutz vor dem Eingangstor des Volksgartens. Die Wiener Bundesgärten sind wieder geöffnet.

Während sich an diesem Dienstag gerade vor Baumärkten lange Schlangen bildeten, blieb der Ansturm in anderen Branchen erstmal aus. Die Bürger müssen sich offenbar erst wieder an die wiedergewonnenen Freiheiten gewöhnen.

Am 2. Mai sollen auch große Einkaufszentren wieder öffnen. Cafés und Restaurants sowie weitere Gastro-Betriebe bleiben dagegen bis mindestens Mitte Mai geschlossen. 

Coronavirus in Österreich: Wien mit den meisten Corona-Kranken

Update, 21 Uhr: Wien hat derzeit die meisten Corona-Kranken. Das berichtet das Nachrichtenportal oe24.at.

Stand Dienstagnachmittag seien 14.159 Menschen positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, heißt es in einem Bericht des Gesundheitsministeriums. 7.633 an Corona Erkrankte galten demnach wieder als genesen.

384 Todesfälle mit Coronavirus-Infektion wurden gezählt, aktuell seien 243 schwer erkrankte Personen auf Intensivstationen, erklärte das Ministerium weiter.

Das am stärksten betroffene Bundesland ist weiter die Hauptstadt Wien mit 1.437 registrierten Corona-Fällen. Diese Entwicklung ist insofern wenig verwunderlich, da Wien ein internationaler Dreh- und Angelpunkt ist, und mit rund 1,9 Millionen Einwohnern in dem 9-Millionen-Einwohner-Land die mit weitem Abstand größte Stadt.

Corona-Krise in Österreich: Vom Ausnahmezustand in die Normalität zurück 

Update, 16.33 Uhr: Vier Wochen lang herrschte in Österreich der Ausnahmezustand. Jetzt will das Land trotz Coronavirus-Pandemie die verhängten Maßnahmen schrittweise lockern, zahlreiche Geschäfte sind bereits wieder offen. 

Von diesen ersten Schritten profitieren kleinere Geschäfte, wie Parfümerien oder Boutiquen. Aber auch Bau- und Gartenmärkte dürfen wieder Kunden empfangen. 

Und just bilden sich in Österreich lange Warteschlangen vor den Geschäften - mit Gesichtsmasken und Abstand zwar, aber dennoch: viele Österreicher reihen sich in die Warteschlangen vor jenen Läden, die jetzt wieder geöffnet sind.

In Österreich bilden sich lange Schlangen vor den Geschäften. 

Update vom 14. April 15.10 Uhr: Im Zuge vielversprechender Entwicklungen bei den Corona*-Zahlen in Österreich zog die Regierung nun eine positive Zwischenbilanz. Kanzler Sebastian Kurz meinte am Dienstag in Wien, „Wir sind auf Kurs“. Disziplin und Durchhaltevermögen der Bevölkerung hatten zu Lockerungen der Anordnungen geführt, ein erster Schritt zur „neuen Normalität“ für Kanzler Kurz

Corona in Österreich: Kanzler Kurz sieht Österreich auf dem richtigen Weg

„So viel Freiheit wie möglich, so viel Einschränkungen wie notwendig“, sei weiterhin die Leitlinie in der Alpenrepublik. Kurz habe jedoch nicht mit einem derart großen Ansturm auf Baumärkte berechnet, wie vielerorts berichtet wurde. Doch auch dort würden sich die Kunden größtenteils an die Anordnungen halten. Nun ist die Öffnung aller Geschäfte bis zum 2. Mai geplant, ab Mitte Mai könnten Restaurants öffnen.

Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober betrage der Anstieg der registrierten Fälle seit zehn Tagen weniger als drei Prozent pro Tag. Die Wachstumsrate lag demnach zuletzt bei lediglich 0,8 Prozent, so Anschober. Die Infizierten-Zahl verdopple sich erst alle 39 Tage.

Erstmeldung vom 14. April: Seit dem 14. April gelten die neuen Lockerungen der Corona-Einschränkungen in Österreich. Geschäfte, die kleiner sind als 400 Quadratmeter, dürfen wieder öffnen, zudem auch Gartencenter und Baumärkte. Pro Kunde muss jedoch eine Fläche von 20 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Ab dem 1. Mai sollen nun auch Frisöre Kunden ihre Dienstleistung anbieten dürfen. Als behutsamen Schritt „Richtung Normalität“ bezeichnete Kanzler Sebastian Kurz die Neuerungen zur Bekämpfung des Coronavirus*. Bei den Menschen in Österreich bedankte sich Kurz für deren Durchhaltevermögen.

Corona in Österreich: Neue Lockerungen fordern Durchsetzung neuer Regeln

Der Deal mit der Bevölkerung: Im Gegenzug zu den Lockerungen muss nun in Österreich auf eine Reihe neuer Regeln geachtet werden. Im öffentlichen Nahverkehr ist ein Mund-Nasen-Schutz* verpflichtend, auch im Handel muss der Bereich bedeckt werden. Der allgemeine Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter muss ebenso allerorts eingehalten werden. Bis Ende des Monats sind die Österreicher dazu angehalten, nur unter bestimmten Voraussetzungen vor die Haustüre zu gehen. Arbeiten, einkaufen oder spazieren gehen ist genauso erlaubt, wie Hilfsbedürftigen zu helfen.

Das Ski-Paradies Ischgl gilt als einer der Orte, an denen das Coronavirus* ausbrach. Nun ist zwar Ruhe eingekehrt, doch die negativen Schlagzeilen nehmen kein Ende. Als „Virenschleuder Europas“ wurde das Gebiet bereits bezeichnet, viele Bewohner des größtenteils vom Tourismus lebenden Orts sind verzweifelt. 

Corona in Österreich: Dorfarzt aus Ischgl erklärt Verbreitung - Er testete den ersten Corona-Fall

Dorfarzt Andreas Walser ist in Ischgl bekannt, hier kennt man ihn als Mediziner mit dem markanten Schnurrbart. Am 7. März war es, als Walser einem Barkeeper eines beliebten Après-Ski-Lokals des Dorfes einem Corona-Test* unterzieht. Dieser fällt positiv aus, der erste Corona-Fall in Ischgl war offiziell. Laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit soll der Barkeeper jedoch nicht der erste Virusträger gewesen sein, wie der Focus berichtet.

„Dieser erste Patient ist zu uns gekommen mit einem schweren grippalen Infekt“, erzählt Walser, der den Test* „aufgrund der Symptomatik und der Anamnese“ vornahm. Erst später erzählte der Mann, „dass es Rückmeldungen über nach Hause gereiste Gäste gibt, die zu Hause positiv auf Covid-19* getestet wurden“. Zum Zeitpunkt des ersten nachgewiesenen Falls habe es laut Walser jedoch keinen Fall der für das Virus typischen Lungenbeteiligung gegeben - „weder bei uns, noch im Krankenhaus, noch in der Klinik Innsbruck“. Bereits am 5. März erreichte die Behörden die Nachricht, 15 Isländer hätten sich in Ischgl angesteckt. Tiroler Behörden gehen jedoch davon aus, dass die Ansteckung im Flugzeug stattfand. 

Corona in Österreich: Tirol wehrt sich gegen das schlechte Image in der Krise

Als am 13. März eine Quarantäne* verhängt wird, dürfen die Touristen das Tal trotzdem verlassen. Mehr als 70 Prozent der über 4000 Personen, die sich im März in Tirol mit dem Coronavirus* infiziert hatten, kamen aus Deutschland. Die Mehrzahl von ihnen gab an, in Ischgl gewesen zu sein. Dies erklärte Verbraucherschützer Peter Kolba. Er wirft den Behörden zu langsames Handeln vor und fügt hinzu: „Wir unterstellen, dass das aus kommerziellen Überlegungen so war“. Auch die Tiroler Landeschefin Ingrid Felipe von den Grünen will die Lage nun aufarbeiten. Sie will dem Pauschalurteil gegen Tirol in der Corona-Krise entgegenwirken.

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