Ein Streetscooter steht vor der Zustellbasis der Deutschen Post. Ein Handwerker aus Hannover will über 1000 Fahrzeuge verkaufen.
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Ein Streetscooter steht vor der Zustellbasis der Deutschen Post. Ein Handwerker aus Hannover will über 1000 Fahrzeuge verkaufen.

Zum Spottpreis

Mann verkauft mehr als 1000 Transporter der Deutschen Post – einige fast wie neu 

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
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Über 1000 E-Fahrzeuge der Deutschen Post DHL sichert sich ein Handwerker – und zwar zum Spottpreis. Nun will er sie weiterverkaufen. 

Frankfurt – Mit ihrer Marke „StreetScooter“ will die Deutsche Post DHL* klimaneutraler werden, da der konventionelle Transport wenig umweltfreundlich ist. Das will die Deutsche Post jetzt mit unterschiedlichen Maßnahmen ändern. Doch in der Zukunft soll das Tochterunternehmen „StreetScooter“ die Transporter-Flotte der Deutschen Post DHL nicht länger beliefern. Stattdessen will die Deutsche Post Elektrofahrzeuge anderer Hersteller anschaffen, wie Bild.de berichtet. Nun hat sich ein Handwerker aus Hannover mehr als 1000 ausgemusterte Fahrzeuge von „StreetScooter“ gesichert.

Sein Ziel: die Fahrzeuge selbst weiterverkaufen. Dabei stellt sich heraus, dass einige der Fahrzeuge in fast neuwertigem Zustand sind. Sie hätten laut Bild nicht einmal 100 Kilometer auf dem Tacho – andere Fahrzeuge hingegen bis zu 30.000. Der Handwerker Bernd Biank soll die Fahrzeuge für 8990 Euro pro Stück anbieten. Dazu seien sie frisch über den TÜV gelaufen und fahrbereit.  „Ab 50 Stück gewähre ich Rabatt“, sagte er der Bild. Gewerbekunden sollen die Lieferwagen billiger bekommen. Ein echtes Schnäppchen: Laut Informationen der Website Auto, Motor und Sport verkauft die Deutsche Post DHL die Fahrzeuge auch an andere Firmen für etwa 32.000 Euro pro Stück.

UnternehmenDHL
HauptsitzBonn
Gründung\t1969
Dachorganisation\tDeutsche Post AG

Deutsche Post DHL: Handwerker verkauft über 1000 E-Fahrzeuge

Es gebe sogar erste Käufer, wie etwa eine Apotheke, einen Hotelier, einen Friedhofsgärtner sowie einen Angelverein. Auch Hausbesitzer hätten angefragt, ob sie die Akkus der ehemaligen Fahrzeuge der Deutschen Post DHL als Stromspeicher für Fotovoltaik-Anlagen nutzen können.

Für die Reparatur der Fahrzeuge habe der Handwerker aus Hannover extra drei Leute eingestellt, die die Fahrzeuge fahrtüchtig machen. „Aus zehn Stück machen wir sieben oder acht fertig“, so Biank. Der Akku der ehemaligen Fahrzeuge der Deutschen Post DHL reiche für etwa 80 Kilometer. Das Aufladen an der Steckdose dauere etwa sieben Stunden. (Marvin Ziegele) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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