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Darmkrebs-Symptome rechtzeitig erkennen: Diese Anzeichen sollten Sie ernst nehmen

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Von: Vivian Werg

Darmkrebs ist derzeit die dritthäufigste Tumorerkrankung in Deutschland. Der Krebs ist heilbar, wenn man die Symptome und Anzeichen früh genug erkennt.

Frankfurt – Darmkrebs ist in Deutschland bei Frauen die zweithäufigste und bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung. Er zählt mitunter zu den tödlichsten Krebs-Arten. Darmkrebs ist eine tückische Krankheit, weil sie sich meist schleichend entwickelt und lange keine oder nur unspezifische Beschwerden verursacht. Erste spürbare Anzeichen sind meistens wenig typisch. Sie können auch bei anderen Darmerkrankungen auftreten. Früh erkannt sind die Heilungschancen bei Darmkrebs jedoch vielversprechend. Daher ist es umso wichtiger, mögliche Symptome ernst zu nehmen.

Bei den meisten Menschen lässt sich kein bestimmter Auslöser für Darmkrebs finden. Aus diesem Grund bietet die gesetzliche Krankenversicherung allen Versicherten die Möglichkeit, an der Darmkrebs-Früherkennung teilzunehmen.

Mögliche Darmkrebs-Symptome: Welche Anzeichen Sie ernst nehmen sollten

Darmkrebs verursacht anfangs oft keine Beschwerden und kann dadurch zunächst unbemerkt bleiben. Oft wird er daher erst in einem späteren Stadium erkannt. Doch gibt es einige Warnzeichen, die der Körper aussendet, auf die man achten sollte. Manchmal äußert er sich zum Beispiel durch Schmerzen im Bauch oder veränderte Stuhlgewohnheiten, berichtet fr.de

Das MSD Manual hat folgende Symptome für Darmkrebs aufgeführt:

Manchmal blockiert der Krebs den Dickdarm und es kommt zu Symptomen eines Darmverschlusses, wie z. B. Erbrechen, krampfartige Bauchschmerzen oder geschwollener Bauch.

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen für Darmkrebs bei sich bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Wichtig ist jedoch: Selbst wenn Sie einzelne oder auch mehrere dieser Symptome für Darmkrebs haben, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass Sie auch tatsächlich Darmkrebs haben. Laut gesundheitsinformation.de können die Symptome auch durch verschiedene andere Erkrankungen hervorgerufen werden. Dazu gehören zum Beispiel ein Reizdarmsyndrom, eine Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis), ein Magengeschwür, eine Lebensmittelunverträglichkeit, Hämorrhoiden oder eine entzündliche Darmerkrankung. 

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Blick in den Darm: Was bei diesem begehbaren Modell ganz einfach ist, braucht im echten Leben einen Eingriff unter Narkose. © Christian Charisius/dpa/dpa-tmn

Laut dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) können ganz allgemein auch eine ungewöhnlich verminderte Leistungsfähigkeit und häufige Müdigkeit, außerdem wiederholtes leichtes Fieber und Nachtschweiß auf eine Tumorerkrankung hinweisen.

Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, dann können weitere Beschwerden hinzukommen. Blutet der Tumor regelmäßig, dann entwickeln manche Patientinnen und Patienten eine Blutarmut. Sie sind dann häufig sehr blass und müde. Auch kann es zu ungewolltem Gewichtsverlust kommen.

Darmkrebs: Ursache und Risikofaktoren

Wie wird Darmkrebs verursacht und was sind die Risikofaktoren der Krankheit? Laut MSD Manual können unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen:

Zu den Risikofaktoren zählt neben bestimmten Vorerkrankungen und genetische Faktoren vor allem ein ungesunder Lebensstil:

Bestimmte Gerichte und Lebensmittel können laut Studien ebenfalls das Krebsrisiko erhöhen.

Da Darmkrebs häufig vorkommt, empfehlen Ärzte eine Vorsorgeuntersuchung auf eine entsprechende Erkrankung, bevor sie Symptome verursacht. Vorsorgeuntersuchungen auf Darmkrebs beginnen in der Regel im Alter von 45 Jahren oder früher, wenn Personen bestimmte Risikofaktoren aufweisen.

Darmkrebs: Frühzeitige Diagnose und regelmäßige Vorsorge sind wichtig

Das Deutsche Krebsforschungszentrum rät bei möglichen Anzeichen und Symptomen von Darmkrebs als Erstes den Hausarzt oder die Hausärztin aufzusuchen. Sie können allgemeine Untersuchungen durchführen und so andere mögliche Erkrankungen erkennen oder ausschließen. Weitere mögliche Ansprechpartner sind Fachärzte für innere Medizin mit einer Spezialisierung für Erkrankungen des Verdauungstraktes, sogenannte Gastroenterologen.

Da aber immer mehr jüngere Menschen an Darmkrebs erkranken, die keinen gesetzlichen Anspruch auf die Früherkennungsmaßnahmen haben, ist es umso wichtiger, mögliche Warnzeichen zu kennen. Wenn Sie Beschwerden bei sich bemerken, sollten Sie nicht warten, bis Ihnen die Vorsorgeuntersuchungen gesetzlich zusteht.

Eine Studie des Memorial Sloan Kettering Cancer Center gibt Darmkrebs-Erkrankten nun Hoffnung durch ein neues Medikament. (Vivian Werg)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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